25. März '26
(Cindy Dötschel-Langbein)
Das zehnmonatige Mentoringprogramm foundHER ist zum zweiten Mal gestartet. Auf dem Programm stand neben dem Matching mit den Mentorinnen, auch ein Speed-Dating zum Netzwerken.
„Mit dem Programm und den Angeboten rollen wir euch wörtlich den roten Teppich aus – drüber gehen müsst ihr selbst“, sagte Elena Friedel, die im Referat Transfer & Entrepreneurship der Hochschule Coburg als Coach Entrepreneurship Education arbeitet, bei der Kick-off-Veranstaltung für foundHER. Das Mentoringprogramm ist nun in die zweite Runde gestartet. Mit dem Programm sollen Frauen auf dem bestmöglichen Weg zur Gründung begleitet werden. „Wir merken über die Exist Women-Programme hinweg, dass sich Frauen deutlich mehr zutrauen dürfen. Mit dem Programm wollen wir euch pushen, eure Ideen zu verwirklichen“, motivierte sie die elf neuen Stipendiatinnen, die in den nächsten zehn Monaten unter anderem Coachings und Qualifizierungsworkshops durchlaufen.
Das Stipendium hat mich vor allem darin gestärkt, den Mut zu entwickeln, meine Idee weiterzuverfolgen und auf den Prüfstand zu stellen. Besonders wertvoll war dabei, dass ich gelernt habe, mein Vorhaben auch aus einer wirtschaftlichen Perspektive zu betrachten und zu bewerten.
Rebecca Kopf, Stipendiatin foundHER 2025
Mentorin zur Unterstützung
Eine der Stipendiatinnen ist Leonie Altmann. Sie hat einen Bachelor im Fach Technische Physik und studiert im Master Simulation & Test an der Hochschule Coburg. Mit ihrer Gründungsidee verfolgt sie das Ziel, mentale Gesundheit präventiv zu stärken und Menschen in leistungsorientierten Lebensphasen zu unterstützen. Dabei entwickelt sie ein Angebot, das persönliche Entwicklung mit einem strukturierten Blick auf mentale Muster verbindet. Geprägt durch ihren technischen Hintergrund betrachtet sie Gedanken, Überzeugungen und innere Strukturen wie ein System, das verstanden und bewusst gestaltet werden kann. Langfristig plant sie den Aufbau einer digitalen Plattform, die persönliche Begleitung mit technologiegestützten Lösungen kombiniert und mentale Gesundheit zugänglicher macht. „In den kommenden Monaten möchte ich mich im Rahmen von ,foundHER‘ persönlich als Gründerin weiterentwickeln. Ich möchte mein Geschäftsmodell weiterentwickeln und durch das Programm die Grundlagen in Sachen Investorenlogik, Marktvalidierung und Skalierung mitnehmen“, sagte sie bei der Auftaktveranstaltung über ihre Erwartungen für die kommenden Monate.
Die Mentorin, die sie in den nächsten Monaten unterstützen wird, ist Annika Tessmer, die als UX Designerin bei der HUK Coburg und als Lehrbeauftragte an der Hochschule Coburg arbeitet. „Konkret arbeite ich in der digitalen Gestaltung von Websites und Apps“, sagte sie. Mit ihrer Expertise möchte sie Leonie Altmann dabei helfen, ihr digitales Produkt umzusetzen. „Leonie kann programmieren und ich gebe ihr auf dem Weg dorthin vor allem meine Kenntnisse aus dem Bereich Nutzer Research mit.“ Für Leonie Altmann ist Annika Tessmer ein Perfect Match: „Wir ergänzen uns ideal – ich verantworte die technische Umsetzung und die Inhalte und sie bringt Design- und Nutzerperspektive ein. Diese Kombination ist für mich die Basis, um aus meiner Idee ein wirklich starkes Produkt zu entwickeln.“
Speed-Dating und Networking
Nach dem Matching stand ein kurzes Speed-Dating auf dem Programm. Die Stipendiatinnen konnten sich zunächst mit ihren Mentorinnen austauschen und ihre Idee dann noch vor vier weiteren Mentorinnen pitchen. Das Besondere: Der Kick-off war in diesem Jahr gleichzeitig die Abschlussveranstaltung für die Stipendiatinnen und Mentorinnen der ersten Förderphase. So konnten sich die neuen und ehemaligen Teilnehmerinnen direkt vernetzen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren ein immer größeres Netzwerk von Gründerinnen an der Hochschule Coburg aufzubauen.
foundHER wird im Rahmen des Förderprogramms EXIST Women vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unter Beteiligung das Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt.
Als ich gegründet habe, war ich auch auf der Suche nach einem Mentor für mein Business. Es ist wertvoll, von Anfang an jemanden an seiner Seite zu haben. Ein Netzwerk ist wertvoll und die Stipendiatinnen direkt mit jemanden zusammenzubringen eine gute Idee.
Cindy Maaser, zum zweiten Mal Mentorin












