Mädchen lernen Berufsalltag von Ingenieurinnen kennen

Freitag. 02. August 2019 (Pressestelle)
Mädchen dreht Schrauben in ein Holzbrett. Sie benutzt dazu einen Akkuschrauber, der mit Druckluft betrieben wird.
Schülerin Carolina zieht Schrauben fest. Ihr Akkuschrauber wird mit Druckluft betrieben.

Das Forscherinnen-Camp soll Mädchen Einblick in den Berufsalltag einer Ingenieurin verschaffen – und so das Interesse an technischen Berufen fördern. Zwei Tage haben die Schülerinnen auch an der Hochschule Coburg experimentiert.

An technischen Problemen tüfteln, bis man zu einer Lösung kommt – ein gutes Gefühl. Zehn Schülerinnen haben das diese Woche im „Forscherinnen-Camp“ erlebt. Der Forschungsauftrag für die 15- bis 18-Jährigen lautete: „Der Druckluft auf der Spur“. Die Teilnehmerinnen haben eine Thermodynamik-Vorlesung besucht, die Installation einer Druckluftstation bei einem Kunden von KAESER KOMPRESSOREN begleitet und SAM 4.0 kennengelernt, das zentrale Steuerungssystem für Druckluftprozesse. Dabei erhielten sie Unterstützung von Lehrenden, Studierenden und Ingenieurinnen.

An der Hochschule Coburg zeigten ihnen Steffen Krajewski und Helmut Halboth, was man mit Druckluft alles machen kann – zum Beispiel Autoreifen wechseln und Bretter durchsägen. Das konnten die Mädchen dann selbst gleich ausprobieren.

„Unseren Studierenden machen die praktischen Übungen im Studium auch immer am meisten Spaß“, verrät die Vizepräsidentin der Hochschule Coburg, Prof. Dr. Jutta Michel. Sie freut sich, dass das Forscherinnen-Camp auch Station an der Hochschule macht. „Für die Schülerinnen ist das eine tolle Möglichkeit, erste Eindrücke von einem technischen Studium zu bekommen.“

Der Frauenanteil in den technischen Studiengängen und in der Metall- und Elektro-Industrie ist gering, nur jeder vierte Arbeitnehmer in Bayern ist weiblich. Darum richtet sich das Forscherinnen-Camp gezielt an junge Frauen. „Damit unsere bayerischen Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in den Bereichen Technik und IT. Wir möchten junge Frauen für diese Berufe begeistern und so wertvolles Potenzial ausschöpfen“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme vbm. Für eine Karriere von Frauen in den bayerischen Metall- und Elektro-Unternehmen sprechen laut Brossardt „vielfältige Tätigkeiten, sehr gute Verdienstmöglichkeiten sowie sehr gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Wie sehr Veranstaltungen wie das Forscherinnen-Camp bei der beruflichen Orientierung helfen, zeigt eine Studie des bbw: Rund 75 Prozent der Teilnehmerinnen wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium beginnen.

Veranstaltet wird das Forscherinnen-Camp von der Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern 4.0“, dem Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) und der bayerischen Metall- und Arbeitgeberverbände bayme vbm.

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