Mikrobiologie

Labor für Mikrobiologie

  • Laborleiter: Prof. Dr. Matthias Noll
  • Labormitarbeiter*innen: Antje Vondran, Katharina Trunzer, Florian Westhäuser, Christian Büttner, Julia Kenzel

Lehre und Forschung

  • mikrobiologische und molekularbiologische Methoden, einschließlich aseptischer und steriler Arbeitstechniken
  • grundlegende Arbeiten mit Mikroorganismen in Fest- und Flüssigkultur
  • quantitative und qualitative Analyse zu Lebensgemeinschaften verschiedener Habitate (Luft, Wasser, Boden, Lebensmittel und Kosmetik)
  • Transformations- und Expressionsansätze
  • Erstellung von Antibiogrammen
  • Isolierung, Differenzierung und Charakterisierung von Mikroorganismen

Ausstattung

  • Sterilwerkbank Sicherheitsklasse II
  • Autoklav Sicherheitsklasse II
  • Kühlzentrifuge
  • Durchlicht- und Inversmikroskopie
  • Inkubatoren
  • Schüttelinkubatoren
  • ScanDrop-Photometer
  • Ultratiefkühler
  • Kryokonservierung
  • Molekularbiologische Ausstattung (PCR, Elektophorese, FastPrep)
  • Experion Nukleinsäureelektrophorese

Einsatzgebiete

Lehr- und Forschungsaufgaben in den Themenfeldern der:

  • Mikrobiologie
  • Toxikologie
  • Mutagenitätsstudien
  • sowie der Baubiologie

Kombination mit den bioanalytischen Möglichkeiten des Labors für Biochemie und der apparativen Analytik (z.B. GC, HPLC, UPLC, FTIR, AAS, IC, GPC, MS-Orbitrap) sowie klassischen chemisch-analytischen Methoden.

Forschungsprojekte

Langzeitexposion von Bakterien mit Mikrobiziden in subletalen Konzentrationen

Titel:
Langzeitexposion von Bakterien mit Mikrobiziden in subletalen Konzentrationen: Untersuchung lebender, aber nicht kultivierbarer Bakterien
Kompetenzfeld:
Lebensmittelbiotechnologie, Umweltmikrobiologie, Bioanalytik
Projektzeitraum:
01.09.2016 - 31.08.2018
Mittelgeber:
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Thematik

Viele Bakterien - darunter auch wichtige Krankheitserreger - gehen unter Umweltstress-Bedingungen in einen physiologischen Zustand über, in dem die Zellen zwar lebensfähig, aber unter Standard-Laborbedingungen nicht kultivierbar sind (sog. ‘viable but nonculturable’, VBNC-Zustand). Die Zellen können im VBNC-Zustand ihre Infektiosität erhalten oder nach einer „Wiederbelebung“ zurückgewinnen.

Der Übergang in den VBNC-Zustand wird durch verschiedene chemische und physikalische Faktoren induziert. Beispielsweise durch chemische Substanzen, die als Mikrobizide eingesetzt werden. Der VBNC-Zustand stellt unter Umständen für Bakterien eine Überlebensstrategie dar, um sich der Wirkung von Mikrobiziden zeitweilig zu entziehen. Trotz des breiten Einsatzes von antimikrobieller Substanzen besteht daher die Gefahr, dass die Subpopulationen zu wiederkehrenden Infektionen im klinischen Umfeld und persistierenden Kontaminationen in der Lebensmittelproduktion beitragen. Da Bakterienzellen im VBNC-Zustand sich nicht durch kulturbasierte Verfahren erfassen lassen, entziehen sie sich den traditionellen Nachweissystemen.

Um die Infektionsgefahr nachhaltig zu mindern, den Antibiotikaverbrauch zu verringern und die Ausbreitung von Resistenzen einzudämmen, sind risikobasierte Hygienemaßnahmen erforderlich. Sie müssen an den kritischen Kontrollpunkten ansetzen. So wird erreicht, dass die Transmissionsketten unterbrochen werden. Ziel des Forschungsprojektes ist es, detaillierte Kenntnisse über Infektionsquellen und Übertragungswege, die relevanten Erreger und ihre Eigenschaften sowie die Wechselwirkungen zwischen Bakterien und Mikrobiziden zu erhalten.

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