Coburger Innenarchitektur in Monaco

Freitag. 03. November 2017 (Anke Hempfling)
Die Mitarbeiter des Messestandes verleihen ihm in Monte Carlo mit ihren roten Schuhen - passend zum Vedder Logo im Hintergrund und den Äpfeln auf der Theke - den letzten Schliff.
Von der Idee zum Konzept bis zum fertigen Entwurf waren es arbeitsreiche Monate.
Die parallel angeordneten Lamellen sorgen für Dynamik und schaffen eine beeindruckende Atmosphäre.

Die Coburger Innenarchitekturstudentin Stephanie Kloß entwickelte ein Konzept für die Gestaltung des Messeauftritts des Luxusyacht-Einrichters Vedder. Ihre Idee kam so gut an, dass sie umgesetzt wurde. Bei der Monaco Yacht Show 2017 in Monte Carlo durfte Stephanie Kloß ihren fertigen Stand selbst präsentieren.

„Zwischen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit“ heißt der Entwurf der Studentin und soll den Messebesuchern einen Perspektivenwechsel der besonderen Art ermöglichen. Einzelne vertikal ausgerichtete Lamellen bilden das Herzstück des Messestandes: die dynamisch wirkende Theke in Form einer Yacht. Die greifbaren, robusten Objekte stellen die sichtbare, luxuriöse Welt des Eigners dar. Die Thematik der Unsichtbarkeit wird durch lichtdurchlässige, halbtransparente Materialien sowie lückenhafte Fronten ergänzt. Decke, Wände und Boden bestehen aus parallel angeordneten Lamellen aus lackiertem Holz. Die Zwischenräume der Lamellen und deren Ausleuchtung bilden ein Wechselspiel aus Licht und Schatten. Glas kommt in verschiedenen Variationen zum Einsatz: Die Thekenoberfläche erzeugt eine Spiegelung in die Weite, das Milchglas des angrenzenden Beratungsraums lässt durch seine leichte Trübung Objekte langsam verschwimmen. Die Farb- und Materialauswahl sorgt insgesamt für einen futuristischen Ausdruck. Einzig das Vedder-Logo, die Äpfel auf der Theke sowie die Schuhe der Mitarbeiter setzen einen roten Farbakzent und runden das Gesamtbild dadurch ab.

Zehn Studentinnen des Bachelorstudiengangs Innenarchitektur der Hochschule Coburg hatten ihre Entwürfe bei Vedder vorgestellt. Wunsch des Unternehmens war es, den begrenzten Raum auf einer Messe so optimal zu nutzen, dass die Begegnung mit dem Kunden unterstützt und gleichzeitig das Unternehmen gut repräsentiert wird. Vedder ist international tätig und unter anderem auf den Innenausbau von Luxusyachten spezialisiert. Vier Monate lang haben sie daran – unter Betreuung von Prof. Mark Phillips – gearbeitet. „Dass der Entwurf von Stephanie Kloß umgesetzt wurde, ist eine tolle Auszeichnung“, freut sich Phillips. Und die Studentin konnte die Premiere ihres Standes selbst miterleben. Als Teil des Teams der Vedder GmbH war sie dabei, als der Stand zum ersten Mal bei der Messe in Monte Carlo zum Einsatz kam.