Erklärung Abschluss: Bachelor/Master

Seit 1998 ermöglicht das deutsche Hochschulrahmengesetz auch bei uns die Einführung neuer Studiengänge mit den angelsächsischen Abschlüssen Bachelor und Master. Im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses (benannt nach dem Tagungsort) haben sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union darauf verständigt, an den Hochschulen in allen Ländern grundsätzlich auf diese neuen Abschlüsse umzustellen.

Ziel ist es, die Abschlüsse zu vereinheitlichen und vergleichbarer zu machen.

Damit verbunden ist auch die Einführung eines Leistungspunktesystems (European Credit Transfer System-ECTS), das ebenfalls die Vergleichbarkeit von Studiengängen fördern soll. Insgesamt soll in den neuen Studiengängen gerade die Berufsbefähigung und die Vermittlung nicht nur der fachlichen und methodischen, sondern auch der sozialen Kompetenzen der Absolventinnen und Absolventen eine bedeutende Rolle spielen.

Bei den Abschlüssen Bachelor/Master handelt es sich um ein zweistufiges System. Der Bachelor ist ein erster berufsqualifizierender Abschluss. Die Regelstudienzeit soll sieben Semester betragen, wobei ein Semester davon ein Praxissemester ist.

Der Master ist immer ein weiterführender Studiengang, der einen ersten akademischen Abschluss voraussetzt (Diplom oder Bachelor). Master-Programme erstrecken sich in der Regel über drei bis maximal vier Semester. Im Rahmen der Master-Programme wird unterschieden zwischen so genannten konsekutiven Master-Programmen und executive Master-Programmen.

Ein konsekutiver Master kann unmittelbar im Anschluss an ein erstes Studium absolviert werden. Konsekutive Master sind als Vollzeitprogramme konzipiert und dienen überwiegend der Vertiefung des Kenntnisstandes in einem bestimmten Bereich.

 Bei einem executive Master kommt neben dem ersten akademischen Abschluss als weitere Zulassungsvoraussetzung in der Regel eine mehrjährige (einschlägige) Berufspraxis hinzu (Ausbildungszeiten zählen nicht dazu). Bei Masterprogrammen werden außerdem häufig weitere Zulassungsvoraussetzungen definiert, wie zum Beispiel Fremdsprachen (für Englisch z.B. nachzuweisen durch einen TOEFL-Test) oder ein spezielles Auswahlgespräch.

Erklärung: Duales Studium: Verbundstudium oder Studium mit vertiefter Praxis

Das duale Studium an einer bayerischen Hochschule ermöglicht eine enge Verbindung von Theorie und Praxis. Es gibt zwei unterschiedliche Modelle: Im Verbundstudium verknüpfen Sie das Hochschulstudium mit einer regulären gewerblichen Berufsausbildung. Beim einem Studium mit vertiefter Praxis kombinieren Sie die umfassende Theorie an der Hochschule mit intensiven Praxisphasen in Unternehmen.
In beiden Fällen bekommen Sie eine praxisnahe, akademisch hochrangige Ausbildung. Ihr neu erworbenes Wissen setzen Sie im Unternehmen während Praxissemestern und Semesterferien gezielt um. So erwerben Sie betriebliches Know-how und lernen, Theorie und Praxis aktiv miteinander zu verbinden. Selbstverständlich wird Ihr Einsatz vergütet. Bereits nach 3,5 bis 4,5 Jahren haben Sie zwei wichtige Ziele zugleich erreicht: einen anerkannten akademischen Abschluss (Bachelor oder Diplom) plus eine Menge Berufserfahrung (ggf. inklusive regulärem Berufsabschluss).

Die Hochschule Coburg bietet Verbundstudien in folgenden Fächern an:
Bauingenieurwesen
Betriebswirtschaft
Elektrotechnik
Integrative Gesundheitsförderung
Versicherungswirtschaft

Weitere Informationen zu den dualen Studiengängen in Bayern finden Sie unter: www.hochschule-dual.de

 
© 2005-2011 Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg • Technik: webteam - HRZ • Inhalt/Layout: webteam - SB