Landesausstellung 2017

Ritter, Bauern, Lutheraner

Plakat der Bayerische Landesausstellung 2017

Anlässlich des 500. Jubiläums der Reformation findet in Coburg die Bayerische Landesaustellung „Ritter, Bauern, Lutheraner“ statt. An originalen Schauplätzen zeigt die Ausstellung ein Panorama der Zeit um und nach 1500 und erzählt die Geschichte einer Epoche des Umbruchs und Aufbruchs.

Wann

Dienstag, 9. Mai bis Sonntag, 5. November 2017

Wo

Veste Coburg und Morizkirche

Veranstalter

Haus der bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit der Coburger Landesstiftung und der Stadt Coburg, unterstützt durch die evangelisch-lutherische Landeskirche Bayern

Beitrag der Hochschule zur Landesausstellung

Die Hochschule Coburg hat sich mit unterschiedlichen Projekten an der Gestaltung der Landesausstellung beteiligt.

Freiheit im 21. Jahrhundert

Die Freiheit des (Christen-) Menschen zieht sich als roter Faden durch die Landesausstellung. Denn bis heute wird die Reformation häufig mit dem Freiheitsgedanken verbunden. Doch wie ist es im 21. Jahrhundert um die Freiheit der Menschen bestellt? Der letzte Raum der Ausstellung auf der Veste Coburg widmet sich diesem Thema.

Studierende der Hochschule Coburg haben dafür Ideen entwickelt. Diese sind im Rahmen eines fächerübergreifenden Projekts im Coburger Weg entstanden. Beteiligt waren Studierende der Studiengänge Betriebswirtschaft, Bioanalytik und Versicherungswirtschaft. Betreut und angeleitet wurden sie von Prof. Dr. Christian Holtorf (Wissenschafts- und Kulturzentrum) und Prof. Dr. Petra Gruner (Fakultät Wirtschaft).

Entstanden sind drei Arbeitsgruppen, die ihre Recherche zum Thema „Freiheit“ auf folgende Bereiche fokussiert haben:

Bau eines historischen Pochwerks

Die Landesausstellung beleuchtet auch das Leben um 1500. Thematisiert werden z.B. die sozialen, wirtschaftlichen, politischen und künstlerischen Traditionen und Umbrüche, welche die Epoche vom späten 15. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts prägten.

Studierende des Maschinenbaus haben für einen Teil der Landesausstellung auf der Veste ein historisches Pochwerk nachgebaut. Das ist eine Bergwerksmaschine, die zum Zerkleinern von Erzen diente. Vorbild war ein Pochwerk, wie es vom Wissenschaftler und Vater der Mineralogie Georgius Agricola beschrieben wurde sowie ein Ratschenantrieb nach Leonardo da Vinci.

Betreut wurden die Studierenden von Prof. Dr. Kai Hiltmann. Unterstützung beim Bau des Pochwerks gab es von Timo Schwach, einem ehemaligen Innenarchitektur-Studenten aus Coburg. Er fertigte das Pochwerk nach den Zeichnungen der Maschinenbauer und eigenen Vorschlägen. Den Ratschenantrieb baute die Gruppe selbst.

Zu sehen gibt es das Pochwerk auf der Veste Coburg in der Steinernen Kemenate, Ausstellungsteil "Leben auf dem Land - Leben in der Stadt".