Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) steht sowohl für politisches Engagement als auch für den Schutz und Service, den eine gewerkschaftliche Organisierung ihren Mitgliedern bieten kann. Grundgedanke der GEW ist der Zusammenschluss, um für die Chancengleichheit im Bildungswesen zu kämpfen und sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen und bessere Arbeitsbedingungen im Bildungsbereich einzusetzen. Für den Hochschulbereich bedeutet das, dass die GEW Studierenden für ein Mehr an Mitspracherechten und Entscheidungs-befugnissen der Studierenden innerhalb der Hochschule stehen und einen absolut ungehinderten Zugang aller zu den Hochschulen fordern. Die GEW bietet Rechtsschutz im Rahmen des Studiums, ein umfangreiches Seminarprogramm und diverse andere Leistungen.
Wesentliche Anliegen für den Hochschulbereich sind:
- Kostendeckende Ausbildungsförderung: JedeR sollte entsprechend ihrer / seiner Neigung und Möglichkeiten studieren können. Um dies zu ermöglichen, fordern wir eine kostendeckende Ausbildungsförderung.
- Keine Studiengebühren: Gebühren für ein Hochschulstudium lehnen wir in jeglicher Form ab, da sie soziale Ungleichheit manifestieren. Bildung muss jeder / jedem frei zugänglich sein.
- Demokratisierung der Hochschule: Wir fordern eine selbstorganisierte Studierendenvertretung mit Finanzautonomie sowie eine paritätische Besetzung aller Hochschulgremien. Besonders hier in Bayern bedarf es eines Ausbaus der Mitbestimmungsmöglichkeiten. Mehr als überflüssig ist die gesetzliche Verankerung der verfassten Studierendenschaft, einer Interessenvertretung von und für Studierende auf Landesebene. Darüber hinaus fordern wir ein Höchstmaß an Transparenz bei Entscheidungsprozessen innerhalb der Hochschule. JedeR StudentIn soll nachvollziehen können, welche Entscheidungen ihn/ sie inwiefern betreffen. Hochschulen müssen verpflichtet werden, ihren Studierenden detailliert Aufschluss über die Herkunft und die Verwendung finanzieller Mittel zu geben.
- Bildung ist Kulturgut: Sie dient der Selbstentfaltung und steht in direktem Zusammenhang mit den Teilhabechancen am gesellschaftlichen Leben. Sie beugt Armut vor und trägt damit wesentlich zur Lösung gesellschaftlicher Probleme bei. Eine privatisierte Hochschule mit Managementstrukturen, die sich ausschließlich am Markt orientiert, kann dies nicht leisten.
- Tarifverträge: Studentische Beschäftigte, TutorInnen und wissenschaftliche Hilfskräfte müssen tarifverträglich abgesicherte Beschäftigungsbedingungen erhalten. Wir lehnen die aktuellen Bestrebungen ab, studentische Tätigkeiten wie z.B. die Betreuung Studierender als Leistungsnachweis („soft skills“) im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge zu deklarieren anstatt zu entlohnen.
Derzeit besteht die GEW Hochschulgruppe Coburg aus neun festen Mitgliedern aus dem Studiengang Soziale Arbeit. Neben der Hochschulpolitik arbeiten wir an Themen, die unser Studium betreffen, organisieren das Hochschulkino und betreuen ein hochschulunabhängiges Forum.
Interessiert? Es besteht jederzeit die Möglichkeit, sich in der Hochschulgruppe auch nur vorübergehend in welcher Form auch immer, zu engagieren. Wenn unsere Themen auch euere sind oder ihr glaubt, dass euere unsere werden sollten, dann lasst es uns wissen.