IT-Absolventenpreis für Coburger Informatiker

Dienstag. 18. Juni 2019 (Pressestelle)
Gruppenbild IT-Cluster Oberfranken
Lukas Höllein (2.v.r.), Matthias Delfs (r.), Alexander Badewitz (3.v.r.) gemeinsam mit Thomas Feike (3.v.l.), Jurysprecher und stellvertretender Vorsitzender des IT-Clusters, sowie Ulrich Gruber (2. Reihe Mitte)

Der Absolventenpreis des IT-Clusters Oberfranken für die besten Abschlussarbeiten in Informatik ging in diesem Jahr an Lukas Höllein von der Hochschule Coburg. Die beiden Zweitplatzierten sind Alexander Badewitz, ebenfalls Hochschule Coburg, und Matthias Delfs von der Universität Bamberg.

In Oberfranken gibt es jährlich viele hochqualifizierte Absolventinnen und Absolventen der Informations- und Kommunikationstechnologie. Um dieses Potenzial sichtbar zu machen, prämiert der IT-Cluster Oberfranken e. V. seit 2011 praxisrelevante Abschlussarbeiten aus diesem Bereich. Das Finale und die Preisverleihung des „ITCO ABSOLVENTENPREISES 2019“ fand in diesem Jahr in Kulmbach statt. Gastgeber war die IREKS GmbH, führender Hersteller von Braumalzen, Backzutaten und Aromen. Aus den Reihen der oberfränkischen Hochschulen und Universitäten konnten sich drei Kandidaten mit ihren Abschlussarbeiten für die Finalrunde qualifizieren. Sie mussten ihre Arbeiten vor einer Jury präsentieren, die mit Experten aus der Wissenschaft und der Wirtschaft besetzt war.

Bachelorarbeit zu Video-Annotation

Lukas Höllein überzeugte mit seiner Bachelorarbeit „Video-Streaming and Video-Annotation for case workers“. Darin entwickelte er einen Prototypen, mit dessen Hilfe Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter einer Versicherungsgesellschaft Videos betrachten sowie Notizen und Anmerkungen hinzufügen können. Entstanden ist die Arbeit im Rahmen seines dualen Studiums mit dem Autoversicherer HUK-Coburg. „Mit zunehmender Verbreitung von Dash-Cams – also im Auto installierten Kameras, die den umliegenden Straßenverkehr kontinuierlich mitfilmen – werden bei den Versicherern immer mehr Beweisvideos eingereicht“, erklärt Lukas Höllein. Er entwickelte ein System, das eine Betrachtung und Annotation von Videos ermöglicht. Seine Arbeit wurde von Prof. Dr. Quirin Meyer aus der Fakultät Elektrotechnik/Informatik der Hochschule Coburg betreut.

Kanban-Board und Künstliche Intelligenz

Der Zweitplatzierte Alexander Badewitz von der Hochschule Coburg entwickelte in seiner Masterarbeit eine Lösung, die die Synchronisation eines physischen Kanban-Boards mit einem digitalen Kanban-Board größtenteils automatisiert. Die Lösung enthält sowohl Hardware- als auch Software-Komponenten. Betreuer der Masterarbeit war Prof. Dr. Dieter Wißmann.

Matthias Delfs von der Universität Bamberg, der ebenfalls den zweiten Platz erreichte, beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit der Frage, ob sich die Käufe von Röntgengeräten mit Hilfe künstlicher Intelligenz künftig besser und längerfristiger vorhersagen lassen. Bislang schätzen menschliche Experte die Zahl der Käufe bis zu zwei Wochen in die Zukunft. Matthias Delfs hat gemeinsam mit Siemens Healthineers Verfahren des maschinellen Lernens und statistische Verfahren dahingehend untersucht, ob eine Vorhersage zwei Monate in die Zukunft zu vergleichbaren oder besseren Ergebnissen führen als die der menschlichen Experten.

Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft

Die Jury, die die Preisträger auswählte, war mit oberfränkischen Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft besetzt. Aus den Reihen der Hochschulen und Universitäten waren dies Prof. Dr. Torsten Eymann (Universität Bayreuth), Prof. Dr. Richard Göbel (Hochschule Hof), Prof. Dr. Andreas Henrich (Universität Bamberg) und Prof. Volkhard Pfeiffer (Hochschule Coburg). Aus den Reihen der oberfränkischen Wirtschaft nahmen teil: Peter Müller (im Ruhestand, vormals T-Systems International GmbH, Bamberg), Thomas Feike (VLEXsoftware+consulting gmbh, Kulmbach), Michael Bitzinger (Geschäftsführer bitzinger GmbH, Hof) und Torsten Wabnitz (Wabnitz IT & Media Company GmbH, Bayreuth).

Der Vorstandsvorsitzender des IT-Clusters Oberfranken Hans Ulrich Gruber bedankte sich bei den drei Finalisten, der Jury sowie dem Gastgeber Dr. Klaus Langer, IT-Leiter und Prokurist der IREKS GmbH.

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