30. März '26
(Pressestelle)
Wissenschaftliche Erkenntnis entsteht durch kritisches Denken, durch das Ringen um die überzeugendsten Argumente und durch respektvollen Diskurs. Diese Prinzipien sind untrennbar mit den Werten der Meinungsfreiheit, der Menschenwürde, der Gleichberechtigung und der Rechtsstaatlichkeit verbunden. Sie bilden das Fundament unseres demokratischen Zusammenlebens. Wenn diese Werte in Gefahr geraten, müssen wir gemeinsam handeln. Deswegen hat sich die Hochschule Coburg der bundesweiten Initiative „Hochschulen zeigen Haltung“ angeschlossen.
Hochschulen stehen für Offenheit, Vielfalt und den freien Austausch von Ideen. Es sind offene soziale Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammen studieren, arbeiten und forschen. Orte der kritischen Reflexion – auch über gesellschaftliche Verhältnisse. So wirken Hochschulen in die Gesellschaft hinein. Gleichzeitig sind sie Garanten für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt.
Wie groß die gesellschaftliche Bedeutung von Hochschulen ist, zeigen auch die massiven Angriffe gegen sie, nicht nur in den USA, auch hierzulande. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Studierende werden zunehmend verbal und sogar tätlich angegriffen. Politische Einflussnahme auf das Wissenschaftssystem und Hetze auf Minderheiten nehmen zu. Wissenschaftliche Freiheit gerät mehr und mehr unter Druck. Rechtspopulistische Verunglimpfung wissenschaftlicher Erkenntnisse, Eingriffe in die Hochschulautonomie sowie ideologisch motivierte Beschränkungen des Diskursraums von Rechts nehmen spürbar zu.
Mit der bundesweiten Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung“ setzen Hochschulen in Deutschland ein starkes Zeichen für eine offene Gesellschaft und eine freie Wissenschaftskultur. Gemeinsam positionieren sie sich gegen rechtsradikale Einflussnahme, Hetze und Angriffe auf Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das Bündnis fordert die Politik auf, die Freiheit von Forschung und Lehre aller Disziplinen gleichermaßen zu schützen, Hochschulen angemessen auszustatten und eine offene Willkommenskultur zu fördern.
Die Hochschule Coburg unterstützt das Bündnis, das in den Sozialen Netzwerken und auf zahlreichen Veranstaltungen für Demokratie, Solidarität und wissenschaftliche Unabhängigkeit wirbt. Ins Leben gerufen wurde es unter anderen vom Netzwerk Antidiskriminierung an Hochschulen, dem Netzwerk Diversity an Hochschulen und der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen e. V. (bukof).Ziel ist es, auf zunehmende antidemokratische Einflussnahmen aufmerksam zu machen, denen Hochschulen, Lehrende und Studierende immer häufiger ausgesetzt sind. Damit unterstreicht die Hochschule Coburg erneut ihre konsequente Haltung für Demokratie, Vielfalt und Menschlichkeit, die im Profil der Hochschule festgehalten ist.
Die Hochschule Coburg ist ein Ort, an dem Respekt, Toleranz und Vielfalt gelebt werden, an dem Verantwortung übernommen und Demokratie aktiv mitgestaltet wird. Basierend auf der Verfassung und entsprechend dem gesetzlichen Bildungsauftrag setzt sich die Hochschule Coburg für ein wertschätzendes und inklusives Lern- und Arbeitsumfeld ein.




