Klimaschutz- und Energiemanagement
Um den Umwelt- und Klimaschutz als bildende Institution maximal voranzubringen setzt die Hochschule Coburg auf eine diversifizierte Strategie. Der erster Meilenstein dieser Strategie, das Klimaschutzkonzept der Hochschule Coburg, ist bereits erreicht. Es zeigt 49 Maßnahmen auf, die zum Ziel haben die Treibhausgasneutralität unserer Hochschule bis 2040 zu erreichen. Ein weiterer Teil der Vorgehensweise stellt die Einführung eines Energiemanagementsystems (EnMS) nach DIN ISO 50001 und DIN ISO 50005 dar.
Klimaschutzkonzept
Unsere Hochschule entwickelte und setzt ein umfassendes Klimaschutzkonzept um, das als strategische Grundlage für künftige Klimaschutzmaßnahmen dient. Es definiert klare Verantwortlichkeiten in Hochschulpolitik und Verwaltung und binden Studierende, Mitarbeitende sowie externe Stakeholder aktiv ein. Unser Konzept analysiert technische und wirtschaftliche Maßnahmen zur Emissionsreduktion und setzt konkrete kurzfristige (bis 3 Jahre), mittelfristige (3-7 Jahre) und langfristige (über 7 Jahre) Ziele. So leisten wir einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz und positionieren uns als Vorreiterin in diesem Bereich.

- Integriertes KSK der HSCO für 2023 (DOWNLOAD LANGVERSION)
- Integriertes KSK der HSCO für 2023 (DOWNLOAD KURZVERSION)
- KLIMASCHUTZ 2024 KOMPAKT (DOWNLOAD BALD ERHÄLTLICH)
- KLIMASCHUTZ 2025 KOMPAKT (DOWNLOAD BALD ERHÄLTLICH)
Abgeschlossene oder in der Umsetzung befindliche Maßnahmen
Abfall und (Ab)wasser

Beschaffungswesen
Keine umgesetzten oder in Umsetzung befindlichen Maßnahmen
Energie

Mobilität

Klimafolgenanpassung

Sonstige

Energiemanagementsystem (EnMS)
Um erreichte Ziele des Umwelt- und Klimaschutz sichtbar zu machen initialisiert unsere Hochschule bis 2027 ein EnMS nach DIN ISO 50001 und DIN ISO 50005. Es soll aufzeigen wieviel Energie unsere Hochschule verbraucht und welche kontinuierlichen und alltagsbezogenen Möglichkeiten sie hat, diesen Verbrauch zu senken. Es dient so als Grundlage für eine kontinuierliche Senkung des Energieverbrauchs und leistet so einen signifikanten Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Das EnMS erfüllt zusätzlich einen erheblichen Beitrag zur Erfüllung diverser gesetzlicher Festlegungen (bspw. § 6 Abs. 1, 2, 4 EnEfG).
Aktueller Arbeitsstand:
✓ Management-Commitment und Zielsetzung
✓ Erstellung eines EnMS-Teams und Beauftragung eines Energiemanagers
✓ Ist-Analyse des Energieverbrauchs
→ Energiepolitik und Strategie definieren
→ Datenerfassung und Monitoring aufbauen
→ Identifikation von Einsparpotenzialen
→ Maßnahmen zur Effizienzsteigerung umsetzen
→ Schulung und Sensibilisierung
→ Regelmäßige Überprüfung und Auditierung
→ Fortlaufende Optimierung (KVP)
Projektbeteiligte
- Dr. Matthias J. Kaiser, Kanzler der Hochschule Coburg
- Prof. Dr. Felix Weispfenning, Vizepräsident der Hochschule Coburg
- Rafael Vogt, Klimaschutz- und Energiemanager
- Susanna Buchwald, Leitung Abteilung Technik und Bauen
- Sandro Krempel, Leitung Abteilung Technik und Bauen
- Sebastian Bieber, Mitarbeiter Abteilung Technik und Bauen
- Stefan Schwuchow, Mitarbeiter Referat Nachhaltigkeit
Zusammen mit weiterem wissenschaftlichem Support:
- Prof. Dr. Matthäus Brela, Dozent an der Fakultät Elektrotechnik und Informatik
- Prof. Dr. Matthias Mörz, Dozent an der Fakultät Elektrotechnik und Informatik
- Prof. Dr. Bernd Hüttl, Dozent an der Fakultät Elektrotechnik und Informatik
- Prof. Dr. Michael Schaub, Dozent an der Fakultät Design
Warum ALLE den Kampf gegen die drohende Klimakatastrophe führen müssen
Die Dringlichkeit, mit der wir uns dem Kampf gegen die Klimakatastrophe widmen müssen, lässt sich nicht höher bewerten. Seit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens im Dezember 2015, in dem das Ziel festgelegt wurde, die Erderwärmung auf unter 2,0 °C zu begrenzen, hat sich die Situation nur noch weiter zugespitzt. Aktuelle Prognosen zeigen, dass wir auf einem direkten Weg sind, eine Erwärmung von mindestens 2,7 °C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu erreichen. Um diesen Prozess aufzuhalten, müssen wir unsere Anstrengungen vervielfachen.
Der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre ist seit Beginn der industriellen Revolution auf dramatische Weise angestiegen. Während CO₂-Schwankungen in der Atmosphäre einst natürlichen, gleichbleibenden Mustern folgten, hat der menschliche Einfluss diesen Zyklus tiefgreifend gestört. Der exponentielle Anstieg des CO₂-Gehalts, getrieben durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, Abholzung und andere industrielle Prozesse, hat uns in eine Ära der Ungewissheit und der drohenden Katastrophe geführt.
Kohlenstoffdioxid, als eines der Haupttreibhausgase, spielt eine zentrale Rolle beim Temperaturanstieg unseres Planeten. Die Folgen dieser Erwärmung sind unlängst bekannt. Relativ neu ist, dass wir durch das Erreichen immer neuer Durchschnittstemperaturrekorde zur Überschreitung von Klimakipppunkten beitragen. Diese Klimakipppunkte sind nach heutigem Wissen und technischem Stand nicht reversibel. Im Gegenteil ist ein solcher Kipppunkt erreicht, kann dieser als Katalysator dienen. So bewirkt das Auftauen der Permafrostböden die Freisetzung des höchst potenten Klimagases Methan (CH₄). Dieses Gas beschleunigt den Effekt der Erderwärmung um ein Vielfaches.
Die Dringlichkeit, mit der wir Maßnahmen ergreifen müssen, um den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, den Übergang zu erneuerbaren Energien zu beschleunigen und nachhaltige Lebensweisen zu fördern, war nie größer. Die Klimakrise wartet nicht auf unsere Bequemlichkeit oder politische Entscheidungsprozesse. Jeder Tag, den wir zögern, bringt uns näher an einen Punkt, an dem die Auswirkungen des Klimawandels irreversibel werden.
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Klimaschutzmanager


