Durch den Einsatz der so genannten Wertstromplanung konnten in der Industrie bisher durchaus erhebliche Verbesserungspotenziale erkannt und teilweise auch realisiert werden. Für die Umsetzung der identifizierten Maßnahmen ist es allerdings häufig notwendig, die erforderlichen personellen und finanziellen Mittel zur Verfügung zu haben und knappe Ressourcen optimal einzusetzen. Die Frage nach dem Nutzen einzelner Maßnahmen kann anhand der Wertstromplanung zwar im Sinne eines verbesserten Materialflusses aufgezeigt werden, eine fundierte Aussage über die resultierende Veränderung der Kosten ist allein auf dieser Grundlage jedoch nicht möglich.
Der Ansatz zur kostenorientierten Wertstromplanung (siehe Abbildung unten) verbindet deshalb die Wertstromplanung mit einer Kostenbetrachtung im Sinne der Wertzuwachskurve. Zusätzlich zum Material- und Informationsfluss (Mengengerüst) wird der Zuwachs der Stückkosten (Wertgerüst) entlang der operativen Prozesskette in Fertigung und Logistik dargestellt. Dadurch erhalten die für den Wertstrom verantwortlichen Entscheidungsträger detaillierte Informationen nicht nur über die Material- und Informationsflüsse in ihrem Bereich, sondern auch über die zugehörigen wesentlichen Kosten und ihre Ursachen.
Wenn Sie Fragen zu dieser Methode haben oder Unterstützung bei der Wertstromplanung oder anderen Themen aus dem Umfeld des Toyota Production System suchen, können Sie unter den oben genannten Daten Kontakt mit Prof. Dr. Balsliemke aufnehmen.