Netzwerk zur Elektromobilität

Montag. 07. Oktober 2019 (Corinna Tübel)
Beim 13. Wissenschaftlichen Kolloqiuum für Elektrische Energietechnik und Elektromobilität in Bad Neustadt pflegten auch Professoren und  Doktoranden der Hochschule Coburg ihr fachliches Netzwerk mit anderen Forschern und Vertretern der Industrie.
Beim 13. Wissenschaftlichen Kolloqiuum für Elektrische Energietechnik und Elektromobilität in Bad Neustadt tauschten sich auch Professoren und Doktoranden der Hochschule Coburg mit anderen Forscher*innen und Vertretern der Industrie aus. Foto: Andreas Ziegler

Beim 13. Wissenschaftlichen Kolloquium für Elektrische Energietechnik und Elektromobilität in Bad Neustadt​ waren auch Wissenschaftler der Hochschule Coburg vertreten. Die vier beteiligten nordbayerischen Hochschulen tauschen sich regelmäßig zu Entwicklungen im Bereich Elektromobilität, deren technologische Umsetzung und nachhaltige Energieversorgung aus.

Wie können Rohstoffe für elektrische Motoren besser ausgenutzt werden? Wie kann man durch neue Technologien Isolationssysteme verbessern? Und wie verlängert man die Haltbarkeit von Batterien? Diese Themen bildeten den Kern der Vorträge, Präsentationen und fachlichen Diskussionen beim WIKE³. Bei der mittlerweile fest etablierten Veranstaltung Wissenschaftliches Kolloquium für Elektrische Energietechnik und Elektromobilität waren im Juli auch fünf Wissenschaftler der Hochschule Coburg vertreten: Prof. Dr. Michael Rossner, Prof. Dr. Omid Forati Kashani und Prof. Dr. Christian Weindl aus der Fakultät Elektrotechnik und Informatik sowie zwei ihrer Doktoranden. Sie nutzten das Zusammentreffen, das zweimal im Jahr organisiert wird, um sich mit anderen jungen Forschern und deren Professoren aus drei weiteren nordbayerischen Hochschulen Aschaffenburg, Nürnberg und Würzburg-Schweinfurt fachlich auszutauschen. 28 Doktoranden und 13 Professoren nahmen am WIKE³ im Technologietransferzentrum Elektromobilität (TTZ-EMO) in Bad Neustadt a. d. Saale teil.

Besondere Schwerpunkte des diesjährigen WiKE³ waren innovative Bauformen und neue Berechnungsverfahren für elektrische Motoren u.a. für eine höhere Ausnutzung der eingesetzten Rohstoffe und neueste Erkenntnisse zu Isolationssystemen. Zudem wurden Lösungen für neuartige Batteriesysteme mit einer verbesserten Lebensdauer sowie Arbeiten aus der Leistungselektronik präsentiert und diskutiert.

Das fachlich fokussierte Graduiertenkolleg mit individueller Betreuung an jeder Hochschule und gemeinschaftlichem Coaching beim WiKE³ fügt sich in optimaler Weise in die Entwicklungspläne der beteiligten Hochschulen ein. Die Möglichkeit der Promotion an Hochschulen in Kooperation mit Doktorvätern an Universitäten gibt anwendungsbezogener Forschung einen neuen Stellenwert. Zudem kann eine solche Zusammenarbeit den Blick für alle Doktoranden um die universitäre Sicht erweitern und individuelle Netzwerke fördern. Bislang nehmen Universitäten wie Erlangen, Ilmenau, Dortmund, München, Bayreuth, Dresden, Barcelona, Berlin, Brüssel und Clausthal zusammen mit vielen Hochschulen angewandter Forschung aus ganz Deutschland an dem Programm teil.

Anerkennung seitens der Industrie und zunehmende Internationalisierung

Vertreter aus der Industrie begrüßen das WiKE³ und sind von dessen Ausrichtung und Qualität überzeugt, so berichtet Professor Dr. Ansgar Ackva über das Feedback vieler Industriepartner. Der Fachkräftemangel an Experten in diesem Fachgebiet ist enorm, geschuldet u.a. den großen Herausforderungen durch die Energie- und Mobilitätswende. Die WiKE³-Teilnehmer besuchten die Firma Valeo Siemens eAutomotive in Bad Neustadt mit einem Fertigungsrundgang und gewannen erste Eindrücke über neueste Entwicklungen und Eindrücke aus der Praxis. Dort werden modernste Antriebe für Elektro- und Hybridfahrzeuge entwickelt und produziert.

International und selbstkritisch

Doch die Arbeiten im WiKE³ werden auch internationaler: War es bisher bereits üblich, im Ausland und in englischer Sprache zu publizieren und zu präsentieren, werden inzwischen erste Promotionen direkt im Ausland absolviert. Zudem konnten qualifizierte Absolventen aus dem Ausland als neue wissenschaftliche Mitarbeiter gewonnen werden.

Professor Dr. Ansgar Ackva, Hochschule Würzburg-Schweinfurt, freute sich über die positive Entwicklung des WiKE³ und fasste zum Abschluss zusammen: „Wir brauchen junge Forscherinnen und Forscher für eine Wissenschaft, die Wissen schafft - immer selbstreflektierend und selbstkritisch auf der Suche nach der Wahrheit, nach guten Lösungen und stets zum Nutzen für die Menschen.“

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