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25. März '26

(Pressestelle)

Falschgeld erkennen, Sensoren verstehen, Gefühle begreifen und Erfindungen kennenlernen: Bei der KinderUni der Hochschule Coburg tauchen Kinder auf spielerische Weise in wissenschaftliche Themen ein – und stoßen dabei auf erstaunliche Zusammenhänge. Rund 200 Schülerinnen und Schüler waren in diesem Sommersemester für einen Tag lang Studierende.

Sara Röhricht lässt sich nicht so einfach Falschgeld unterjubeln. „Einen echten Schein erkennt man daran, dass die Zahl glitzert”, erklärt die Siebenjährige. „Der Rand fühlt sich anders an. Und es gibt ein Wasserzeichen.” Die Zweitklässlerin hat im Hörsaal gut aufgepasst. Rund 200 Mädchen und Jungen zwischen etwa acht und 12 Jahren besuchten die KinderUni der Hochschule Coburg im Sommersemester und entdeckten im Hörsaal, wie Wissenschaft den Rätseln der Welt auf den Grund geht. Prof. Dr. Lutz Schneiders Vorlesung hatte als Thema „Was ist eigentlich Geld?”: Es ging darum, warum es Geld gibt und wie es entstanden ist, was das mit Schnecken und Muscheln zu tun hat, welche Arten von Geld es überhaupt gibt – und woher man weiß, ob es echt ist. Sara erkannte Professor Schneiders grünen 30-Euro-Schein sofort als Fälschung.

Moderne Technik einfach erklärt: Sensoren im Alltag

Prof. Dr. Klaus Drese machte Technologie begreifbar: In seiner Vorlesung „Woher wissen Autos und Smartphones, wie sie sich bewegen?” erfuhren die Kinder, dass Wissenschaft in jedem Gerät um sie herum steckt. Vom Smartphone über das Auto bis zur Waschmaschine – überall arbeiten winzige Sensoren, die messen, reagieren und steuern. Die Kinder verfolgten fasziniert, wie diese Bauteile im Laufe der Zeit immer kleiner wurden und welche Unternehmen heute diese Technologie entwickeln. Heutige Sensoren sind oft nur noch so groß wie ein Zuckerkristall und messen Beschleunigungen, Drehungen, Druck und andere physikalische Größen.

Von der Steinzeit zur KI: Kinder entdecken die Geschichte der Technik

Erfindungen und Wissenschaft, Staunen im Hörsaal und richtiges Hochschul-Feeling: Die Schülerinnen und Schüler durften einen Tag lang Studierende sein – mit Studi-Ausweis und Mensa-Besuch. „Das Essen hat mir besonders gut gefallen”, sagt Felix Kotulla von der Melchior-Franck-Grundschule Coburg. Felicitas Bobach (11) erzählt: „Ich habe letztes Jahr schon bei der KinderUni mitgemacht und das hat mir so gut gefallen.” Sie geht in Coburg aufs Gymnasium Alexandrinum und war zusammen mit ihrem kleinen Bruder Bennett (8) nach der Mittagspause in Prof. Dr. Gunther Herrs Vorlesung „Von der Steinzeit zur Künstlichen Intelligenz”. „Es ist interessant, wie Maschinen entstanden sind”, findet Felicitas.

Die Nachwuchs-Studis reisten durch die Zeit – vom Faustkeil und Feuer über das Rad bis zum Buchdruck und zur Dampfmaschine. Sie verstanden, wie Menschen sich ihren Alltag dank bedeutender Erfindungen erleichterten und was Künstliche Intelligenz und moderne Technologien aktuell verändern. „Am spannendsten fand ich, was die Leute früher alles per Hand gemacht haben und nicht mit Maschinen wie wir heute”, sagt Ludwig Börner. „Ich wusste auch nicht, dass wir Menschen so viel gelernt haben und dass sich unser Gehirn von der Steinzeit bis heute immer weiterentwickelt hat.” Der Neunjährige aus Themar will bei der nächsten KinderUni unbedingt wieder dabei sein.

Gefühle verstehen und ausdrücken

Unter dem Motto „Ich zeig’ Dir meine Gefühle” gab Dozentin Michaela Musenja eine besondere Einführung in die Welt der Emotionen. Diese kreative Vorlesung zeigte den Kindern neue Wege, sich auszudrücken. Sie erfuhren, was Gefühle eigentlich sind, welche Rolle dabei unser Körper spielt und wie Theaterarbeit helfen kann, Gefühle auszudrücken – außerdem lernten sie, welche Bedeutung dies für die gemeinsame Kommunikation hat.

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