Hallo Zukunft! CREAPOLIS-Makerspace ist eröffnet

Mittwoch. 12. September 2018 (Madelaine Ruska)
Schriftzug Connect - Create - Innovate am Eingang der Schlachthof-Villa.
Connect - Create - Innovate steht nun am Eingang zur Schlachthof-Villa.

Die Schlachthof-Villa hat ihre Türen geöffnet. CREAPOLIS und Zukunft.Coburg.Digital bieten dort Räume für Austausch und Innovationen.

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Ich bin, ich biete, ich suche. Die Steckbriefe an der Wand zeigen, wer sich schon so tummelt in der Villa am ehemaligen Coburger Schlachthof. Zum Beispiel der Informatiker Johannes Schmölz. Zum einen wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule, zum anderen Gründer der Firma megeo. Er hat eine App entwickelt, die die Organisation von Terminen vereinfachen soll. Um mit anderen Gründern in Kontakt zu kommen, hat er sich einen Arbeitsplatz im Obergeschoss der Schlachthof-Villa gemietet. Hier bekommt er einen Schreibtisch, eine Internetverbindung, kann Küche, Besprechungszimmer und Technik vor Ort nutzen und es gibt eine Kaffee- und Wasserflatrate. „Ich könnte natürlich auch zuhause arbeiten, aber das macht einfach nicht so viel Spaß. Hier habe ich andere Gründer, mit denen ich mich austauschen kann, komme ins Gespräch, bekomme Hilfe oder kann auch mal anderen weiterhelfen“, erzählt Schmölz. Vermieter der Räume ist die Initiative Zukunft.Coburg.Digital. Die wurde vor etwas mehr als einem Jahr gemeinsam mit Unternehmen, der Industrie und Handelskammer zu Coburg und der Hochschule Coburg ins Leben gerufen, um junge Gründer und Start-ups aus dem digitalen Bereich zu unterstützen und Coburger Unternehmen bei der Digitalisierung zu begleiten.

Einen Stock tiefer – im Erdgeschoss der Schlachthofvilla hat Bodo Neubert fein säuberlich seine Werkzeuge an der Wand sortiert. In der Holzwerkstatt ist er verantwortlich für die Maschinen. Jeder, der etwas bauen möchte, kann bei ihm vorbeischauen. Er hilft beim Werkeln und zeigt, wie die Geräte funktionieren. Erste Anfragen gibt es schon. Wer noch mehr Technik braucht, der findet ein paar Räume weiter 3D-Drucker, Lasercutter, Lötstationen und andere Hightech-Geräte.

Der Makerspace gehört zum Projekt CREAPOLIS der Hochschule Coburg. Das Team um Projektleiter Dr. Markus Neufeld will damit näher an die Stadt und die Bürger in Coburg rücken. Durch die Verbindung von CREAPOLIS und Zukunft.Coburg.Digital soll sich die Schlachthof-Villa zu einem Treffpunkt für alle entwickeln, die etwas erschaffen wollen: Designer*innen, IT-Spezialist*innen, Handwerker*innen.

„Letztendlich ist es ein Experiment“, sagt Markus Neufeld. Denn, was am Ende in den Räumen der Schlachthofvilla entsteht, ist jetzt noch völlig offen. Prinzipiell kann jeder mit seinem Projekt hier anfragen. Studierende nutzen die Räume genauso wie Schulgruppen, Hobbybastler*innen oder Unternehmen.

Dass auf dem ehemaligen Schlachthofgelände nun Leben einzieht, freut auch die Politiker. Es ist nicht nur die Initialzündung für die Belebung des Güterbahnhofgeländes vom Norden aus, sondern auch ein Raum für Innovationen und ein Nährboden für Existenzgründer, wie Oberbürgermeister Norbert Tessmer betonte. Landrat Michael Busch wünscht sich, dass hier alle an einem Strang ziehen. Zusammen solle man entwickeln, gestalten, vorangehen und wachsen.

„Die Hochschule Coburg will mit CREAPOLIS eine Brücke in die Region schlagen“, erklärte Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Christiane Fritze. Runter vom Berg, rein in die Stadt. Der Makerspace in der Schlachthofvilla sei ein Baustein des Projekts. Darüber hinaus unterstützen die Mitarbeiter*innen von CREAPOLIS zum Beispiel auch die Professor*innen der Hochschule bei der Vernetzung.

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