Referat Gesunde Hochschule

Gesunde Hochschule

Das Referat Gesunde Hochschule richtet sich mit seinen Angeboten sowohl an Studierende als auch an DozentInnen und MitarbeiterInnen. Ziel ist es, ihre Gesundheitsressourcen zu stärken und die Gesundheitsbelastungen abzubauen. Im Fokus stehen sowohl die individuelle Gesundheit als auch gesunde Studien- und Arbeitsbedingungen.

Gesund studieren

Hohe fachliche Anforderungen, ein großer Zeitaufwand sowie gesteigerter Leistungs- und Erfolgsdruck kennzeichnen heute das Leben eines Studierenden. Die Ergebnisse des Gesundheitssurvey für Studierende in Nordrhein-Westfalen zeigten bereits 2007, dass viele Studierende überwiegend im psychosozialen Bereich gesundheitliche Beschwerden und Einschränkungen haben. Bei mehr als einem Drittel traten Konzentrationsstörungen und Nervosität auf, jeder Vierte klagte über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen.
Aufgrund dieser Entwicklungen initiierte die Hochschule Coburg das Projekt „Gesunde Hochschule“, das schließlich mit dem Referat Gesunde Hochschule in die Hochschulstruktur verankert wurde.

Gesund arbeiten

Die Hochschule ist Arbeitgeber für wissenschaftliches und nichtwissenschaftliches Personal. Die Hochschulbeschäftigten sind daher die zweite wichtige Zielgruppe des Referates Gesunde Hochschule. Im Blickpunkt steht hier derzeit die Personalentwicklung. Aktuelle Themen sind die Einführung eines Mitarbeitergesprächssystems, die Initiierung eines Mentoringprogramms für neue Beschäftigte sowie Schulungsmaßnahmen rund um das Thema Führung.

Vom Projekt zum Referat

Aufgrund der Ergebnisse einer Online-Umfrage zum Gesundheitsverhalten von Studierenden und Beschäftigten im Jahr 2007 entschied sich die Hochschule Coburg, das Thema Gesundheitsförderung bzw. Gesundheitsmanagement für alle Hochschulangehörigen aufzugreifen: Das Projekt „Gesunde Hochschule“ wurde ins Leben gerufen.

Ausgangspunkt war ein Workshop mit Studierenden und MitarbeiterInnen. Hier wurde als Ziel definiert, ein betriebliches Gesundheitsmanagement in die Hochschulstrukturen zu integrieren. Die individuelle Gesundheit und das subjektive Wohlbefinden der Hochschulangehörigen sollten gestärkt werden. Man wollte eine positive Atmosphäre für ein menschliches Miteinander schaffen und gesundheitsförderliche Strukturen und Abläufe in den Hochschulalltag integrieren. Die MitarbeiterInnen des Projekts „Gesunde Hochschule“ sollten als neutrales Organ wahrgenommen werden, an das sich Studierende und Mitarbeiter mit ihren Wünschen und Anregungen wenden können. Zudem entstand eine Steuerungsgruppe, die bis heute besteht und sich aus Vertretern verschiedener Organe des Hochschullebens zusammensetzt.

Eine weitere wichtige Rolle im Prozess „Gesunde Hochschule“ spielte und spielt der Studiengang „Integrative Gesundheitsförderung“ in der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der Hochschule Coburg. Die ProfessorInnen und MitarbeiterInnen bringen ein großes Maß an Wissenschaftlichkeit und Fachlichkeit in die Projektarbeit. Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse machte man sich auf den Weg als "Gesundheitsfördernde Hochschule" zertifiziert zu werden. Im Mai 2012 wurde die Hochschule Coburg als erste bayerische Hochschule zertifiziert.

Forschung

Das Referat Gesunde Hochschule befasst sich auch wissenschaftlich mit der Gesundheit der Studierenden. Die Hochschule Coburg hat in Kooperation mit der FU Berlin und der Techniker Krankenkasse einen University Health Report erstellt. Die Studierenden der Hochschule wurden dafür u.a. zu ihren Studienbedingungen, ihrer Gesundheit und ihrem Risikoverhalten befragt.

Den gesamten Bericht gibt es hier zum Download: University Health Report

Auch auf der Homepage der FU Berlin finden sich interessante Informationen zum Projekt.

Handlungsfelder und Projekte

  • Angebote im Hochschulsport
  • Entspannungskurse für Studierende und MitarbeiterInnen
  • Ergonomische Beratung am Arbeitsplatz
  • Psychologische Beratung für Studierende
  • Aquaria-Nacht für Studierende
  • Gesundheitstage und Umwelttage an der Hochschule
  • Bewegte Mittagspause
  • Seminare, z.B. zu Mentale Prüfungsvorbereitung, Lern- und Arbeitsstrategien sowie Prüfungsangst
  • Kochkurse und Vorträge zur Ernährung