Ein gelungenes Transferprojekt

Mittwoch. 23. Oktober 2019 (Dr. Margareta Bögelein)
Lukas Gärtner von Woco und Alexander Müller von der Hochschule Coburg arbeiten gemeinsam.
Lukas Gärtner von Woco und Alexander Müller von der Hochschule Coburg (v.li.) arbeiten gemeinsam an dem Projekt.

Das Kronacher Kunststoffwerk Woco und die Hochschule Coburg arbeiten aktuell in einem interessanten Forschungsprojekt zusammen. Dabei geht es um die Entwicklung einer neuartigen mechatronischen Systemeinheit, die am Kfz-Turbolader eingesetzt wird. Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert das Projekt im Rahmen des Förderprogramms „Elektronische Systeme in Bayern“.

Die Kfz-Zulieferindustrie steht aktuell vor großen Herausforderungen. Damit der Otto- und der Dieselmotor konkurrenzfähig bleiben, setzen die Kfz-Hersteller u.a. auf Hybridantriebe und die Optimierung des Wirkungsgrades. Gerade der Einsatz eines zusätzlichen Elektromotors kann Otto- und Dieselmotoren im unteren Teillastbereich effizienter machen. Dafür müssen jedoch auch die anderen Motorenkomponenten weiterentwickelt werden.

In dem Kooperationsprojekt der Hochschule Coburg mit dem Kronacher Unternehmen Woco wird ein Aktuator für den Turbolader entwickelt. Durch den Einsatz eines neuartigen Fluids auf der Basis geschmolzener Salze soll eine gleichbleibend hohe Effizienz erreicht werden. Das System ist unmittelbar nach dem Motorstart ansteuerbar und es ist kein zusätzliches Getriebe notwendig. Das führt zu einer Emissions- und Gewichtsreduktion beim Fahrzeug.

Werkstoffeigenschaften werden erprobt

Derzeit erproben Prof. Dr. Alexander Rost vom Technologietransferzentrum Automotive der Hochschule Coburg und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Alexander Müller die Werkstoffeigenschaften der Dichtungskonzepte und sie entwickeln Prüfstände für Komponententests. Parallel beschäftigt sich die Vorentwicklung der Woco-Gruppe damit, das neue Produkt zur Serienreife zu bringen. Lukas Gärtner, Projektleiter bei Woco, kümmert sich seit Projektstart um die Projektkoordination.

Professor Rost freut sich über die gute Zusammenarbeit: „In solchen Projekten können die Industrie und die Wissenschaft ihre unterschiedlichen Kompetenzen einbringen und so innovative Lösungen erarbeiten. Das bringt die Zulieferindustrie in Oberfranken voran.“

Die Woco Kronacher Kunststoffwerk GmbH ist Teil der international tätigen Woco-Gruppe mit den Schwerpunkten Automotive und Industrieanwendungen.

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