Institutionelle Sozialarbeit / Sozialmanagement

Studieninhalte

Der Vertiefungsbereich Institutionelle Sozialarbeit/Sozialmanagement qualifiziert für eine Fach- bzw. Führungskarriere in sozialen Organisationen und Netzwerken. Es geht im Wesentlichen darum, die Fachlichkeit in der Sozialen Arbeit zu stärken und die Kompetenzen im Sozialmanagement umfassend zu erweitern. Die neuen Qualifikationen dienen dazu, strukturelle Verbesserungen für Menschen in besonderen Lebenslagen zu erreichen. Und sie bereiten darauf vor, auf einem akademisch fundierten Niveau für eine sozial gerechte Gesellschaft einzutreten.

Im 1. und 2. Semester werden die Grundlagen der Sozialen Arbeit vertieft. Es geht dabei vor allem um folgende Bereiche:

  • Diagnosen der Gegenwartsgesellschaft
  • Berufsidentität in der Sozialen Arbeit und interdisziplinär
  • Wissenschaftstheoretische Positionen
  • Quantitative und qualitative Forschung und Evaluation
  • Spannungsfeld von Wohlfahrt und Wettbewerb
  • Betriebswirtschaftliches Know-how in Organisationen der Sozialer Arbeit
  • Führungs- und Personalmanagementkonzepte
  • Marketing, operatives und strategisches Controlling, Qualitätsmanagement, Exkursion zur Messe „Con Sozial“
  • Wertegebundene Steuerungsarbeit, Ethik-Kodizes und Recht in der Sozialen Arbeit
  • Akquise von Drittmitteln und Verfassen von Projektanträgen
  • Institutionell relevante Theorien und spezielle Aufgabenfelder Sozialer Arbeit

Das 3. Semester baut darauf auf. Es bietet weitere praktische Anschlüsse (z.B. mittels Exkursionen und Gastbeiträgen). Eine spezielle Vertiefung findet in folgenden Bereichen statt:

  • Projektmanagement und Organisationskultur bei öffentlichen, frei-gemeinnützigen und gewerblichen Trägern
  • Sozialplanung und Social Entrepreneurship
  • Public Management

Die Masterarbeit kann bereits ab dem 2. Semester vorbereitet und im 3. Semester geschrieben werden. Das Master-Studium Soziale Arbeit in Verbindung mit Sozialmanagement stellt eine innovative und tragfähige Kombination dar. Es qualifiziert für Fachpositionen im großen Arbeitsmarkt der Sozialarbeiter/innen im Sozialwesen, in der Öffentlichen Verwaltung und im Gesundheitswesen.  Aktuelle Mikrozensus-Analysen zeigen, dass der Stellenmarkt dort boomt.

Wissenschaft und Praxis

Soziale Arbeit und Sozialmanagement müssen sich nicht diametral gegenüberstehen, wie es manche Diskurse zur „Ökonomisierung der Sozialen Arbeit“ vermuten lassen. Ganz im Gegenteil. Durch eine gute Kopplung zwischen beiden Fachgebieten lässt sich ein beachtlicher Mehrwert generieren. Dies bedeutet aber auch die Konzentration auf das Berufsfeld und die fachliche Identität in der Sozialen Arbeit sowie die kritische Auseinandersetzung mit einer „absoluten Ökonomisierung“. Prof. Dr. Veronika Hammer und Prof. Dr. Andrea Tabatt-Hirschfeldt haben sich mit diesem Thema intensiv in einem Fachbeitrag auseinander gesetzt. Der Titel lautet: "Vom Mehrwert der Koppelung von Sozialer Arbeit und Sozialmanagement im Masterstudium".

Eine Zusammenfassung des Beitrags findet sich hier. Der komplette Artikel ist erschienen in: NDV Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V., Nr. 2/2017, S. 82-88.

Arbeitsfelder

Berufliche Möglichkeiten für Masterabsolventen/-innen aus dem Vertiefungsbereich Institutionelle Sozialarbeit/Sozialmanagement gibt es in den Bereichen:

    • Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Seniorenarbeit
    • Sozial-, Bildungs-, Gesundheits- und Kulturplanung
    • Sozialraumentwicklung in Städten, Gemeinden und Regionen
    • Wissenschaftliche Projekte in sozio-kulturellen Bereichen
    • Öffentlichkeitsarbeit
    • Hochschullehre
    • Politik-, Finanz- und Verwaltungsberatung

      Aktion "Ihr fragt - Wir antworten"

      Der Vertiefungsbereich "Institutionelle Sozialarbeit / Sozialmanagement" hat eine eigene Facebook-Seite. Hier beantworten Studierende Fragen zum Studium, zu aktuellen Projekte und dem Leben in Coburg. Schau' doch einfach mal vorbei: https://www.facebook.com/institutionellesozialarbeit