3. Februar '26
(Pressestelle)
Es geht nicht nur um Äußerlichkeiten: Alter ist der größte Risikofaktor für Krankheit. Gesellschaftlich und auch wirtschaftlich ist es deshalb von sehr großem Interesse, den biologischen Alterungsprozess aufzuhalten. Oder besser: ihn rückgängig zu machen. Das ist Thema von Prof. Dr. Janosch Hildebrands Forschung an der Hochschule Coburg. Seine Arbeit wurde nun in der Sendung „4you“ von TV Oberfranken vorgestellt.
Hildebrand hat an der Hochschule Coburg eine Forschungsprofessor für Altersforschung, verjüngende Biologie und molekulare Zellbiologie inne. Im Mittelpunkt seiner Forschung stehen molekulare Mechanismen in den Zellen. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie Zellen altern – und inwiefern sich dieser Prozess verlangsamen oder sogar teilweise umkehren lässt. Beispielhaft untersucht das Forschungsteam vor allem Hautzellen.
„Wir lassen Hautzellen in Zellkulturen im Labor künstlich altern. Diese Alterung können wir anschließend wieder zurückdrehen – etwa durch die Zugabe bestimmter Moleküle oder durch gezielte zelluläre Manipulationen, sodass die Zellen einen jüngeren Charakter annehmen“, erklärt Hildebrand.
Für die Analyse kommen moderne molekularbiologische Methoden zum Einsatz, darunter Multi-Omics-Technologien, Einzelzellanalysen und bioinformatische Auswertungen. „So sind wir in der Lage, die Gen-Aktivität in diesen Zellen während der Alterung und während der Verjüngung innerhalb der Zellkultur nachzuvollziehen.“
Hildebrand befasst sich in mehreren Projekten mit innovativen Ansätzen der Alters- und Verjüngungsforschung, unter anderem mit der Übertragung des Parabiose-Prinzips auf Hautzellen. Dieses Konzept geht davon aus, dass es in jungen Organismen Moleküle und Substanzen gibt, die in der Lage sind, alte Zellen nachhaltig zu verjüngen.
Das Forschungsprojekt auf TVO
TV Oberfranken begleitete das Forschungsprojekt in der Sendung „4you“ und gibt dabei spannende Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit an der Hochschule Coburg. Der Beitrag wurde von der Rainer Markgraf Stiftung unterstützt. Hier geht es zum Beitrag in der TVO-Mediathek (ab Minute 11:15)







