Labor für Leistungselektronik

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Das Labor für Leistungselektronik der Fakultät Elektrotechnik wurde 1986 in den ehemaligen Räumen des Labors für Geräusch- und Schwingungsmessungen gegründet.

In ihm finden grundlegende Versuche zum Verständnis und zum Einsatz der wichtigsten Stromrichterschaltungen statt. Sowohl die messtechnische Ausstattung als auch die im Praktikum für Leistungselektronik durchzuführenden Versuche werden vom Laborleiter Prof. Dr. W Schorr zusammen mit Prof. Dr. Peter Schwarz ständig modernisiert und dem aktuellen technischen Stand angepaßt.

Im Labor für Leistungselektronik findet für Studierende des Studienschwerpunktes "Energietechnik und Anlagenautomatisierung" das Pflichtpraktikum "Leistungselektronik" statt. Daneben steht die Ausstattung des Labors Studierenden für die Anfertigung interner und externer Diplomarbeiten sowie für Aufgaben des Technologietransfers zur Verfügung.

Labor Raum: 2-212, Tel.: 09561 317-393

Ausstattung des Labors

Das Labor für Leistungselektronik verfügt über Meßgeräte und -einrichtungen, die es erlauben, alle relevanten Größen von Stromrichterschaltungen unter praxisnahen Belastungsverhältnissen sowohl im Zeit- als auch im Frequenzbereich zu erfassen.

Beispielhaft sind zu nennnen:

  • Frequenzumrichtermeßplatz mit Asynchronmaschine
  • LabView-gestützter Meßplatz zur Ermittlung der
  • Netzrückwirkungen von Wechselstromstellern
  • FFT-Meßplatz für netzgeführte Stromrichter Leistungsmeßplatz für Ein- und Mehrquadrantengleichstromsteller
  • IGBT-Vollbrückenschaltung zur Untersuchung verschieder Steuerverfahren
  • PC-gestützte Simulation leistungselektronischer Schaltungen

Bei den zu untersuchenden Stromrichterschaltungen handelt es sich um eine Mischung von selbstgebauten Schaltungen (Netzgeführte Stromrichter, Ein- und Mehrquadrantensteller, einphasige U-Wechselrichter) die meist im Rahmen von Diplomarbeiten entstanden, sowie um Industriestromrichter (Transistor- und IGBT-Frequenzumrichter bekannter Hersteller).

Da das Haupteinsatzgebiet leistungselektronischer Schaltungen im Antriebsbereich liegt, stehen für alle vorhandenen Stromrichtertypen geeignete Maschinen- und Antriebssätze zur Verfügung, sodaß die Messungen unter realistischen, anwendungsnahen Betriebsbedingungen erfolgen können.

Zur Bestimmung der relevanten Meßgrößen werden Präzisionsstromzangen, elektronische Leistungsmesser, die auch für höherfrequente nichtsinusförmige Spannungen und Ströme geeignet sind, sowie schnelle, FFT-fähige Digitaloszilloskope eingesetzt.

Daneben erfolgt die Versuchssteuerung, die Meßdatenerfassung, die Analyse sowie die Darstellung der Ergebnisse mit Hilfe der PC-Meßtechnik, wobei bekannte Systeme wie LabView sowie die Auswertesoftware Origin eingesetzt werden.

Lehrveranstaltungen, Praktika und Versuche

Im Rahmen des Praktikums für Leistungselektronik werden Versuche zu folgenden

Themenschwerpunkten angeboten:

  • Betriebsverhalten netzgeführter Stromrichter mit aktivem und passivem Lastkreis
  • Netzrückwirkungen von Wechseltromstellern bei Anschnitt- und Schwingungspaketsteuerung
  • Betriebsverhalten von Frequenzumrichtern für ASM-Antriebssyteme
  • Leistungsgrößen, Modulations- und Steuerverfahren von Mehrquadrantenstellern undWechselrichtern
  • PC-Simulation von Direktumrichtern, I-Umrichtern und lastgeführten Stromrichtern
 
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