Informationstechnologie

Forschungsfeld Informationstechnologie

Die Informationstechnologie entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer Querschnittstechnologie, die alle Unternehmens- und Organisationsbereiche betrifft und stark wächst. An der Hochschule Coburg wird an zahlreichen IT-Forschungs- und Entwicklungsprojekten gearbeitet. Dazu gehören u.a. Projekte im Bereich der IT-Sicherheit, der Software im Automobil, der Virtuellen Realität und der Drahtlosen Sensorik. Außerdem gibt es Forschungsprojekte an den Schnittstellen der Informationstechnologie mit den angewandten Naturwissenschaften, beispielsweise in der Mikrooptik und der Mikrofluidik. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befassen sich sowohl mit der Erforschung grundsätzlicher Zusammenhänge als auch mit dem Erarbeiten anwendungsorientierter Lösungen. Hier forschen und entwickeln sie mit Partner aus Industrie und Wirtschaft.

Data Sciene / Daten Analyse

Die zunehmende Digitalisierung führt zu einem Meer von Daten, in denen verborgene Informationen stecken. Das Team um Prof. Dr. Dieter Landes beschäftigt sich mit der Analyse großer Datenmengen, insbesondere mit Methoden des Maschinellen Lernens. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Analyse von Daten aus Unternehmensnetzwerken mit dem Ziel, potentiell Bedrohungsszenarien in Echtzeit vorausschauend zu identifizieren, zu bewerten und zu visualisieren.

In einem aktuellen Projekt mit einem Großunternehmen wurden anhand von bis zu 20 Mio. Datensätzen pro Tag mittels einer selbstlernenden Mustersuche mögliche Bedrohungen durch Hackerangriffe oder Wirtschaftsspionage identifiziert. In einem nächsten Schritt sollen die gewonnenen Erkenntnisse auf mittelständische Unternehmen übertragen und Lösungen erarbeitet werden, wie auf identifizierte Bedrohungen angemessen reagiert werden kann.

Schwerpunkte:

  • Informatik
  • Software Engineering
  • Datenbanksysteme und Datenanalyse / Data Mining

Drahtlose Sensorik

Prof. Dr. Thomas Wieland und sein Team forschen und entwickeln auf dem Gebiet der drahtlosen Sensoren. Ausgehend von einer Messaufgabe wählen sie geeignete Sensoren aus, sie entwickeln Lösungen für den Datentransfer und berücksichtigen dabei IT-Sicherheitsaspekte.
Prof. Wieland leitet das Labor für Mobile Computing und Identitätsmanagement der Hochschule Coburg und das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Drahtlose Sensorik. Hier bearbeitet er mit seinem Team Themengebiete wie die zuverlässige, drahtlose Datenübertragung, selbstorganisierende Sensornetze sowie die Lokalisierung in drahtlosen Netzen.

Schwerpunkte:

  • Mobile und Pervasive Computing
  • Telematik
  • Identitätsmanagement
  • Smartcards
  • Internet der Dinge
  • IT-Sicherheit

Mikrooptik und Mikrostrukturtechnik

Informationen lassen sich auf unterschiedliche Art und Weise erfassen und übertragen. Am Institut für Sensor- und Aktortechnik nutzen Prof. Dr. Maria Kufner und Prof. Dr. Klaus Stefan Drese die Mikroakustik, -optik, -fluidik und –strukturtechnik, für die Entwicklung von Sensoren sowie die Erfassung und Übertragung der Informationen. Sie schlagen dabei die Brücke von der Physik zur Informatik.
Anwendungsbeispiele für diese neuen Technologien finden sich beispielsweise in der Kommunikationstechnik, der Medizintechnik, der Diagnostik, der Lebensmittelindustrie, dem Qualitätsmanagement und der Produktionssteuerung.

Schwerpunkte Prof. Kufner:

  • Sensor- und Aktortechnik
  • Faseroptik und integrierte Optik
  • Photonik
  • Mikrosystemtechnik

Schwerpunkte Prof. Drese:

  • Mikrofluidik, Sensorik und Messtechnik
  • Simulation und Modellierung
  • Mikrosystemtechnik
  • Physik

Software im Automobil

Unsere Autos entwickeln sich zu fahrenden Computern. Inzwischen werden die meisten Innovationen im Automobil mittels Software realisiert. Dabei gewinnt das Thema Sicherheit zunehmend an Bedeutung, mit dem sich Prof. Dr. Ralf Reißing an der Hochschule Coburg befasst. Durch funktionale Sicherheit muss gewährleistet werden, dass niemand aufgrund von Fehlfunktionen zu Schaden kommt.
Ein weiterer Aspekt der Software im Automobil ist die permanente Übertragung der erfassten Daten an Dritte. Hier spielen Aspekte der Informationssicherheit eine wichtige Rolle, um den unerwünschten Datenabfluss und den Zugriff Fremder auf das Automobil und seine Funktionen zu verhindern. Sicherheitsrelevante Informationssysteme im Kraftfahrzeug müssen systematisch und konform zu den relevanten Normen und Standards entwickelt werden.

Schwerpunkte:

  • Automotive Software Engineering
  • Requirements Engineering
  • Qualitätssicherung und Test
  • Funktionale Sicherheit
  • Informationssicherheit

Virtual and Mixed Reality

Zwei Schlagwörter der aktuellen Digitalisierungswelle im Rahmen von Industrie 4.0 sind „Virtuelle und Erweiterte Realität“. Prof. Dr. Jens Grubert arbeitet in seinem Mixed Reality Lab an diesen Themen. Das Labor verfügt über eine umfangreiche Ausstattung an Datenbrillen, 360° Kameras, Eye-Trackern zur Blickanalyse sowie einem optischen Trackingsystem zur Digitalisierung von Bewegungsabläufen sowie einem 3D-Ganzkörperscanner zur Digitalisierung von Personen.
Mithilfe dieser Technik kann der gesamte Produktlebenszyklus von der Gestaltung über die Fertigung bis zum Service neu betrachtet werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise in der Industrie neue Services und Geschäftsmodelle entwickeln. In der Medizin kann die Technik eingesetzt werden, um neue Therapien und Rehabilitationsmaßnahmen für psychische und körperliche Krankheiten zu entwickeln. Aber auch im Kontakt mit den Kunden schafft die Technik neuartige Möglichkeiten der Produktpräsentation und des virtuellen Erlebens, etwa bei touristischen Attraktionen.

Schwerpunkte:

  • Mensch-Maschine-Interaktion
  • Internet der Dinge
  • Mixed Reality
  • Erweiterte Realität und Virtuelle Realität
  • Computergrafik

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