Öffentlich geförderte Projekte

Prävention des Kinderübergewichts

Titel:
Webbasierte Planungshilfe für Maßnahmen der Prävention des Kinderübergewichts (WEPI)
Kompetenzfeld:
Kommunale Gesundheitsförderung
Projektzeitraum:
01.01.2019 – 31.10.2021
Mittelgeber:
Bundesministerium für Gesundheit
 

Thematik

Übergewicht im Kindes- und Jugendalter stellt ein ernstzunehmendes, weit verbreitetes Gesundheitsrisiko dar. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts sind 15 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen in Deutschland davon betroffen. Präventionsprogramme sollen dem entgegen wirken. Allerdings zeigen aktuelle Untersuchungen, dass wissenschaftliche Evidenz häufig unzureichend umgesetzt wird oder die Maßnahmen die Zielgruppe nicht erreichen.

Das Forschungsprojekt "WEPI" will es zunächst Kommunen und Schulen erleichtern, wirksame Präventionsprogramme zu erstellen. Dafür soll eine nutzerorientierte, webbasierte Planungshilfe entwickelt werden, die wissenschaftliche Erkenntnisse systematisch umsetzt. Aufbauend auf diesen Erfahrungen sollen auch weitere Settings wie Kitas von diesem Angebot profitieren.

Bei der Entwicklung verfolgt Projektleiter Prof. Dr. Holger Hassel einen partizipativen Ansatz. Das bedeutet, dass die Inhalte und die Ausgestaltung der Planungshilfe gemeinsam durch Forscher*innen und Vertreter*innen aus Kommunen vornehmlich in Bayern und Schulen erarbeitet werden. Dadurch ist gewährleistet, dass die Planungshilfe praxistauglich ist und tatsächlich genutzt wird. Aufbauend auf einer Bestandsaufnahme bisheriger Planungshilfen und Schulungskonzepten sowie Interviews mit potentiellen Anwender*innen, wird eine mobile Applikation zur Entwicklung von Präventionsmaßnahmen des Kinderübergewichts erarbeitet.

Das Projekt trägt wesentlich dazu bei, die Wirksamkeit zukünftiger Präventionsmaßnahmen sowie die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Das Forschungsprojekt wird von der Hochschule Coburg in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Birgit Babitsch, Universität Osnabrück, umgesetzt.

Gesundheit messen

Titel:
Gesundheit messen – Methoden für die evidenzbasierte Gesundheitsförderung
Kompetenzfeld:
Mess- und Sensortechnik, Gesundheitsförderung und Organisationsentwicklung, Bioanalytik
Projektzeitraum:
01.01.2018 – 31.12.2021
Mittelgeber:
Bayerisches Staatministerium für Wissenschaft und Kunst
 

Thematik

"Gesundheit messen" ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Schwerpunkte "Sensorik und Analytik" und "Gesundheit analysieren und fördern". Eingebunden ist auch der Bereich Versicherungswirtschaft der Hochschule Coburg. Die entwickelten Programme und Technologien sollen mit Industriepartnern aus der Wirtschaft sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen getestet werden. Im Mittelpunkt der Forschung steht das Thema Dehydration.

Vor allem ältere Menschen trinken zu wenig. Trocknet der Körper aus, kann das zu enormen gesundheitlichen Schwierigkeiten bis hin zum Tod führen. Im Projekt „Gesundheit messen“ werden Konzepte entwickelt, die verhindern, dass ältere Menschen zu wenig trinken. Mithilfe von Sensoren wird die Wirksamkeit dieser Maßnahmen überprüft. Dies erfolgt im Rahmen von drei kooperativen Promotionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Schwerpunkt Bioanalytik

Leitung: Prof. Dr. Stefan Kalkhof und Prof. Dr. Janosch Hildebrand
Institut für Bioanalytik

Bestimmte Marker im Körper geben Auskunft über eine akute Dehydration. Im Projekt sollen neue biochemische und molekularbiologische Marker u.a. anhand von Blut- und Urinproben ermittelt und erforscht werden. Dadurch wird eine Stratifizierung von Bevölkerungsgruppen für die Gesundheitsförderung möglich. Geeignete Präventionsmaßnahmen sollen identifiziert und Interventionserfolge messbar gemacht werden.

Schwerpunkt Gesundheitsförderung

Leitung: Prof. Dr. Holger Hassel
Institut für angewandte Gesundheitswissenschaften

Gemeinsam mit den Zielgruppen und Praxispartnern im Bereich Soziales und Pflege sollen nachhaltige Strategien erprobt werden, wie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr erreicht und Dehydration vorgebeugt werden kann. Dabei steht die Bedarfsermittlung sowohl zum Selbst-Monitoring als auch zur Evaluation für Multiplikatoren im Fokus. Die Herausforderung ist, praxistaugliche und verlässliche Messinstrumente und -verfahren zu etablieren, die sowohl von den sehr heterogenen Adressaten selbst, als auch von Multiplikatoren im stationären Pflegebereich genutzt werden können.

Schwerpunkt Sensorik

Leitung: Prof. Dr. Klaus Stefan Drese
Institut für Sensor- und Aktortechnik

Wie geeignet sind nicht-invasive Sensoren bei der Überwachung des menschlichen Flüssigkeitshaushalts? Um dies herauszufinden, muss eine Multiparameter-Sensorik identifiziert werden, die den Hydrationszustand zuverlässig feststellt, aber auch ausreichend robust gegenüber Störgrößen ist und sich außerdem für den mobilen Einsatz eignet. Um den Dehydrationsgrad zuverlässig zu erfassen, sollen erstmals drei Messprinzipien miteinander kombiniert werden. Mithilfe der mikroakustische Sensorik werden die mechanische Eigenschaften der Haut erfasst; die elektrische Sensorik misst die dielektrischen Gewebeeigenschaften; Beide werden kombiniert mit einem optischen Verfahren zur Messung von spektralen Absorptionsbanden, die ebenfalls auf den Wassergehalt des Gewebes rückschließen lassen.

Qualität entwickeln mit und durch Bewegung (QueB 2)

Titel:
Qualität entwickeln mit und durch Bewegung (QueB 2)
Kompetenzfeld:
Gesundheitsförderung und Organisationsentwicklung
Projektzeitraum:
01.04.2018 – 31.03.2021
Mittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Thematik

Das Projekt QueB ging von 2015 bis 2018 der Frage nach, wie es gelingt, in Kitas nachhaltig Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil zu schaffen. Gemeinsam mit Kitas in der Region wurde ein prozessorientiertes Zertifizierungsverfahren entwickelt und erprobt. Auf den Ergebnissen und Erfahrungen der ersten Phase baut QueB 2 auf. Im Zentrum steht die Frage, wie die Nachhaltigkeit von QueB gesichert werden kann. In der Modellregion Coburg liegt der Fokus darauf, die erfolgreichen Bestandteile des Zertifizierungsverfahrens mithilfe eines Multiplikatoren- und eines Peer-to-Peer-Ansatzes weiteren Kindertagesstätten zugänglich zu machen und dadurch die Qualität der Bewegungsförderung in Kindertagesstätten in der gesamten Region nachhaltig zu steigern.

QueB 2 ist ein Teilprojekt des Forschungsverbunds Capital4Health II, der darauf abzielt, Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei unterschiedlichen Altersgruppen und Multiplikatoren zu entwickeln und zu erforschen.

Zecken-Mikrobiom bestimmen, Diagnostik von Krankheitserregern verbessern

Titel:
Charakterisierung des Mikrobiomes von humanrelevanten Zecken und Optimierung der Diagnostik von zeckenassoziierten Krankheitserregern
Kompetenzfeld:
Bioanalytik
Projektzeitraum:
01.01.2018 - 31.12.2020
Mittelgeber:
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
 

Thematik

Zecken sind bekannt als Überträger von Krankheiten wie Borreliose oder FSME. Die Vielfalt an Krankheitserregern in Zecken ist aber sicherlich viel größer. Wer mit einem Zeckenstich zum Arzt geht, ist auf eine schnelle und genaue Diagnose angewiesen. Die Gesamt-DNA und RNA wird aus den Zecken isoliert und die Zeckenart als auch die bakterielle, virale und eukaryotische (parasitäre) Diversität in der Zecke mittels molekularbiologischer Methoden bestimmt. Die Wissenschaftler*innen wollen ein Analyseverfahren entwickeln, um das Mikrobiom in Zecken zu charakterisieren und evtl. weitere Krankheitserreger, die bisher bei Zecken aus Deutschland noch nicht beschrieben worden sind, detektieren zu können. Wenn diese bisher nicht-zeckenassoziierten Krankheitserreger häufig in Zecken zu finden sind, wird eine zuverlässige und spezifische Diagnostik etabliert. Somit kann auch das Risiko durch die Zecke und einer potentiellen Erkrankung besser eingeschätzt werden.

Untersuchung der antimikrobiellen Wirkung von ätherischen Ölen gegen Schimmelpilze und Hefen

Titel:
Untersuchung synergistischer Effekte der antimikrobiellen Wirkung von Bestandteilen ätherischer Öle gegen Schimmelpilze und Hefen und deren Wirkmechanismen
Kompetenzfeld:
Bioanalytik
Projektzeitraum:
01.10.2017 - 30.09.2020
Mittelgeber:
Adalbert Raps Stiftung
 

Thematik

Wenn Nahrungsmittel verderben, verändert sich ihre Textur, ihr Geschmack, ihr Geruch oder ihre Farbe. Dafür sind Mikroorganismen, wie z.B. Bakterien, Schimmelpilze und Hefen, verantwortlich. Was nicht mehr für den menschlichen Verzehr oder zur Weiterverarbeitung geeignet ist, wird entsorgt. Das verursacht nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern auch eine unnötige Verschwendung von Ressourcen.

Lebensmitteltechnologen und Lebensmittelmikrobiologen versuchen deshalb den Verderb von Lebensmitteln zu verhindern - immer wichtiger werden dabei natürliche Konservierungsmittel oder Verfahren.

Als vielversprechend erscheinen Substanzen pflanzlicher Herkunft, z.B. die Inhaltsstoffe ätherischer Öle. Sie zeigen antimikrobielle Eigenschaften. Es bestehen jedoch noch Wissenslücken hinsichtlich der Wirkung gegen einige lebensmittelassoziierte Schimmelpilze und Hefen und Synergien bei Kombinationen der Substanzen. In diesem Projekt sollen die Wirkmechanismen der Bestandteile ätherischer Öle gegenüber ausgewählten Pilzen im Detail untersucht werden. Außerdem sollen effizientere Konservierungsmittel entwickelt werden, indem man die Bestandteile ätherischer Öle kombiniert, die eine hohe antimykotische Wirkung haben.

Gesund älter werden mit Wirkung (GeWinn)

Titel:
Gesund älter werden mit Wirkung (GeWinn) - Health Literacy für mehr Lebensqualität und soziale Integration
Kompetenzfeld:
Health Literacy
Projektzeitraum:
01.12.2015 – 30.04.2019
Mittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Download:
Flyer GeWinn
 

Thematik

Die Lebenserwartung der deutschen Frauen und Männer steigt. Knapp 22 Mio. Menschen in Deutschland sind derzeit älter als 60 Jahre. Ihre Lebensqualität wird entscheidend durch einen Faktor geprägt: die Gesundheit. Das Forschungsprojekt „Gesund älter werden mit Wirkung – GeWinn“ will Menschen ab 60 darin unterstützen, in kleinen Gruppen aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun und eventuelle chronische Erkrankungen zu meistern. Die Forscher*innen binden die Senior*innen von Anfang an direkt in das Programm mit ein und setzen auf moderne Medien wie Smartphone und Tablet-PCs.
Menschen, die sozial gut vernetzt sind, haben eine höhere Lebensqualität. Diese Tatsache ist seit längerem bekannt. Viele Ältere haben zudem ein starkes Interesse an den Informationen, die im Internet bereitgestellt werden. Ihnen fehlen jedoch häufig die Kompetenzen, um mit den neuen Medien umgehen zu können. Das Forschungsprojekt „Gesund älter werden mit Wirkung – GeWinn“ ist ein Stark-mach(en)-Programm für Menschen ab 60.
Die Arbeitsinhalte werden von den interessierten Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit den Forschern erarbeitet. Durch Schulungen werden besonders Engagierte qualifiziert, Gruppen selbst leiten zu können. Ein Jahr lang setzen sich die Gruppen dann intensiv mit ihrer Gesundheit und Lebensqualität auseinander. Sie steigern ihre Selbstmanagement-Kompetenzen, um mit chronischen Erkrankungen umgehen zu können und geben ihre Erfahrungen an andere weiter. Ziel ist es zudem in den Kommunen Entwicklungsprozesse anzustoßen, um möglichst viele ältere Menschen zu erreichen.
Das Projekt trägt wesentlich dazu bei, theoretische Konzepte der Gesundheitskompetenz in ein praxisrelevantes Förderprogramm für ältere Menschen umzusetzen. So entsteht für Kommunen und Bildungseinrichtungen ein Good-Practice-Leitfaden dazu, wie man älter werdende Menschen erreicht und sie stärkt, aktiv sowie gesundheitsbewusst zu leben. Das Forschungsprojekt GeWinn wird von den Hochschulen Coburg und Magdeburg-Stendal mit Unterstützung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg umgesetzt.

Abgeschlossene Projekte

Gesundheitskompetenzen von älteren pflegenden Angehörigen

Titel:| Förderung der Gesundheits­kompetenz und des generischen Selbstmanagements von älteren pflegenden Angehörigen (ESTELLA)
Kompetenzfeld:
| Health Literacy
Projektleiter:| Prof. Dr. Holger Hassel
Projektzeitraum:| 01.10.2017 – 28.02.2019
Mittelgeber:| Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Thematik

In Deutschland wird die Mehrheit der Pflegebedürftigen (ca. 70 Prozent) von ihren Angehörigen gepflegt. Viele dieser Angehörigen sind ebenfalls bereits älter und haben selbst häufig chronische Erkrankungen.

In dem Projekt ESTELLA erforscht das Institut für Gesundheitswissenschaften (IaG), wie die Gesundheitskompetenz von pflegenden Angehörigen ab 65 Jahre verbessert werden kann. Im Zentrum steht die Frage, welche Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und zur Stärkung der Gesundheitskompetenz der pflegenden Angehörigen am wirksamsten sind. Damit neue Programme ihre gewünschte Wirkung entfalten können, ist es wichtig, dass sie von den Betroffenen akzeptiert und angenommen werden.

Qualität entwickeln mit und durch Bewegung (QueB)

Titel:|Qualität entwickeln mit und durch Bewegung (QueB)
Kompetenzfeld:
|Gesundheitsförderung und Organisationsentwicklung
Projektleiter:|Prof. Dr. Holger Hassel
Projektzeitraum:|01.04.2015 - 31.03.2018
Mittelgeber:|Bundesministerium für Bildung und Forschung

Thematik

Es gibt in Deutschland – gefördert durch das BMBF – mehrere Forschungsverbünde zur Primärprävention und Gesundheitsförderung. Einer dieser Forschungsverbünde ist Capital4Health. Er zielt darauf ab, Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei unterschiedlichen Altersgruppen und Multiplikatoren zu entwickeln und zu erforschen. In erster Linie geht es dabei um interaktive Ansätze, die Menschen dazu bewegen, vom Wissen ins Handeln zu kommen.

Ein Teilprojekt von Capital4Health ist QueB - Qualität entwickeln mit und durch Bewegung. Im Zentrum steht hier die Frage, wie es gelingt, in Kitas nachhaltig Handlungsmöglichkeiten für einen gesunden Lebensstil zu schaffen. Zielgruppen sind sowohl die Kinder als auch die pädagogischen Fachkräfte. Die Organisation „Kindertagesstätte“ soll durch die pädagogischen Fachkräfte so weiterentwickelt werden, dass Bewegung zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Einrichtung wird. Der Organisationsprozess ist partizipativ gestaltet. Am Ende steht ein prozessorientiertes Zertifizierungsverfahren, das den beteiligten Kitas erlaubt, ihren auf Bewegung ausgerichteten pädagogischen Ansatz sichtbar zu machen.

Gesundheitsförderung in der Mensch - Roboter - Interaktion

Titel:| EU-Antrag-FH 2016: Gesundheitsförderung in der industriellen Mensch-Roboter-Interaktion durch affektsensitive Robotik
Kompetenzfeld:| Robotik
Projektleiter:| Prof. Dr. Kolja Kühnlenz
Projektzeitraum:| 01.09.2016 - 25.04.2017
Mittelgeber:| Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Thematik

Das geförderte Projekt dient der Anbahnung von Kooperationen und Vorarbeiten für ein größeres Forschungsprojekt, das sich mit der Interaktion des Menschen mit dem Roboter auseinandersetzt. Dabei geht es um die Schnittstellen von Gesundheitsförderung und Primärprävention sowie die Mess- und Sensortechnologie bzw. die Robotik. Das Forschungsprojekt wird sich damit befassen, wie es gelingt, interaktive technische Systeme so zu gestalten, dass sie die Menschen unterstützen und mit ihnen kooperieren. Im Mittelpunkt sollen Projekte stehen, die darauf abzielen, den Gesundheitszustand, die Lebensqualität, die Leistungsfähigkeit, Mobilität und Autonomie der Menschen zu fördern. Dabei sind auch die Gestaltung des Arbeitsumfeldes sowie Technologien zur Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens bis ins hohe Alter wesentliche Faktoren.

Selektion spezifischer Peptide gegen Listeria monocytogenes

Titel:| Selektion spezifischer Peptide gegen Oberflächenproteine von Listeria monocytogenes
Kompetenzfeld:
| Protein-Protein-Interaktionen, Biochemie
Projektleiter:| Prof. Dr. Susanne Aileen Funke
Projektzeitraum:| 01.02.2017 - 31.01.2018
Mittelgeber:| Adalbert-Raps-Stiftung

Thematik

Bei der Herstellung von Lebensmitteln müssen hohe Hygienestandards eingehalten werden, um deren Unversehrtheit bis zum Verzehr gewährleisten zu können. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Lebensmittel bis zum Verzehr sicher sind. Besonders bedeutsam ist das bei verzehrfertigen, sog. ready to eat oder RTE-Lebensmittel wie Käse, Wurst, Räucherfisch, Salate und Pesto. Denn hier wird eine etwaige Keimbelastung nicht durch Kochen/Garen thermisch beseitigt. In dem Forschungsprojekt geht es um die Entwicklung von neuartigen antimikrobiellen Substanzen, die spezifisch Listerien adressieren sollen.

Verkapseltes Nisin bei der Weichkäseherstellung

Titel:|Entwicklung eines Verfahrens zur Beimischung von verkapseltem Nisin bei der Weichkäseherstellung
Kompetenzfeld:| Lebensmittelbiotechnologie, Umweltmikrobiologie, Bioanalytik
Projektleiter:| Prof. Dr. Matthias Noll
Projektzeitraum:| 01.10.2014 - 30.09.2016
Mittelgeber:| Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Thematik

Molkereierzeugnisse zählen zu den wichtigsten Lebensmitteln. Nach den USA ist Deutschland der größte Produzent und Verbraucher von Käse. In der Vergangenheit traten nach dem Genuss von mit Listerien kontaminiertem Käse wiederholt schwerwiegende Krankheiten und Todesfälle auf. Selbst das Pasteurisieren der Milch gibt keinen umfänglichen Schutz. Ein wirksames Präparat gegen Listerien ist der erlaubte Lebensmittelzusatzstoff Nisin. Seine Zugabe eliminiert den Erreger bisher jedoch nur bedingt, denn der Zusatzstoff wird rasch abgebaut.

In dem Forschungsprojekt geht es darum, Verfahren zum Einsatz von mikroverkapseltem Nisin in der Weichkäseproduktion zu entwickeln. Dabei soll es gelingen, über die Größe und die Beschichtung der Partikel, in die das Nisin eingebettet wird, seinen Abbau zu verlangsamen und das Nisin während des gesamten Herstellungsprozesses bioverfügbar zu haben.

Aktive Musiktherapie bei depressiven Störungen

Titel:| Psychoneuroimmunologische Behandlungseffekte der aktiven Musiktherapie bei depressiven Störungen
Kompetenzfeld:
| Gesundheitsförderung und Gesundheitspsychologie
Projektleiter:| Prof. Dr. Niko Kohls
Projektzeitraum:| 01.11.2016 - 31.10.2017
Mittelgeber:| Stiftung Immunität und Seele

Thematik

Die bisherigen Forschungen zur Psychoneuroimmunologie der Musiktherapie beschränkten sich größtenteils auf den rezeptiven Bereich. Die Psychoneuroimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit den Wechselwirkungen der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigen. In den klinischen Studien der vergangenen Jahre konnte der positive Effekt des Musikhörens auf den Hormonspiegel, das Immunsystem, das Erleben von Stress, Schmerz und Angst sowie den Einsatz von Propofol nachgewiesen werden (vgl. u.a. Yamasaki A. et al., 2012; Koelsch S. et  al., 2011, Schäppi L. et al., 2012, Mikutta C. et al., 2012, Altorfer A. et al., 2012). Der aktive Bereich der Musiktherapie wurde bisher jedoch kaum untersucht.

In diesem Forschungsprojekt wird analysiert, ob sich auch in der achtsamkeitsbasierten freien Improvisation bei Patienten mit depressivem Syndrom psychoneuroimmunologische Effekte messen lassen.

Achtsamkeitsbasierte Therapieverfahren wurden bereits erfolgreich in der Behandlung von Depressionen eingesetzt. In dieser Studie sollen nun achtsamkeitsbasierte Elemente mit den Elementen der aktiven Musiktherapie verbunden werden. Die Patientinnen und Patienten mit einer sog. Major Depression erhalten entweder eine zweiwöchige Musiktherapie (Interventionsgruppe) oder eine zweiwöchige Ruheindikation (Kontrollgruppe). Hauptzielgröße ist dabei die Veränderung des Stresslevels, gemessen anhand des Perceived Stress Questionnaire (PSQ).

Das Projekt "Immunität" ist eine Kooperation des Fachbereichs Integrative Gesundheitsförderung der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Coburg mit dem Institut für Laboratoriumsmedizin des Klinikums der Universität München und der Danuvius Klinik Pfaffenhofen.

Gesundheitsförderung in der Allgemeinarztpraxis

Titel:|Gesundheitsförderung in der Allgemeinarztpraxis – Hindernisse und Chancen
Kompetenzfeld:
| Gesundheitsförderung und Gesundheitspsychologie
Projektleiter:| Prof. Dr. Niko Kohls
Projektzeitraum:| 15.09.2015 - 14.09.2017
Mittelgeber:| Friedrich-Baur-Stiftung

Thematik

Die Entwicklung und der Verlauf chronischer Erkrankungen wie koronarer Herzerkrankungen, kardiovaskulärer Erkrankungen sowie des Apoplexes werden wesentlich von der Lebensweise der Patienten bestimmt. Eine zentrale Herausforderung in der Gesundheitsförderung ist es daher, die Menschen zu motivieren und sie dabei zu begleiten ihr ungünstiges Gesundheitsverhalten zu ändern. Die Allgemeinarztpraxis ist der ideale Ort für eine Gesundheitsförderung, denn im Jahr 2011 konsultierten von je 1.000 Versicherten durchschnittlich 643 Versicherte mindestens einmal im Jahr einen Allgemeinmediziner.

Bisherige Forschungen im Bereich der Gesundheitsförderung und ihrer Einflussfaktoren in der Allgemeinmedizin wurde überwiegend im anglo-amerikanischen Sprachraum durchgeführt. In Deutschland besteht hier in der Forschung ein deutlicher Nachholbedarf. Insbesondere hinsichtlich eines Stadt-Land-Vergleiches der Gesundheitsförderung existieren wenige Daten. So ist zu erwarten, dass beispielsweise die Barrieren für eine Gesundheitsförderung in der Praxis auf dem Land andere sind als in städtischen Allgemeinarzt-Praxen.

Das Projekt "Gesundheitsförderung in der Allgemeinarztpraxis" ist eine Kooperation des Fachbereichs Integrative Gesundheitsförderung der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Coburg und dem Institut für Allgemeinmedizin des Klinikums der LMU München. Das Zwischenziel des Projekts besteht darin - basierend auf der bisherigen Datenlage - die Barrieren und fördernden Faktoren des Gesundheitsverhaltens in der Allgemeinarztpraxis zu ermitteln und mit Hilfe von Patientenbefragungen den Gesundheitszustand von Patientinnen und Patienten, die therapeutische Betreuung in Allgemeinarztpraxen sowie die Durchführung bzw. Empfehlung von gesundheitsförderlichen präventiven Maßnahmen in Allgemeinarztpraxen zu erheben. Geplant sind je zwei Erhebungswellen im ländlich geprägten Gebiet Oberfranken und der Stadt München. Auf Basis dieser Daten soll ein Programm zur Implementierung von Gesundheitsförderung in die Allgemeinarztpraxis entwickelt werden.

Prävention von Kinderübergewicht (SKAP)

Titel:| Systematisierung konzeptioneller Ansätze zur Prävention von Kinderübergewicht (SKAP)
Kompetenzfeld:
| Gesundheitsförderung und Organisationsentwicklung
Projektleiter:| Prof. Dr. Holger Hassel
Projektzeitraum:| 15.07.2015 - 31.12.2016
Mittelgeber:| Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit

Thematik

Ziel des Forschungsprojekts ist es, eine Übersicht darüber zu erstellen, welche Ansätze zur Prävention von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen (0 bis 18 Jahre) es derzeit gibt. Es geht darum, Lücken, Bedarf und Handlungsnotwendigkeiten zu identifizieren. Die Ergebnisse werden entlang der Präventionskette für verschiedene Settings zusammengestellt. Das Gesamtvorhaben wird von einer Expertengruppe in drei Phasen realisiert. Als Teilvorhaben bearbeiten Prof. Dr. Holger Hassel von der Hochschule Coburg und Dipl.-Soz. Waldemar Süß vom Institut für Medizinische Soziologie (IMS) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) die Lebenswelt „Kommune“ (Stadtteil, Quartier). Grundlage ist ein mit der Gesamtgruppe abgestimmtes einheitliches Vorgehen.

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