Ozelot der Erste

Dienstag. 08. Mai 2018 (Anke Hempfling)
57 Teammitglieder, 8 Subteams, 3000 Ideen, 91 Unterstützer, 1 Ziel: CAT-Racing hat sich mit dem C-18 Ozelot einiges für die neue Saison vorgenommen.
Der C-18 Ozelot und sein Namensgeber - hier zur Sicherheit aller Anwesenden nur aus Plüsch.
Fast 300 Gäste waren zur Präsenation des C-18 Ozelot zur Veste gekommen, darunter auch Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer (vorne rechts).

Auf der Veste Coburg leben zwar schon lange keine Ritter mehr, dennoch wurde dort nun ein neuer Held vorgestellt: der C-18 Ozelot. In lackierter Rüstung wird der Rennwagen in dieser Saison für die Studierenden von CAT-Racing für die Hochschule Coburg an den Start gehen.

Svenja Maier mit roter Blume im Haar, Dominik Kümpflein mit gleichfarbiger Krawatte. Genau wie der Rest ihrer 57-köpfigen Mannschaft haben sich die Teamchefin und der Technische Leiter von CAT-Racing zum Rollout ihres neuen Fahrzeugs ganz besonders in Schale geworfen. Sie wollen einheitlich auftreten, signalisieren, wie stark sie als Team zusammengewachsen sind. Das Rot kombiniert mit den schwarzen Anzügen und Kleidern deutet aber auch noch auf etwas anderes hin: die Farben ihres neuen Rennwagens. Denn bis zu dessen Präsentation waren sein Aussehen und sein Name die wohl am besten gehüteten Geheimnisse der Hochschule Coburg.

Und tatsächlich: ein schwarz-rotes Fahrzeug mit Schachmusterelementen kommt zwischen den Gemäuern der Veste zum Vorschein. Der C-18 Ozelot zeigt sich so erstmals vor den knapp 300 anwesenden Sponsoren, Hochschulangehörigen, Familien und Freunden. Im Hinblick auf die Betitelung sind sich die CAT-Racer treu geblieben. Auch in diesem Jahr ist eine Raubkatze wieder der Namenspate des Fahrzeugs und durfte deshalb auch nicht als Maskottchen fehlen. Der Leopardus pardalis, so seine wissenschaftliche Bezeichnung, lebt in Mittel- und Südamerika und ist der größte und wohl bekannteste Vertreter der Pardelkatzen. Der Ozelot folgt damit direkt auf seinen Vorgänger aus dem Jahr 2017, dem Jubiläumswagen Pink Panther.

Mit gut fünf Kilogramm weniger hat der Neue deutlich an Gewicht verloren. „Wir haben in den Wintermonaten einen sehr guten Job gemacht. Der frühe Rollout und der top Zustand des Fahrzeugs sind das Ergebnis aus Einsatz und Leidenschaft“, lobt Dominik Kümpflein sein Team. Dass in diesem Jahr das neue Auto gut einen Monat früher als üblich präsentiert wurde, hat verschiedene Gründe. Gleich mehrere Studierende machten im vergangenen Jahr ihren Hochschulabschluss – CAT-Racing verlor dadurch langjährige Wegbegleiter. Auch ein neuer Fahrer wurde gesucht. Auswahl und Training kosten im Vorfeld noch einmal viel Zeit. Das Team ordnete sich neu, Aufgaben wurden neu verteilt. Um für die anstehende Rennsaison gut gerüstet zu sein, musste man deshalb frühzeitig vorarbeiten. Insgesamt stecken im C-18 Ozelot 25.800 Arbeitsstunden verteilt über 215 Tage. Ein neues Fahrzeug zu entwickeln, sei immer ein Balanceakt zwischen harter Arbeit und Vergnügen, blickt Svenja Maier zurück.

Thomas Spangler, Geschäftsführer Technik der Brose Gruppe als Hauptsponsor, verglich das Studierendenprojekt CAT-Racing mit dem nur wenige Stunden zuvor gestarteten Hochschulprojekt CREAPOLIS: „In beiden Fällen wird die Neugierde und Hartnäckigkeit der Teilnehmer geschult. Am wichtigsten ist aber immer der Spaß an der Sache.“ Neben Spangler gratulierten auch Dr. Sven Hauschke, der Direktor der Kunstsammlungen der Veste, die Vizepräsidentin der Hochschule Coburg Prof. Dr. Jutta Michel sowie Prof. Dr. Stefan Gast als Festredner zum Rollout. Letzterer wünschte in seiner Funktion als Faculty Advisor dem gesamten Team in Hinblick auf die kommenden Herausforderungen „immer einen Tropfen Benzin im Tank“.

Davon wird CAT-Racing schon bald sehr viele brauchen. Bei den Rennen der Formula Student in Ungarn, Österreich, Deutschland und Spanien wird der C-18 Ozelot zum Einsatz kommen – das erste Mal Ende Juli. Dominik Kümpflein gab sich diesbezüglich ehrgeizig: „Unser Anspruch ist es, dass wir bei allen Events unter die Top 5 kommen.“

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