Fraunhofer-Anwendungszentrum für Drahtlose Sensorik

Profil

Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen

Am Fraunhofer-Anwendungszentrum Drahtlose Sensorik wird an kundenspezifischen Sensornetzlösungen für die Bereiche Produktion, Bauwesen, Gesundheit und Landwirtschaft gearbeitet. Die Kooperation zwischen dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und der Hochschule Coburg erlaubt dabei eine intensive Unterstützung der Wirtschaft durch Beratung, Durchführung von F&E-Projekten, Lizenzierung von Schutzrechten und Technologiekomponenten sowie dem Bau von produktnahen Prototypen.

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Aufgabengebiete

Ziel des Fraunhofer-Anwendungszentrums Drahtlose Sensorik ist es, die Technologien der drahtlosen Sensoren und Sensornetze zusammen mit unseren Kunden für verschiedene Anwendungsfelder verfügbar zu machen und individuelle Anwendungen zu realisieren.

Mögliche Einsatzgebiete:

  • Maschinen- und Bauwerksüberwachung

    Mit Hilfe von Sensornetzen können Maschinen, Anlagen, Prozessketten, Leitungssysteme, aber auch Hallen, Brücken etc. auf ihre Funktionsfähigkeit überwacht werden. Dadurch kann deren kontinuierliche Leistungsfähigkeit sichergestellt werden und mögliche Ausfälle sehr frühzeitig erkannt bzw. zuverlässig prognostiziert werden. Zudem können im Sinne des »Industrie 4.0«-Gedankens technische Systeme zur Identifikation und Autokonfiguration von Produktionsmitteln entwickelt werden, welche die generellen und aktuellen Eigenschaften dezentral ermitteln und drahtlos zur weiteren Verarbeitung in der Prozesskette zur Verfügung stellen können.
  • Flächenüberwachung

    Drahtlose Sensornetze können dazu eingesetzt werden, Flächen hinsichtlich herrschender Umweltbedingungen (Temperaturprofile, Bodenfeuchte, Schädlingsbefall) oder auf sicherheitsrelevante Vorfälle (Zugangskontrolle) zu überwachen. Dadurch sind auch Mehrwertdienste wie nutzerbezogene Auswertungen von Dienstangeboten oder Verknüpfung mit Steuerungssystemen möglich. Beispielsweise kann so in der Landwirtschaft eine parzellenweise Bestellung eines Feldes unter Berücksichtigung der mikroklimatischen Verhältnisse ermöglicht werden.
  • Ambulante Rehabilitation

    Sensoren können Patienten beim selbstständigen Durchführen von Rehabilitationsübungen unterstützen und die Bewegungsabläufe überwachen. Darüber hinaus können auch Vitalfunktionen kontrolliert werden, um frühzeitig mögliche Rückschläge in der Rekonvaleszenz identifizieren zu können. Das Anwendungszentrum arbeitet daran, beides in Textilien zu integrieren, um eine hohe Gebrauchstauglichkeit im Alltag und somit eine Ausweitung der ambulanten Rehabilitation zu erreichen, vor allem bei Erkrankungen des Gelenk- und Muskelapparats.

Als Plattform für drahtlose Sensornetze kommt dabei zum einen die vom Fraunhofer IIS patentierte s-net®-Technologie zum Einsatz, zum anderen bestehen Kompetenzen bei Lösungen, die Funkstandards wie IEEE 802.15.4 und ZigBee verwenden und auf freien bzw. quelloffenen Systemen wie TinyOS oder Contiki aufsetzen. Natürlich sind kundenspezifische Varianten ebenfalls möglich.