Auslandssemester an der Adria

Freitag. 06. Juli 2018 (Anke Hempfling)
Annalena Kraus und Ann-Christin Potthoff mit einer Freundin (v.r.n.l.) in Kroatien.
Annalena Kraus und Ann-Christin Potthoff mit einer Freundin (v.r.n.l.) in Kroatien.

Die Bioanalytik-Studentinnen Ann-Christin Potthoff und Annalena Kraus haben vier Monate in Split, Kroatien verbracht. Jetzt sind sie zurück in Coburg und erzählen, was sie in den vergangenen vier Monaten erlebt haben.

Sie haben kein typisches Auslandssemester absolviert, sondern an der Universität Split gearbeitet. Was genau haben Sie gemacht?

Ann-Christin Potthoff: Wir haben an einem Projekt gearbeitet. Unsere Aufgabe war es, neue Komponenten für Desinfektionsmittel zu synthetisieren, gegen die Bakterien nicht resistent werden können. Die Arbeit im Labor war sehr vielfältig und wir konnten viele neue Methoden kennenlernen. Vor allem durften wir selbständig arbeiten. Unsere Vorkenntnisse aus den Vorlesungen in Coburg in Sachen Elektrophorese, Mikrobiologie und Spektrometrie haben uns dabei sehr geholfen.

Was haben Sie in Ihrer Freizeit unternommen? Welche Eindrücke haben Sie gesammelt?

Annalena Kraus: Split hat eine sehr schöne historische Altstadt. Der Diokletian-Palast zählt sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe. In den zahlreichen kleinen Gassen gibt es viele Bars. Dort treffen sich die Einheimischen, um ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: dem Kaffeetrinken. Jeden Tag gibt es im Stadtzentrum einen Fisch- und Gemüsemarkt, auf denen man regionale Produkte kaufen kann.

Ann-Christin Potthoff: An den Wochenenden hatten wir Gelegenheit, das Land zu erkunden. Wir waren zum Beispiel in der kroatischen Hauptstadt, Zagreb. Außerdem in den Nationalparks Krka und Plitvicer Seen und in Dubrovnik. Auch Ausflüge nach Bosnien & Herzegowina und Montenegro waren möglich. Aber Achtung! Die Straßen in Bosnien, sind nicht unbedingt das, was wir in Deutschland gewohnt sind!

Coburg und Split trennen mehr als 1.000 Kilometer. Hatten Sie auch einmal Heimweh?

Annalena Kraus: Natürlich hatten wir Heimweh. Vor allem meine erste Woche hier, als ich noch alleine war. Da habe ich mir gleich einen kurzen Heimaturlaub über die Osterfeiertage gebucht.

Ann-Christin Potthoff: Ich hatte auch teilweise Heimweh, bin es aber vom Studium schon gewohnt, nicht so oft zu Hause zu sein, da ich aus Nordrhein-Westfalen komme.

Würden Sie anderen Studierenden einen Aufenthalt im Ausland empfehlen? Speziell auch in Split?

Annalena Kraus: Absolut! Man lernt großartige Menschen kennen und entwickelt sich sowohl fachlich als auch persönlich weiter. Es ist einfach eine Erfahrung fürs Leben, die man nicht mehr vergisst! Split eignet sich auch hervorragend dafür. Es gibt hier eine Studentenorganisation: das Exchange Student Network. Sie organisieren Ausflüge und Events für Erasmus-Studierende. So konnten wir sowohl Kroaten als auch andere ausländische Studierende kennenlernen. Das hat uns das Einleben hier definitiv erleichtert. Wir haben die Stadt wirklich lieben gelernt und waren definitiv nicht zum letzten Mal in Split!

Summer School in Split

Studierende des Masterstudiengangs Bioanalytik sowie des 6. Semesters im Bachelor Bioanalytik können im September wieder eine Summer School in Split besuchen. Sie belegen gemeinsame Kurse mit Studierenden und Dozierenden aus Kroatien. Weitere Informationen unter: http://www.unist.hr/split-summer-school/2018/courses

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