Behauptungen zu Zecken auf der Spur

Lange Kleidung kann vor Zecken schützen

Wahr oder falsch?

Zecken fallen vom Baum.
Ein Mythos, wie man heute weiß.  Denn Zecken halten sich in Gräser oder Büschen, meistens in Knie- bis Hüfthöhe auf. Sie leben somit an Waldrändern, Lichtungen oder am Boden. Selbst Gärten und Parks  sind bevorzugte Lebensräume.

Zecken beißen.
Eigentlich falsch, denn sie stechen Ihren potentiellen Wirt und übertragen auf diese Weise Krankheiten. Dazu suchen sie sich am Körper des Menschen eine dünnhäutige, feuchte und gut durchblutete Stelle zum Saugen.  So sticht die Zecke bevorzugt in die Kniekehlen, im Intimbereich unter den Armen, im Nacken oder am Haaransatz.

Es gibt eine Zeckenschutzimpfung.
Teilweise richtig. Die sogenannte FSME- Impfung schützt vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis, einer Erkrankung des Gehirns, die durch Viren ausgelöst wird. Gegen die in Deutschland am häufigsten durch Zecken übertragene bakterielle Erkrankung, Borreliose, schützt keine Impfung. Sie kann viele Symptome haben, die aber auch bei anderen Erkrankungen zu beobachten sind. Dies macht eine Diagnose schwierig. Charakteristisch für Borrelien ist die Wanderröte, eine ringförmige Hautrötung um die Einstichstelle, welche auch erst nach mehr als 3 Wochen nach dem Zeckenstich auftreten kann.  Dabei gilt: Je schneller die Zecke entfernt wird, desto niedriger das Risiko an Borreliose zu erkranken.  Deshalb suchen Sie sich nach einem Aufenthalt im Freien gründlich ab.

Die Zecke am besten mit Öl beträufeln.
Bitte nicht! Denn hier wittert die Zecke Gefahr und fühlt sich bedroht. Dies kann dazu führen, dass die Zecke erst recht Bakterien oder Viren abgibt. Um sie zu entfernen, eignen sich neben einer feinen Pinzette auch Zeckenzangen oder Zeckenkarten. Diese dicht über der Haut ansetzen und die Zecke vorsichtig herausziehen bzw. heraushebeln. Dabei den Körper des Tieres möglichst nicht quetschen. Wer unsicher ist oder die Zecke nicht komplett entfernen konnte, sollte einen Arzt aufsuchen.

Nach dem Entfernen kann ich die Zecke in die Toilette werfen.
Ja, wenn ein Wiedersehen erwünscht ist. Tests zeigen nämlich, dass die Tiere nicht ertrinken können und beispielsweise auch einen Waschgang bei 40°C erleben. Auch sterben die Tiere nur in sehr kalten Wintern ab. Ab einer Temperatur von 7°C werden sie aktiv, vorher verharren sie in einer Art Winterstarre.

Sommer, Sonne, Sonnenschein

UV-Schutz ist unverzichtbar

Elf Monate war die Haut vieler Menschen völlig sonnenentwöhnt, aber im zwölften Monat schlagen wir richtig zu: Es ist Urlaubs- und somit Sonnenzeit. Galt doch früher blasse Haut als Zeichen der Angehörigkeit zur Oberschicht und somit als erstrebenswert, ist heute ein gebräunter Körper  Inbegriff von Schönheit.

Doch welchen Preis zahlt man für diesen Trend? Durchaus ist unser Körper auf ein gewisses Maß an Sonne angewiesen. So braucht er die Sonneneinstrahlung beispielsweise zur Bildung von Vitamin D in der Haut. Dies ist wichtig für den Knochenbau, die Muskulatur und das Immunsystem. Allerdings reichen hier schon 10 Minuten Sonne täglich aus um die Produktion anzukurbeln.

Doch zeigt die Sonne häufig auch Ihre Schattenseiten: Sonnenbrand mit Hautrötungen, Verbrennungsschmerz und Blasenbildung sowie auf längere Sicht eine vorzeitige Hautalterung bis hin zum Hautkrebs sind als Folgen übermäßiger Sonnenexposition zu nennen. Ursache der genannten Negativeffekte sind dabei die UV-A und UV-B-Strahlen. Doch man kann sich wirkungsvoll gegen all das Genannte schützen: Vermeiden direkter Sonne, leichte Kleidung mit langen Ärmeln, eine Kopfbedeckung sowie Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren.

Doch was gibt der Lichtschutzfaktor, auch Sun Protection Factor genannt, eigentlich an? Er beschreibt den Zeitraum, wie lang Sonnenschutzmittel den natürlichen Eigenschutz der Haut verlängern. Dieser Eigenschutz ist allerdings vom Hauttyp abhängig und unterscheidet sich erheblich. Ein Beispiel: Beträgt die Eigenschutzzeit der Haut 15 Minuten und die verwendete Sonnencreme hat einen Lichtschutzfaktor von 20, so kann man sich 300 Minuten (15x20) pro Tag in der Sonne aufhalten ohne eine Sonnenbrand zu riskieren.

Einmal eincremen ist allerdings zu wenig um der Haut einen ausreichenden Schutz zu gewähren. Schwitzen und Abrieb verringern den Cremefilm genauso wie Schwimmen oder duschen. Deshalb mehrmals nachcremen und das Sonnenschutzmittel dick auftragen. Sollte dennoch ein leicht brennendes Gefühl auf der Haut auftreten, so ist die Sonne sofort zu verlassen noch bevor eine Hautrötung einsetzt. Denn die Haut reagiert zeitverzögert auf die Sonnenbestrahlung. Ein Sonnenbrand ist demnach erst 4-6 Stunden nach einem Sonnenbad voll ausgeprägt.

Dennoch: Genießen Sie den Sommer, aber vielleicht öfter im Schatten!

Sie haben weitere Fragen zum Thema?
Dann nehmen Sie Kontakt mit Stefanie Thees auf.

Mail: thees(at)hs-coburg.de

Tel.: 317 291

 

 
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