24. März '26
(Pressestelle)
Am Promotionszentrum Nachhaltige und intelligente Systeme (NISys) arbeiten fast 100 Promovierende an Lösungen für die drängendsten Zukunftsfragen: von der Dekarbonisierung bis zur autonomen Robotik. Beim diesjährigen Promotionsretreat präsentierten sie über 90 Forschungsprojekte – gebündelte Innovationskraft für Wissenschaft und Wirtschaft in der Region.
Das NISys verbindet die Hochschule Coburg mit der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) und der TH Aschaffenburg zu einem leistungsstarken Promotionszentrum. Aktuell machen fast 100 Promovierende hier ihren Doktor. Bei einem Treffen, dem sogenannten Promotionsretreat, stellten die Doktorandinnen und Doktoranden der Hochschule Coburg, der THWS und der Technischen Hochschule Aschaffenburg mehr als 90 aktuelle Forschungsprojekte vor. Rund 130 Teilnehmende trafen sich dazu in Aschaffenburg.
THWS-Professor Dr. Jürgen Hartmann, wissenschaftlicher Leiter und Sprecher von NISys, zog eine positive Bilanz: „Mit aktuell 96 Promovierenden und 51 Betreuenden sowie einer bereits abgeschlossenen Promotion hat das Promotionszentrum NISys innerhalb von zwei Jahren einen beachtlichen Stand erreicht und sich bereits jetzt in der Forschungslandschaft etabliert.“ Die erste erfolgreiche Promotion verteidigte Dr. Timo Hertlein im November 2025 an der Hochschule Coburg. Seine Arbeit „Entwicklung, Modellierung und Bewertung intelligenter Ladeinfrastrukturen für Elektromobilität und deren netzorientierte Integration” zeigt exemplarisch die Verbindung von wissenschaftlicher Exzellenz und praktischer Anwendung. Betreut wurde die Arbeit an der Hochschule Coburg von stellvertretendem NISys-Leiter Prof. Dr. Christian Weindel.
Vielfalt der Forschungsthemen: Von Energie bis KI
Kern des Promotionsretreats waren eine wissenschaftliche Postbraustellung, Pitching- und Vortragssessions der Doktorandinnen und Doktoranden. In ihren Präsentationen stellten sie ihre Forschungsarbeiten vor, diskutierten aktuelle Fragestellungen und tauschten sich fachlich mit anderen Promovierenden sowie Professorinnen und Professoren aus. „Die Mischung verschiedener Formate war abwechslungsreich, da sowohl ein Überblick wie auch tiefere Einblicke in einzelne Promotionen und insgesamt ein guter Austausch möglich waren,“ sagte Lukas Riedelbauch, promovierendes Mitglied des NISys an Hochschule Coburg.
Die thematische Bandbreite verdeutlicht den Fokus auf nachhaltige und intelligente Systeme: Die Forschenden arbeiten an nachhaltigen Energiesystemen wie der Dekarbonisierung von Wärmenetzen, Energiespeichern und Batterietechnologien. Weitere Schwerpunkte bilden Anwendungen der künstlichen Intelligenz und IT-Sicherheit, autonome Robotik- und Sensorsysteme sowie neue Verfahren der Material- und Produktionstechnologie. Auch datenbasierte Ansätze für Mobilität spielen in mehreren Projekten eine zentrale Rolle.
Direkter Nutzen für regionale Unternehmen
Für die Wirtschaft in der Region eröffnet das Promotionszentrum einen direkten Zugang zu exzellent qualifizierten Nachwuchskräften. Als Kooperation der THWS, der TH AB sowie der Hochschule Coburg steht das Promotionszentrum NISys exemplarisch für die enge Zusammenarbeit der fränkischen Hochschulen. Die Promovierenden arbeiten an innovativen, praxisnahen Fragestellungen und stehen im engen Austausch mit Unternehmen und Industrie. So entstehen nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern auch konkrete Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen regionaler Betriebe.
Promovieren an der Hochschule Coburg
Außer am NISys kann auch am Promotionszentrum Analytics4Health (A4H) der Hochschule Coburg ein Doktortitel erworben werden. Es gibt in Coburg vielseitige Möglichkeiten für eine Promotion, beispielsweise auch in Kooperation mit einer Universität.
Foto: Rund 130 Teilnehmende trafen sich an der Technischen Hochschule Aschaffenburg zum diesjährigen Promotionsretreat des Promotionszentrum für Nachhaltige und Intelligente Systeme (NISyS) – ein Zusammenschluss der THWS, der Technischen Hochschule Aschaffenburg sowie der Hochschule Coburg (Foto: TH AB/Gabrielle Schenk)







