Alumni gaben Einblicke ins Berufsleben

Mittwoch. 03. April 2019 (Dr. Margareta Bögelein)
Martin Keller, Benjamin Hübner, Michael Herold, Franziska Lind, Klaus Beringer, Prof. Wolfram Haupt und Sebastian Stich im Physiklabor. (v.li.)
Martin Keller, Benjamin Hübner, Michael Herold, Franziska Lind, Klaus Beringer, Prof. Wolfram Haupt und Sebastian Stich im Physiklabor. (v.li.)

Dr. Martin Keller und seine Kommiliton*innen schlossen vor zehn Jahren ihr Studium der Physikalischen Technik an der Hochschule Coburg ab. Bei einem Besuch an ihrer Alma Mater berichteten sie den heutigen Studierenden von ihren Erfahrungen beim Berufseinstieg.

Junge Ingenieure sind am Arbeitsmarkt gefragt. Dennoch fällt es Berufseinsteigern oft nicht leicht, die für sie passende Stelle zu finden. Das ging auch den Absolvent*innen des Abschlussjahrgangs 2009 nicht anders. „Beim Berufseinstieg sollte man sich fragen, was einem im Studium am meisten Spaß gemacht hat und auch den Mut aufbringen, die Stelle zu wechseln,“ diesen Rat gibt Martin Keller den Studierenden. Zudem sei es wichtig, sowohl im Studium als auch bei der Einstiegsstelle Projekterfahrung zu sammeln. Denn genau das ist es, worauf Arbeitgeber achten. Er selbst promovierte an der Universität Freiburg und am Fraunhofer ISE zum Thema Dünnschichttechnik. Heute arbeitet er bei Siemens Healthineers.

Studium gibt guten Überblick

Sein Kommilitone Benjamin Hübner stellt fest: „Das Studium der Physikalischen Technik gab mir einen guten Überblick über die Naturwissenschaften. Ich profitiere heute noch von der gesamten Bandbreite, angefangen bei der Chemie über die Versuchsplanung bis zur Konstruktion.“ Mittlerweile ist er Leiter der Produktentwicklung bei Moll Batterien.

Wie stark das studentische Engagement das Berufsleben prägt zeigt sich bei Sebastian Stich. Er arbeitete während und nach dem Studium als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sensor- und Aktortechnik der Hochschule Coburg. Dann gründete er mit Partnern die BestSens AG, deren Vorstandsvorsitzender er jetzt ist. In dieser Funktion stellt er fest: „Jetzt brauche ich auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse.“ Für sein Unternehmen sucht er ständig Werkstudent*innen, er hält aber auch Themen für Abschlussarbeiten parat.

Ebenfalls bei einem Unternehmen, das aus der Hochschule Coburg heraus gegründet wurde, der SensAction AG, arbeitet Klaus Beringer. Er sagt: „Mir macht es Spaß, Prototypen zu entwickeln und Prüfstände zu bauen.“ Gleichzeitig macht er die Erfahrung: „Bei einem jungen Unternehmen muss man die Bereitschaft mitbringen, sich rasch in unterschiedliche Bereiche einzuarbeiten.“

Dass dies den Absolvent*innen der Physikalischen Technik gut gelingt, davon ist Franziska Lind überzeugt: „Wir haben im Studium gelernt, uns selbstständig in verschiedenen Themen einzuarbeiten.“ Sie konstruiert aktuell mit CAD-Programmen bei einem Ingenieur-Dienstleister.

Führungsverantwortung übernehmen

Mit zunehmender Berufserfahrung ist häufig die Übernahme von Führungsverantwortung verbunden. Das berichtet Michael Herold, der bei der Continental AG für das Testmanagement von Kunden und Akquise Projekten zuständig ist: „Dann muss man sich als Ingenieur mit Fragen der Mitarbeiterführung beschäftigen und bekommt in Führungsseminaren das Wissen vermittelt, das unsere Kommiliton*innen der Sozialen Arbeit im Studium gelernt haben.“

Prof. Dr. Wolfram Haupt, Dekan der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften, freut sich über die Verbundenheit der Absolvent*innen mit ihrer Hochschule: „Es ist toll, dass sie ihre Erfahrungen an unsere Studierenden weitergeben.“

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