Basteln, Machen, Ausprobieren

Mittwoch. 09. Mai 2018 (Madelaine Ruska)
Christoph und Annika Gagel bauen eine Seifenblasenmaschine.
35 Gramm wiegt die Nordhalbkugel, die im 3D-Drucker entstanden ist.

Stifte, die selber malen, Maschinen, die Weltkugeln drucken: Beim ersten Familien-Maker-Tag in der Coburger Innenstadt gab’s viel zu entdecken. Auch das Team des neuen Projekts CREAPOLIS stellte sich vor.

Student Felix Klein schiebt die Linien auf dem Computer hin und her. Hier ein Stück nach rechts, dort etwas nach oben. Langsam wird das Motiv auf dem Bildschirm erkennbar. Ein Regenbogen, der eine kleine Wolke überspannt. Die Vorlage hat die 5-jährige Sophie gemalt. Ihr Bild hängt neben vielen anderen Motiven an der Treppe im Fugenlos. Da gibt es einen Schützenadler, ein geschwungenes Herz, ein großes F mit Krone – 50 Stempelmotive wird das Team von CREAPOLIS an diesem Tag mit seinem Lasercutter ausschneiden. Die Kinder können sie anschließend auf einen Holzstempel kleben und los stempeln.

Das Fugenlos, Stadtbüro der Hochschule Coburg war an diesem Wochenende Treffpunkt für viele kleine und große Bastler. Vor der Tür in der Herrngasse steht ein Tisch, auf dem kleine Zeichenroboter bunte Kreise malen. Im ersten Stock erklärt Martin Laarmann 10 Kindern, wie man eine Seifenblasenmaschine baut. Sie dürfen schrauben und löten und am Ende ihre Maschine mit nach Hause nehmen.

„Es war toll zu sehen, wie begeistert die Kinder und ihre Eltern bei der Sache waren!“, freut sich Vizepräsidentin Susanne Aileen Funke. Die Hochschule hat den Familientag organisiert, um zu zeigen, was sie mit ihrem Projekt CREAPOLIS in den nächsten Jahren erreichen will. Denn, was hier im Kleinen demonstriert wurde, gibt es bald im Großen am alten Coburger Schlachthof. Dort richtet die Hochschule einen Makerspace zum Basteln und Tüfteln ein. Jeder – vom Hobbybastler bis zum Unternehmens-Azubi kann hier seine Projekte umsetzen. Einen Teil der Geräte konnten die Besucher beim Familientag ausprobieren. Oder ihnen einfach nur zugucken. Zum Beispiel, dem 3D-Drucker, der eine 35 Gramm leichte Miniatur der Nordhalbkugel unserer Erde baut. In präzisen Bahnen fährt der Drucker vor und zurück und erschafft in sechs Stunden aus 12 Metern Plastikfaden die kleine Nachbildung. Markus Neufeld, Projektleiter von CREAPOLIS ist zufrieden: „Für uns war das ein toller Auftakt, auf den wir guten Gewissens aufbauen können.“ Einen Familientag wird es wieder geben.

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