Gesundheitsförderung

Öffentlich geförderte Projekte

Qualität entwickeln mit und durch Bewegung (QueB)

Titel:
Qualität entwickeln mit und durch Bewegung (QueB)
Kompetenzfeld:
Gesundheitsförderung und Organisationsentwicklung
Projektzeitraum:
01.04.2015 - 31.03.2018
Mittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Thematik

Es gibt in Deutschland – gefördert durch das BMBF – mehrere Forschungsverbünde zur Primärprävention und Gesundheitsförderung. Einer dieser Forschungsverbünde ist Capital4Health. Er zielt darauf ab, Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile bei unterschiedlichen Altersgruppen und Multiplikatoren zu entwickeln und zu erforschen. In erster Linie geht es dabei um interaktive Ansätze, die Menschen dazu bewegen, vom Wissen ins Handeln zu kommen.

Ein Teilprojekt von Capital4Health ist QueB - Qualität entwickeln mit und durch Bewegung. Im Zentrum steht hier die Frage, wie es gelingt, in Kitas nachhaltig Handlungsmöglichkeiten für einen gesunden Lebensstil zu schaffen. Zielgruppen sind sowohl die Kinder als auch die pädagogischen Fachkräfte. Die Organisation „Kindertagesstätte“ soll durch die pädagogischen Fachkräfte so weiterentwickelt werden, dass Bewegung zu einem selbstverständlichen Bestandteil der Einrichtung wird. Der Organisationsprozess ist partizipativ gestaltet. Am Ende steht ein prozessorientiertes Zertifizierungsverfahren, das den beteiligten Kitas erlaubt, ihren auf Bewegung ausgerichteten pädagogischen Ansatz sichtbar zu machen.

Gesund älter werden mit Wirkung (GeWinn)

Titel:
Gesund älter werden mit Wirkung (GeWinn) - Health Literacy für mehr Lebensqualität und soziale Integration
Kompetenzfeld:
Gesundheitsförderung und Organisationsentwicklung
Projektzeitraum:
01.12.2015 – 30.11.2018
Mittelgeber:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Download:

Thematik

Die Lebenserwartung der deutschen Frauen und Männer steigt. Knapp 22 Mio. Menschen in Deutschland sind derzeit älter als 60 Jahre. Ihre Lebensqualität wird entscheidend durch einen Faktor geprägt: die Gesundheit. Das Forschungsprojekt „Gesund älter werden mit Wirkung – GeWinn“ will Menschen ab 60 darin unterstützen, in kleinen Gruppen aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun und eventuelle chronische Erkrankungen zu meistern. Die Forscher*innen binden die Senior*innen von Anfang an direkt in das Programm mit ein und setzen auf moderne Medien wie Smartphone und Tablet-PCs.
Menschen, die sozial gut vernetzt sind, haben eine höhere Lebensqualität. Diese Tatsache ist seit längerem bekannt. Viele Ältere haben zudem ein starkes Interesse an den Informationen, die im Internet bereitgestellt werden. Ihnen fehlen jedoch häufig die Kompetenzen, um mit den neuen Medien umgehen zu können. Das Forschungsprojekt „Gesund älter werden mit Wirkung – GeWinn“ ist ein Stark-mach(en)-Programm für Menschen ab 60.
Die Arbeitsinhalte werden von den interessierten Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit den Forschern erarbeitet. Durch Schulungen werden besonders Engagierte qualifiziert, Gruppen selbst leiten zu können. Ein Jahr lang setzen sich die Gruppen dann intensiv mit ihrer Gesundheit und Lebensqualität auseinander. Sie steigern ihre Selbstmanagement-Kompetenzen, um mit chronischen Erkrankungen umgehen zu können und geben ihre Erfahrungen an andere weiter. Ziel ist es zudem in den Kommunen Entwicklungsprozesse anzustoßen, um möglichst viele ältere Menschen zu erreichen.
Das Projekt trägt wesentlich dazu bei, theoretische Konzepte der Gesundheitskompetenz in ein praxisrelevantes Förderprogramm für ältere Menschen umzusetzen. So entsteht für Kommunen und Bildungseinrichtungen ein Good-Practice-Leitfaden dazu, wie man älter werdende Menschen erreicht und sie stärkt, aktiv sowie gesundheitsbewusst zu leben. Das Forschungsprojekt GeWinn wird von den Hochschulen Coburg und Magdeburg-Stendal mit Unterstützung der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg umgesetzt.

Gesundheitsförderung in der Allgemeinarztpraxis

Titel:
Gesundheitsförderung in der Allgemeinarztpraxis – Hindernisse und Chancen
Kompetenzfeld:
Gesundheitsförderung und Gesundheitspsychologie
Projektleiter:
Projektzeitraum:
15.09.2015 - 14.09.2017
Mittelgeber:
Friedrich-Baur-Stiftung

Thematik

Die Entwicklung und der Verlauf chronischer Erkrankungen wie koronarer Herzerkrankungen, kardiovaskulärer Erkrankungen sowie des Apoplexes werden wesentlich von der Lebensweise der Patienten bestimmt. Eine zentrale Herausforderung in der Gesundheitsförderung ist es daher, die Menschen zu motivieren und sie dabei zu begleiten ihr ungünstiges Gesundheitsverhalten zu ändern. Die Allgemeinarztpraxis ist der ideale Ort für eine Gesundheitsförderung, denn im Jahr 2011 konsultierten von je 1.000 Versicherten durchschnittlich 643 Versicherte mindestens einmal im Jahr einen Allgemeinmediziner.

Bisherige Forschungen im Bereich der Gesundheitsförderung und ihrer Einflussfaktoren in der Allgemeinmedizin wurde überwiegend im anglo-amerikanischen Sprachraum durchgeführt. In Deutschland besteht hier in der Forschung ein deutlicher Nachholbedarf. Insbesondere hinsichtlich eines Stadt-Land-Vergleiches der Gesundheitsförderung existieren wenige Daten. So ist zu erwarten, dass beispielsweise die Barrieren für eine Gesundheitsförderung in der Praxis auf dem Land andere sind als in städtischen Allgemeinarzt-Praxen.

Das Projekt "Gesundheitsförderung in der Allgemeinarztpraxis" ist eine Kooperation des Fachbereichs Integrative Gesundheitsförderung der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Coburg und dem Institut für Allgemeinmedizin des Klinikums der LMU München. Das Zwischenziel des Projekts besteht darin - basierend auf der bisherigen Datenlage - die Barrieren und fördernden Faktoren des Gesundheitsverhaltens in der Allgemeinarztpraxis zu ermitteln und mit Hilfe von Patientenbefragungen den Gesundheitszustand von Patientinnen und Patienten, die therapeutische Betreuung in Allgemeinarztpraxen sowie die Durchführung bzw. Empfehlung von gesundheitsförderlichen präventiven Maßnahmen in Allgemeinarztpraxen zu erheben. Geplant sind je zwei Erhebungswellen im ländlich geprägten Gebiet Oberfranken und der Stadt München. Auf Basis dieser Daten soll ein Programm zur Implementierung von Gesundheitsförderung in die Allgemeinarztpraxis entwickelt werden.

Wirkung von aktiver Musiktherapie auf depressive Störungen

Titel:
Psychoneuroimmunologische Behandlungseffekte der aktiven Musiktherapie bei depressiven Störungen
Kompetenzfeld:
Gesundheitsförderung und Gesundheitspsychologie
Projektleiter:
Projektzeitraum:
01.11.2016 - 31.10.2017

Thematik

Die bisherigen Forschungen zur Psychoneuroimmunologie der Musiktherapie beschränkten sich größtenteils auf den rezeptiven Bereich. Die Psychoneuroimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit den Wechselwirkungen der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigen. In den klinischen Studien der vergangenen Jahre konnte der positive Effekt des Musikhörens auf den Hormonspiegel, das Immunsystem, das Erleben von Stress, Schmerz und Angst sowie den Einsatz von Propofol nachgewiesen werden (vgl. u.a. Yamasaki A. et al., 2012; Koelsch S. et  al., 2011, Schäppi L. et al., 2012, Mikutta C. et al., 2012, Altorfer A. et al., 2012). Der aktive Bereich der Musiktherapie wurde bisher jedoch kaum untersucht.

In diesem Forschungsprojekt wird analysiert, ob sich auch in der achtsamkeitsbasierten freien Improvisation bei Patienten mit depressivem Syndrom psychoneuroimmunologische Effekte messen lassen.

Achtsamkeitsbasierte Therapieverfahren wurden bereits erfolgreich in der Behandlung von Depressionen eingesetzt. In dieser Studie sollen nun achtsamkeitsbasierte Elemente mit den Elementen der aktiven Musiktherapie verbunden werden. Die Patientinnen und Patienten mit einer sog. Major Depression erhalten entweder eine zweiwöchige Musiktherapie (Interventionsgruppe) oder eine zweiwöchige Ruheindikation (Kontrollgruppe). Hauptzielgröße ist dabei die Veränderung des Stresslevels, gemessen anhand des Perceived Stress Questionnaire (PSQ).

Das Projekt "Immunität" ist eine Kooperation des Fachbereichs Integrative Gesundheitsförderung der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit an der Hochschule Coburg mit dem Institut für Laboratoriumsmedizin des Klinikums der Universität München und der Danuvius Klinik Pfaffenhofen.