Was ist Mentoring überhaupt?
Mentoring ist ein Instrument der Nachwuchsförderung und Personalentwicklung. Zentraler Bestandteil ist dabei die Beziehung zwischen Mentee und Mentorin. Die Mentorin unterstützt die Mentee dabei, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und ihre Fähigkeiten auszubauen. Meist ist die Mentorin älter als die Mentee und verfügt über Erfahrungen, die die Mentorin an die Mentee weitergibt. Diese Art der Beratung und Betreuung heißt "Mentoring".
In den 90er Jahren aus den USA importiert haben sich Mentoring-Programme in der Bundesrepublik Deutschland in kürzester Zeit eine große Akzeptanz geschaffen und werden in Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Politik insbesondere zur beruflichen Förderung von Frauen eingesetzt.
Wie funktioniert das Mentoring an der Hochschule Coburg?
Das Mentoring ist auf zwei Jahre angelegt, in der Regel das letzte Studienjahr und das erste Berufsjahr der Mentees.
Während dieser Zeit finden regelmäßig ca. alle zwei Monate Tandem-Treffen mit den Mentorinnen statt. Inhalt, Dauer und Häufigkeit vereinbaren die Tandems individuell. Denkbar sind zum Beispiel Betriebsbesichtigungen, Praktika, Besuche von Messen oder anderen Veranstaltungen, Unterstützung bei Studien- oder Diplomarbeiten, Vermittlung von Kontakten, etc.
Die Mentorinnen sind Ratgeberinnen, stellen Kontakte zu möglichen Arbeitgebern, späteren Vorgesetzten und Schlüsselpersonen her, unterstützen die Mentées aktiv dabei, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, helfen bei der Bewältigung von Hürden und sind Vorbilder, wie Herausforderungen bewältigt werden können.
Begleitend dazu finden Schulungen statt, die gezielt auf den Berufseinstieg und die ersten Berufsjahre vorbereiten.
Sie umfassen beispielsweise ein Profiling zur Ermittlung des eigenen Kompetenz-Profils, ein Selbstsicherheitstraining, ein Assessment-Center, Seminare zu Kommunikation und Rhetorik, Führungsfähigkeiten, Marketing, wirtschaftlichen Grundkenntnissen und anderen überfachlichen Kompetenzen.
Auch im ersten Berufsjahr steht den Ingenieurinnen ein Angebot an berufsbegleitenden Weiterbildungen zur Verfügung, das sie bei der Bewältigung neuer Aufgaben unterstützt.
Was bringt es mir?
Die Kombination aus der Vermittlung von Fachkenntnissen und persönlich erlebtem Vorbild in der Tandembeziehung zwischen Mentorin und Mentee sichert einen direkten Erfolg in der persönlichen Entwicklung.
Die begleitenden Seminare vermitteln Zusatzqualifikationen, die nicht Teil des Studiums sind und somit später einen Vorteil bei Bewerbungen gegenüber den MitbewerberInnen darstellen.
Die Mentorinnen sind bereits frühzeitig Türöffner und Ratgeber beim Übergang in den Beruf durch z.B. aktive Unterstützung und die Vermittlung von Kontakten.
Vor allem aber kommen Sie in Ihrer persönlichen Entwicklung weiter, können sich frühzeitig über Ihre Vorstellungen und beruflichen Pläne klar werden und den für Sie richtigen Weg nicht nur erkennen, sondern auch aktiv planen. Mit Ihrer Mentorin haben Sie dafür die richtige Unterstützung.

Dipl.-Sozialpäd.
Claudia Holland
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