Sandy Easton, Casimirianum Coburg

Die Schüler und Schülerinnen Sandy Easton, Alexander Thorneloe und Johanna Michel mit Doktorand Markus Knorr (v.l.).

Die Schülerin Sandy Easton konnte beim Schülerforschungszentrum in die Kraftstoffforschung eintauchen. Hier berichtet sie über ihre Erfahrungen:

"Die Schülerinnen und Schüler von Arnold Gymnasium, Casimirianum und Ernestinum trafen sich zu einem gegenseitigen Kennenlernen mit anschließender Laborführung und Sicherheitseinweisung. Professor Dr. Jürgen Krahl, Vorstandssprecher des TAC, schilderte uns sehr eindringlich und begreiflich, welche Auswirkungen das Unterschätzen der Sicherheit haben kann.

Mit Johanna Michel vom Gymnasium Ernestinum und Alexander Thorneloe vom Gymnasium Casimirianum untersuchten wir die verschiedenen Alterungsstufen des Biodiesels. Begleitet wurden wir vom fast Doktor Markus Knorr. Welche Farbveränderungen sind feststellbar? Welche Einflussfaktoren bestimmen die Viskosität? Auf dem Weg zur Analyse wurden zuerst Ideen gesammelt. Danach wurde der Versuchsaufbau diskutiert und festgelegt. Akribisch protokollierten wir die Durchführung und Beobachtung der Experimente immer in Anbetracht der Sicherheitsvorschriften. Die Versuche reichen von der Trennung des Öls in seine Bestandteile bis hin zu stundenlangen Analysen der Ergebnisse. Hierbei ist Fachwissen in der organischen Chemie nötig. Aber wir stehen glücklicherweise nicht völlig im Dunkeln. Denn es ist nebenher viel Recherchearbeit gefragt, um die möglichen Vorgänge verstehen zu können. All dies geschieht zwar in unserer Freizeit, aber dennoch dürfen wir als erste parallel zu unserer Schullaufbahn eng mit zukünftigen Doktoren zusammen experimentieren. Zum Schluss erfolgt eine wissenschaftliche Berichterstattung inklusive Präsentation unserer Ergebnisse.

Wir durften am Biokraftstoffsymposium teilnehmen, das bereits zum 7. Mal in Coburg stattfand. Teilnehmer waren unter anderem Studierende und Doktoranden der Studiengänge Technische Physik und Bioanalytik, die TU Braunschweig, Uni Münster, das Thünen-Institut Braunschweig und namenhafte Unternehmen. Vielleicht hat schon der eine oder andere die Aufschrift „Diesel R33“ auf den Stadtbussen der SÜC entdeckt.

Mittlerweile interessiert sich sogar die Europäische Union für die neuesten Forschungsergebnisse aus Coburg. 70 Vertreter aus der EU-Politik und Verbänden trafen in Brüssel zusammen, um den Beitrag regenerativer Rohstoffe zur Energiewende im Verkehr anzuhören. Ich freue mich, dass wir einen Teil dieser Forschung begleiten durften und schon als Schüler einen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten erfahren konnten.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Herrn Dr. Jürgen Krahl und Frau Dr. Jutta Michel bedanken, die uns die Teilnahme ermöglichten, sowie ganz besonders für die Geduld der angehenden Doktoren."

Der Artikel ist auch im Jahresbericht des Casimirianum erschienen.