24. Februar '26
(Pressestelle)
Wie lassen sich Landschaften besser auf Dürre und Starkregen vorbereiten? Beim Abschluss-Event des Forschungsprojekts BauWaOpKliNu, einer Kooperation der TNL Umweltplanung und der Hochschule Coburg, präsentierten Fachleute aus Wissenschaft und Praxis neue Werkzeuge für eine klimaangepasste Wasserbewirtschaftung – mit konkretem Nutzen für Kommunen und Regionen.
Im Forschungsprojekt BauWaOpKliNu arbeiteten die Hochschule Coburg und die TNL Umweltplanung an einer zentralen Zukunftsfrage: Wie lassen sich Landschaften so gestalten, dass sie mit Dürre ebenso umgehen können wie mit Starkregen? Zum Projektabschluss präsentierten sie Lösungen, die Kommunen helfen sollen, ihren Wasserhaushalt vorausschauend und klimaangepasst zu steuern. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Rund 100 Teilnehmende aus Behörden, Kommunen, ILE-Allianzen sowie Fachverbänden verfolgten das gut 90-minütige Programm und beteiligten sich aktiv über den Live-Chat.
Im Studio diskutierten Frank Bernhausen (Geschäftsführer TNL Umweltplanung), Anton Kohl (Geschäftsführer TNL Umweltplanung), Prof. Dr. Andreas Weiß (Hochschule Coburg, Experte für Wasserwirtschaft), Tanja Kempen (Hochschule Göttingen, Expertin für KI-gestützte Analyse von Rückegassen im Wald) und Dr. Philipp Gerhardt (baumfeldwirtschaft, Experte für Keyline Design).
Gemeinsam beleuchteten sie die zentralen Forschungsergebnisse und deren Bedeutung für eine zukunftsfähige Wasserbewirtschaftung im Zeichen des Klimawandels. Flächen und vor allem die Flächennutzung in Einzugsgebieten spielen eine noch zentralere Rolle in Zeiten von Wasserüberfluss und Wassermangel.
Im Fokus der lebhaften Debatte standen drei zentrale Themen: Ein neu entwickelter Punkt- und Flächen-Algorithmus als Schlüssel zur Identifikation geeigneter Wasserrückhalteflächen, ein wissenschaftlich fundierter Maßnahmenkatalog, der Kommunen eine konkrete Orientierung für Verbesserungen bietet, außerdem die Frage der Praxistauglichkeit – insbesondere, wie die Ansätze in unterschiedlichen Regionen umgesetzt werden können.
„Lösungen müssen einfacher umsetzbar und kostenüberschaubar sein, sonst scheitert vieles in der Umsetzung“, sagt Prof. Dr. Andreas Weiß, Professor für Wasserbau und Siedlungswasserwirtschaft an der Fakultät Design + Bauen der Hochschule Coburg. Für die Hochschule sei das Projekt auch ein Beispiel dafür, wie der Transfer von Forschung und Wissen aus der Hochschule Region, Wirtschaft und Gesellschaft positiv beeinflusst.
Deutlich wurde: Die Forschungsarbeit liefert wertvolle Ansätze, um Regionen gezielt bei der Stärkung des Landschaftswasserhaushalts, der Vorsorge gegen Dürreereignisse und der Minderung von Starkregenfolgen zu unterstützen. Aufbauend auf den Projektergebnissen entwickelt die TNL Umweltplanung gemeinsam mit der Hochschule Coburg derzeit ein regional anpassbares Produkt, das Kommunen und Planungsverbänden konkrete Werkzeuge für eine zukunftsorientierte Wasserplanung an die Hand gibt.
Die Aufzeichnung des Livestreams und aktuelle Informationen sind hier abrufbar.
Für Rückfragen steht TNL Umweltplanung zur Verfügung unter: wasserplanung@tnl-umwelt.de






