Die Kunst der Fotoentwicklung

Freitag. 01. Dezember 2017 (Pressestelle)
IP-Student Raphael Paschalidis zeigt zwei Schülerinnen, wie man Fotoabzüge künstlerisch gestalten kann. Foto: Lukas Trumpp

In Zeiten von Digitalkameras und Smartphone werden Fotos kaum noch entwickelt. Wie spannend das Abziehen von Bildern aber sein kann, haben sieben Schüler und Schülerinnen aus Coburg nun bei einem Workshop am Campus Design erlebt.

Es ist gar nicht so leicht, ein Bild zu entwickeln. Sorgfalt, Konzentration und Geduld waren gefragt, damit aus dem empfindlichen Negativ am Ende ein ordentliches Foto wird. Angeleitet von Studierenden aus dem Studiengang Integriertes Produktdesign und von Dozent Thomas Langhanki, lernten die Schüler*innen alle Schritte des Belichtens kennen. Was ist ein Vergrößerer? Welche Flüssigkeiten braucht man und wie lange darf das Negativ darin liegen? „Am Anfang sah es manchmal viel zu dunkel aus“, erzählt ein Schüler. „Im normalen Licht war dann aber alles gut.“

Kreativität und Experimentierfreudigkeit waren auch in der zweiten Aufgabenstellung gefragt. Jetzt konnten die Schüler*innen Gegenstände auf das Fotopapier legen, bevor der Vergrößerer es belichtete. So entstanden Abzüge ohne abgestufte Grauwerte. Dort wo etwas lag, blieb das Fotopapier weiß und umgekehrt.

Inspiration und Hilfe gab es von den Studierenden. Gemeinsam mit den Schüler*innen sammelten sie verschiedene Gegenstände, um daraus kreative Bilder zu schaffen. Aus dem Kabel eines Smartphone-Kopfhörers konnte zum Beispiel ein Herz auf dem Fotopapier entstehen. Das Fazit der Schüler*innen: „Es hat uns sehr viel Spaß gemacht! Am liebsten hätten wir noch selber fotografiert.“

Der Workshop „Schwarzweiß ist Farbe genug“ war ein Angebot des Schülerforschungszentrums der TechnologieAllianzOberfranken (TAO). Die vier oberfränkischen Hochschulen und Universitäten bieten dort regelmäßig Veranstaltungen für Schüler*innen ab der 10. Jahrgangsstufe an.