Studieren zwischen Routine und Neuland – Bioanalytisches Fachsymposium

Dienstag. 03. Dezember 2019 (Dr. Margareta Bögelein)
Studierende mit weißen Kitteln im Labor
Neben dem Laborpraktikum gehört auch das Vorbereiten eines Symposiums zu den Aufga-ben der Studierenden im Master Bioanalytik an der Hochschule Coburg.

Um Krankheiten besser diagnostizieren zu können, braucht es gute Analyseverfahren. Diese Verfahren sind Gegenstand des Bachelor- und des Masterstudiengangs Bioanalytik an der Hochschule Coburg. Die Studierenden lernen dabei die klassischen Routineverfahren kennen. Sie setzen sich aber auch mit neuartigen Methoden auseinander, mit denen bisher unbekannte Krankheitsursachen diagnostiziert werden können. Prof. Dr. Stefan Kalkhof geht bei der Wissensvermittlung besondere Wege.

„Mein Ziel ist es, die Studierenden an heiße Forschungsthemen heranzuführen“, stellt er fest. Und er ergänzt: „Sie sollen ein Gefühl dafür entwickeln, wo die Routinemethoden aufhören und wo durch Forschung neue Lösungswege gefunden werden müssen.“ Dazu organisiert er gemeinsam mit den Masterstudierenden in jedem Jahr ein Fachsymposium mit mehr 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Zur Vorbereitung setzten sich in diesem Jahr elf Studierende des zweiten Semesters im Masterstudiengang Bioanalytik mit der klinischen Analytik von seltenen Nierenerkrankungen auseinander.

Professor Kalkhof stellte seinen Studierenden im ersten Schritt mehrere Forscher vor, die auf dem Gebiet arbeiten und versorgte sie mit deren wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die sie durcharbeiten mussten. Anschließend ging es im Seminar darum, die erarbeiteten Erkenntnisse zu diskutieren und sich für zwei Forscher zu entscheiden, die zu einem Fachsymposium an die Hochschule Coburg eingeladen werden sollten.

Die Studierenden wünschten sich, zu dem Thema „Moderne Methoden der klinischen Analytik von Nierenerkrankungen“ mit Prof. Dr. Christoph Daniel vom Universitätsklinikum Erlangen-Nürnberg und Prof. Dr. Andreas Römpp von der Universität Bayreuth diskutieren zu können. Beide kamen an die Hochschule Coburg, um ihre Forschungsarbeiten vorzustelle.

Professor Kalkhof ist stolz auf seine Studierenden: „Sie gingen sehr gut vorbereitet in das Symposium, haben es moderiert und richtig gute Fragen gestellt.“ Und er fügt hinzu: „Das ist aus meiner Sicht ein sehr guter Weg, um Studierende auf die Berufspraxis vorzubereiten. Sie haben erfahren, dass sie sich mit ihrem Wissen nicht verstecken müssen.“

Die Studierenden schätzen an dem Symposium insbesondere den intensiven fachlichen Austausch. „Es war sehr schön, dass so viele Kommilitonen aus verschiedenen Semestern gekommen sind und sich so rege beteiligt haben. Das war der perfekte Abschluss für unser Wahlpflichtfach“, freut sich Annika Schott. Und Moritz Nichterlein ergänzt: „Nach den Vorträgen bei Pizza und Getränken mit den Professoren zu diskutieren, das hat mir richtig gut gefallen. Da konnten wir auf kurzem Wege bei gemütlicher Atmosphäre Fragen gestellt und Kontakte knüpfen“.

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