Lichtenfels als Zentrum für 3D-Druck und digitale Zukunftstechnologien

Mittwoch. 30. Januar 2019 (Pressestelle)

Die Stadt Lichtenfels, der Landkreis Lichtenfels und die Hochschule Coburg planen gemeinsam mit dem Lichtenfelser Unternehmer Frank Herzog ein Forschungs- und Anwendungszentrum im Bereich der additiven Fertigung. Es soll mittelständischen Unternehmen aus der Region Zugang zu innovativen Fertigungsverfahren ermöglichen.

 „Wir möchten die Anlaufstelle für additive Fertigung in der Region sein“, beschreibt Frank Herzog die Vision, die gemeinsam mit Stadt und Landkreis Lichtenfels sowie der Hochschule Coburg entstanden ist.

Das Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien (FADZ) soll aus drei Säulen bestehen. Angewandte Forschung für regionale Unternehmen, Anwendungsberatung und Wissenstransfer sowie Aus- und Weiterbildung. Unternehmen könnten dort Machbarkeitsstudien durchführen lassen, Forschungsprojekte mit Partnern aus der Wissenschaft anstoßen, Testbauteile produzieren aber auch die Qualitätssicherung vorantreiben; ergänzt durch Qualifizierungsangebote für Mitarbeiter, Kurse für Berufs- und Fachschulen sowie studentische Projekte und Abschlussarbeiten. Die Einsatzbereiche wären vielfältig: Angefangen beim Formen- und Werkzeugbau sowie Automobil- und Leichtbau bis hin zur Medizin oder Luft- und Raumfahrt.

Die Idee, in Lichtenfels ein solches Forschungs- und Anwendungszentrum einzurichten, ist durch die langjährige Zusammenarbeit von Hochschule Coburg und Frank Herzog gewachsen. Herzog ist selbst Absolvent der Hochschule Coburg. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit sind die Patente entstanden, die das Unternehmen Concept Laser heute zu einem der weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauer im 3D-Druck von Metallteilen machen.

„Lichtenfels gilt international als eines der Zentren für Additive Manufacturing, auch 3D-Druck genannt. In den letzten Jahren konnte dafür am Standort die dazugehörige Infrastruktur geschaffen und ausgebaut werden“, sagt Herzog. Er verbindet mit der Gründung des FADZ sein persönliches Engagement für die Etablierung von weiteren Hightech-Zukunftstechnologien in Lichtenfels und erhofft sich so auch eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit mit der Hochschule Coburg, ansässigen mittelständischen Unternehmen und Institutionen.

„In Lichtenfels ist im 3D-Druck schon unglaublich viel Kompetenz vorhanden. Wir möchten aber auch explizit weitere Partner aus ganz Oberfranken an Bord holen, um die Stärken der regionalen Wirtschaft und Wissenschaft noch mehr zu bündeln“, betont Hochschulpräsidentin Prof. Dr. Christiane Fritze. Ziel der Hochschule sei es, in enger Zusammenarbeit mit weiteren Innovationsinitiativen in Oberfranken die gesamte Region in ihren jeweiligen Kompetenzen durch maßgeschneiderte Angebote zu unterstützen und zu stärken. Die Hochschule Coburg würde sich im geplanten Forschungs- und Anwendungszentrum mit Personal und Know-how einbringen. Und natürlich entstünde dadurch auch ein Zugang zu potentiellen Nachwuchskräften für die regionalen Unternehmen.

„Das ist ein tolles Projekt, das wir sehr gerne unterstützen“, betont Bürgermeister Andreas Hügerich. „Die Stadt Lichtenfels lotet gerade mögliche Standorte für das Forschungs- und Anwendungszentrum für digitale Zukunftstechnologien aus.“ Ein Finanzierungsplan soll in den kommenden Monaten erstellt werden.

Bereits 2015 initiierte Bürgermeister Andreas Hügerich ein erstes Treffen mit Vertretern der Hochschule Coburg, des Landkreises Lichtenfels, der heimischen Wirtschaft und des Handwerks. Daraus entstand ein Team, das mittlerweile seit über drei Jahren intensiv an diesem Projekt arbeitet.

„Mit einem Forschungs- und Anwendungszentrum wird der Landkreis Lichtenfels als Wirtschaftsstandort nachhaltig gestärkt“, freut sich auch Landrat Christian Meißner über die Planungen in der Kreisstadt.

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