Azubis bauen Überschall-Windkanal für Hochschule

Donnerstag. 02. August 2018 (Dr. Margareta Bögelein)
Übergabe des Überschall-Windkanals
Der neue Überschall-Windkanal ist eine Gemeinschaftsleistung der Ausbildungswerkstatt von Waldrich Coburg und der Hochschule Coburg.

Sechs Auszubildende der Waldrich Coburg GmbH haben für die Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik der Hochschule Coburg einen Überschall-Windkanal gebaut. Er wird künftig von Prof. Dr. Philipp Epple eingesetzt, um mit den Studierenden technische Modelle unter Überschallbedingungen zu testen.

Die Strömungslehre ist ein wichtiges Studienfach für angehende Maschinenbau- und Automobiltechnik-Ingenieure. Damit es nicht bei der reinen Lehre bleibt, steht im Labor für Strömungsmechanik ein Windkanal, in dem Tests durchgeführt werden. Besonders spannend ist, wie sich die Strömung bei Überschall verhält. Das können die Studierenden künftig am neuen Überschall-Windkanal testen. Er entstand in einer unkonventionellen Kooperation von Professor Epple und seinen Mitarbeitern mit der Ausbildungswerkstatt von Waldrich Coburg.

Michael Florschütz, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Professor Epple, der vor wenigen Jahren selbst bei Waldrich Coburg eine technische Ausbildung absolvierte, stellte den Kontakt her zu Klaus Damaschke, dem Ausbildungsleiter des Unternehmens. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Michael Steppert fertigte ein 3 D-Modell an. Sechs Auszubildende von Waldrich Coburg gingen dann ans Werk und fertigten die Überschalldüse.

„Wir haben das Projekt von Anfang bis Ende bearbeitet. Los ging es mit der Umsetzung des 3 D-Modells in die CNC-Programmierung. Dann haben wir gefräst, gebohrt, gedreht und montiert. Wir mussten uns neue Lösungen überlegen, sie ausprobieren und prüfen, ob es funktioniert. Es ist toll, jetzt das fertige Produkt hier zu sehen, “ berichtet Nick Wagner, der nächstes Jahr seine Ausbildung bei Waldrich Coburg beendet.

Besonders stolz sind die Azubis darauf, dass die von ihnen gefertigte Düse im Überschall-Windkanal jetzt im Studium an der Hochschule Coburg eingesetzt wird. Durch ein Schlierensystem werden die Verdichtungsstöße sichtbar, die bei Überschall-Geschwindigkeit entstehen. Die Erkenntnisse daraus können die Studierenden dann unmittelbar in der Konstruktion neuer Bauteile anwenden.

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