CREAPOLIS on tour

Mittwoch. 04. Juli 2018 (Pressestelle)
Das Team von CREAPOLIS vor dem Innovationsquartier in Murnau.
Das Team von CREAPOLIS vor dem Innovationsquartier in Murnau.
Kreative Produkte im Makerspace der TU München
Im Makerspace der TU München wurden schon viele Produkte entwickelt.

Im September soll der CREAPOLIS Makerspace am Coburger Schlachthof offiziell eröffnet werden. Aber was sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Betrieb in Coburg?

Der Makerspace der TU München in Garching und das Innovationsquartier Murnau machen vor, wie es geht. Zwei erfolgreiche Kreativzentren sind an diesen beiden Orten entstanden, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Hier der Metropol-Makerspace mit starken Industriepartnern und internationaler Vernetzung (Garching), da das ländlich geprägte Kreativquartier, in dem auch Esoterik-Armbändchen ihren Platz haben (Murnau). Das Team um CREAPOLIS-Projektleiter Dr. Markus Neufeld hat beiden deshalb einen Besuch abgestattet.

Garching beeindrucke mit seiner Ausstattung und Dimension, berichtet Markus Neufeld. „Alles ist auf Startups ausgelegt: Die Nähe zur TUM sorgt für das studentische Publikum, und die Nähe zur Industrie soll sicherstellen, dass aus Ideen auch Produkte, aus Produkten Unternehmen entstehen.“ Die Erfolgsgeschichten: Ein Handschuh mit integriertem Scanner, der Arbeitsabläufe optimiert, eine Bierflasche, die man umgedreht als Weizenglas verwenden kann oder die TUM-Studierenden, die zweimal den Hyperloop SpaceX-Wettbewerb gewonnen haben, der von Elon Musk veranstaltet wird. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Massentransport zu revolutionieren und Menschen noch schneller von A nach B zu befördern.

Ganz anders schaut es im ländlichen Murnau aus. Alpenkulisse, oberbayerische Idylle – und mittendrin ein ehemaliges Krankenhaus: das Innovationsquartier Murnau. „Hier ist es gelungen, Leerstand zu beheben, Kreative anzulocken und neue Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen“, sagt Neufeld. Eine wesentliche Rolle spiele dabei das Makerlab im Erdgeschoss des Gebäudes. Tatsächlich finde man hier typische Bastler, die ihre Synthesizer selbst zusammenlöten, programmieren und erfolgreich verkaufen. Daneben gebe es aber auch Kreative, die Textilien entwerfen, ein Tonstudio, eine Illustratorin, u.v.m.. Das Kreativquartier passt die Büros und Werkstätten ständig an die Bedarfe der Nutzer an und erweitert sie.

Und was heißt das nun für Coburg? Es kommt nicht in erster Linie aufs Geld an, sondern auf den Willen, etwas zu bewegen. Die regionalen Strukturen und Partner sind wichtig und, dass man sich an den Bedarfen der ‚Kundschaft‘ orientiert. „In Coburg haben wir aufgrund der Nähe zur Hochschule und deren Fächerspektrum, der engen Zusammenarbeit mit Zukunft.Coburg.Digital sowie den kurzen Wegen zu Unternehmen und Verbänden damit eigentlich die besten Voraussetzungen“, resümiert CREAPOLIS-Projektleiter Dr. Markus Neufeld. „Jetzt müssen wir es nur noch machen!“

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