Öffentlich geförderte Projekte

Kraftstoffe für Plug-In-Hybrid Electric Vehicles

Titel:
Kraftstoffe für Plug-In-Hybrid Electric Vehicles (PHEV)
Kompetenzfeld:
Kraftstoffdesign
Projektleiter:
Dr. Olaf Schröder
Projektzeitraum:
01.01.2017 - 28.02.2018

Thematik

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Fahrzeugflotte eines Herstellers soll bis 2020 auf 95 g/km gesenkt werden. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums lag dieser Wert 2014 bei 132,8 g/km. Um bis 2020 das Ziel zu erreichen, setzen die Hersteller auch auf den weiteren Ausbau des Hybridfahrzeug-Marktes insbesondere in Form der Plug-In-Hybrid Electic Vehicles (PHEV).

Da in diesen Fahrzeugen der Elektromotor als Hauptantriebsmaschine genutzt wird, steigt die Verweildauer des Kraftstoffs im Tanksystem. Insbesondere bei langen Verweilzeiten von 6 Monaten und mehr kann das Verhalten des Kraftstoffes bisher nicht sicher vorhergesagt werden. In dem Forschungsprojekt geht es darum, anhand von chemischen und physikalischen Untersuchungen Daten zu gewinnen, die eine detaillierte Beurteilung des Alterungszustandes der Kraftstoffe in PHEVs erlauben.

Untersuchungen zur Schlammbildung im Motoröl

Titel:
Untersuchungen zur Schlammbildung im Motoröl beim Einsatz biogener Kraftstoffe
Kompetenzfeld:
Biokraftstoffforschung, Kraftstoffdesign, Abgasanalytik
Projektzeitraum:
01.09.2013 - 31.08.2017
Mittelgeber:
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V.

Thematik

Wie entsteht die Schlammbildung von Motoröl beim Einsatz biogener Kraftstoffe und wodurch lässt sie sich reduzieren? Diese Forschungsfragen stehen im Mittelpunkt des Projekts. Dabei werden die Mechanismen der Ölschlammbildung untersucht, und zwar sowohl bei Grundölen als auch bei Kraftstoffen mit und ohne Additive. In den Versuchsreihen variiert die Konzentration der Modellsubstanzen, um so ihren Einfluss auf die Ölalterung zu ermitteln. Aufgrund der Analyseergebnisse können Zwischenprodukte und Reaktionswege identifiziert werden, die die Schlammbildung reduzieren. Diese ließen sich synthetisch erzeugen und den Kraftsoffen in verschiedenen Konzentrationen beifügen.

Untersuchung der Real Driving Emissions beim Einsatz von Biokraftstoffen

Titel:
Untersuchung der Real Driving Emissions beim Einsatz von Biokraftstoffen
Kompetenzfeld:
Biokraftstoffforschung, Abgasanalytik
Projektzeitraum:
01.04.2016 - 31.03.2019
Mittelgeber:
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Thematik

Die Abgaswerte von Autos werden bisher auf Rollenprüfständen ermittelt. Die dabei gemessenen Werte weichen zum Teil erheblich von denen im Realbetrieb auf der Straße ab. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden in den nächsten drei Jahren die Abgaswerte von Bio- und Sonderkraftstoffen im Realbetrieb getestet.

In Deutschland wird ab September 2017 ein neues Testverfahren zur Bestimmung der Abgaswerte von Autos für die Kfz-Hersteller Pflicht, das sog. Real Driving Emissions RDE. Dies ist ein Testzyklus, der mithilfe eines mobilen Testgeräts auf der Straße gefahren wird. Am Technologietransferzentrum Automotive der Hochschule Coburg TAC wendet man im Rahmen dieses Forschungsprojekts das neue Testverfahren insbesondere auf Sonder- und Biokraftstoffe an. In die Tests einbezogen werden Benzin- und Dieselfahrzeuge der Euro 6-Norm. Ziel ist es auch, auf Basis der erhaltenen Daten moderne Kraftstoffe zu entwickeln, die weniger Abgase emittieren. An dem Projekt wird auch ein Mitarbeiter im Rahmen seiner Doktorarbeit forschen.

Sensorik für Alterungszustand von Hydraulikölen während des Produktionsprozesses

Titel:
Entwicklung einer Sensorik zur Erfassung des Alterungszustandes von Hydraulikölen während des Produktionsprozesses
Kompetenzfeld:
Kraftstoffforschung, Sensorik
Projektzeitraum:
01.07.2016 - 30.06.2019
Mittelgeber:
Bayerische Forschungsstiftung

Thematik

Für deutsche Maschinenbauunternehmen wird die Überwachung ihrer Produkte auch nach der Inbetriebnahme immer wichtiger. So können sie ihren Kunden eine hohe Verfügbarkeit garantieren. Möglich machen dies eingebaute Sensoren. Beispielsweise können in China gewonnene Daten in Deutschland analysiert werden. Das Schlagwort für diese Entwicklung heißt „Industrie 4.0“.

Im Rahmen des Forschungsprojekts entwickelt das Technologietransferzentrum Automotive der Hochschule Coburg (TAC) erstmals gemeinsam mit der Industrie eine Sensorik, mit der sich der Hydraulikölzustand direkt im Anlagensystem erfassen lässt. Diese Entwicklung wird durch das Coburger Unternehmen Lasco Umformtechnik und den Spezialschmierstoffhersteller Bechem aus Hagen unterstützt. Zu Forschungszwecken stellt Lasco Umformtechnik dem TAC am Campus Friedrich Streib eine Hydraulikpresse zur Verfügung. Die Analytik und Weiterentwicklung des Hydrauliköls wird von dem Spezialschmierstoffhersteller Bechem unterstützt. In dem Projekt vereinen sich die Kompetenzen aus den Bereichen Maschinenbau, Analytik, Schmierstoffentwicklung und Sensortechnik. Ziel ist es, im Rahmen einer Doktorarbeit das kommunizierende Hydrauliköl 4.0 zu erforschen.