18. März '26
(Andreas T. Wolf)
Das Institut für Hochspannungstechnik, Energiesystem- und Anlagendiagnose (IHEA) begrüßt Prof. Dr. Bettina Friedel in seinen Reihen. Die Professorin der Fakultät Elektrotechnik und Informatik erweitert die Kernkompetenzen um die elektrochemische Charakterisierung und bauteilphysikalische Analyse auf Laborebene.
Hochspannungstechnik, Messtechnik, Analytik und Diagnostik: Das ist die Basis, auf die sich das bereits 2017 gegründete Institut IHEA an der Hochschule Coburg stützt. Die drei beteiligten Professoren Prof. Dr. Christian Weindl (Systemsimulation, Netz- und Betriebsmitteldiagnose, Smart Grid, Speicherintegration), Prof. Dr. Michael Rossner (Hochspannungstechnik und Elektrische Energieverteilung) und Prof. Dr. Bernd Hüttl (Photovoltaik), bearbeiten öffentlich geförderte Projekte und unterstützen industrielle Unternehmen bei der Umsetzung wissenschaftlicher Fragestellungen und technischer Innovationen. Von der Funktion kleinster Teile bis zur Planung und Analyse ganzer Energienetzwerke bietet das IHEA umfangreiches Wissen. Zielgruppen des Instituts sind Herstellende von Betriebsmitteln und Netzbetreibende elektrischer Energiesysteme sowie Produzierende und Betreibende von Energieanlagen.
Teure Schäden vermeiden
Nun begrüßen die Forschenden mit Prof. Dr. Bettina Friedel das vierte Mitglied. Der Fokus der 2024 berufenen Professorin liegt im Bereich elektrochemischer Energiesysteme wie zum Beispiel Batterien, Elektrolyseure, Brennstoffzellen, CO2 Recycling und Sondertypen der Photovoltaik (PV): „Mir geht es darum zu verstehen, was in den einzelnen Bauteilen von Energiesystemen während des Betriebs passiert. Schon im Labor untersuche ich, wie bestimmte Belastungen zu Materialveränderungen führen oder unerwartete chemische Reaktionen auslösen können. So lassen sich Schwachstellen früh erkennen – bevor sie in aufwendigen Prototypen zum Problem werden.“
Ob bei Stabilitäts-Untersuchungen in Wasserstoff-Brennstoffzellen, bei der Analyse von Metastabilitäten in neuen PV-Modulen, in der Entwicklung und Untersuchung neuer oder beim Upcycling aus Materialien für Energiesysteme liefert Prof. Dr. Friedel einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Nachhaltigkeit. Das IHEA kann damit weitere, wichtige Aspekte in Sachen Energieträgern abdecken und von komplexen Netzmodellen bis ins kleinste Detail als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Wissen zu Photovoltaik und Wasserstoff
Derzeit arbeitet Friedel eng mit den Kollegen Hüttl und Rossner in den Labors zusammen. Langfristig möchte sie jedoch den Bereich Wasserstoff ausbauen und als gefragte Forschungspartnerin für die Industrie den Technologietransfer beim Degradations-, Performance- und Lifetime-Testing von Brennstoffzellen, Elektrolysezellen und kleinen Brennstoffzellenstapel (Kleinstacks) vorantreiben. Neben ihrer bestehenden Grundlagenforschung mit Universitäten und Normungs-Behörden sind bereits Kooperationen mit lokalen Technologie-Unternehmen geplant. „Ich freue mich sehr, das IHEA mit meiner Expertise verstärken zu können und so seinen Angebotsbereich zu erweitern.“
Friedel ist Professorin für Regenerative Energiesysteme derzeit in sechs verschiedenen Studiengängen mit Modulen zu beispielsweise Themen der Wasserstofftechnologien, Physik und Thermodynamik. Sie leitet den Studiengang Energietechnik und Erneuerbare Energien. Mit den anderen IHEA- Forschenden bietet sie umfangreiche Studien-Möglichkeiten zu Themen von Energie-Erzeugung, -Transport und -Speicherung. Absolventinnen und Absolventen können ihr erlangtes Wissen später gewinnbringend in der Arbeitswelt einsetzen.







