15. Oktober '26
(Pressestelle)
Technische Dokumentationen durchsuchen, internes Wissen aus vielen Quellen bündeln oder wiederkehrende Abläufe automatisieren: KI kann Unternehmen dabei unterstützen, ihre Prozesse effizienter zu gestalten. Gemeinsam mit Zukunft.Coburg.Digital vermittelt die Hochschule praxisnahes KI-Wissen für Unternehmen in der Region. Im neuen Zertifikatskurs „AI Solution Architect“ lernen Fachkräfte, KI nicht einfach nur zu nutzen, sondern eigene KI-Lösungen für konkrete Anforderungen in ihren Unternehmen zu bauen.
Von bestehenden KI-Modellen zur eigenen Unternehmenslösung – darum geht es im neuen Zertifikatskurs „AI Solution Architect“, der gerade zum ersten Mal gestartet ist. Gemeinsam mit Zukunft.Coburg.Digital macht die Hochschule Coburg Fachkräfte aus technischen Bereichen fit für die professionelle Entwicklung und Integration von KI-Systemen. Im Fokus stehen unter anderem lokale Sprachmodelle, KI-gestütztes Wissensmanagement, KI-Agenten und automatisierte Workflows. Knapp 20 Fachkräfte aus sechs Branchen, von der Automobiltechnik bis zur IT-Beratung, nehmen am ersten Durchgang teil.
„Am Ende des Semesters wissen die Teilnehmenden nicht nur, wie sie KI für konkrete Aufgaben einsetzen, sondern auch, was technisch dahintersteckt. Sie lernen, Sprachmodelle hinsichtlich Leistung, Kosten und Datenschutz zu bewerten, unternehmenseigene Wissensquellen über RAG-Systeme einzubinden und KI-Agenten über Schnittstellen mit bestehenden IT-Systemen zu verknüpfen. Dieses Wissen setzen sie in einem eigenen Praxisprojekt um, bei dem sie eine funktionsfähige KI-Lösung für eine konkrete Herausforderung aus ihrem beruflichen Umfeld entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Thomas Wieland. Der Informatikprofessor leitet den Kurs gemeinsam mit Thomas Knorr, Geschäftsführer der datadice GmbH und Experte für Datenanalyse, Künstliche Intelligenz und die Entwicklung maßgeschneiderter KI-Lösungen für Unternehmen.
Lernen am Praxisprojekt
Die einsemestrige Weiterbildung kombiniert Online-Lehre mit Präsenzworkshops und schließt mit einem Hochschulzertifikat und 5 ECTS-Punkten ab. Im Mittelpunkt steht ein eigenes Praxisprojekt: Denkbar ist beispielsweise ein interner Wissensassistent, der technische Dokumentationen durchsucht und Fragen auf Basis unternehmenseigener Daten beantwortet. Auch KI-gestützte Workflows, die Kundenanfragen analysieren oder wiederkehrende Arbeitsschritte automatisieren, sind mögliche Anwendungsfälle. Neben der Entwicklung spielen dabei auch die Integration in bestehende IT-Systeme, Datensicherheit und Qualitätssicherung eine zentrale Rolle.
„Das Besondere am AI Solution Architect ist die Kombination aus technischem Tiefgang und unmittelbarer Anwendung. Die Teilnehmenden beschäftigen sich nicht nur mit einzelnen KI-Technologien, sondern lernen, daraus vollständige Lösungen für reale Unternehmensanforderungen zu entwickeln. Dabei verbinden wir wissenschaftliche Grundlagen mit der praktischen Umsetzung im eigenen Projekt“, sagt Prof. Dr. Michael Hartmann, Studiendekan der Studienfakultät für Weiterbildung der Hochschule.
Mit dem gemeinsamen Weiterbildungsangebot wollen die Hochschule Coburg und Zukunft.Coburg.Digital gezielt die technischen KI-Kompetenzen in der regionalen Wirtschaft stärken. Alisa Ehrlicher von Zukunft.Coburg.Digital erklärt, warum das zunehmend wichtig wird: „KI-Tools bedienen zu können, ist das eine. Eigene KI-Lösungen zu entwickeln, die zuverlässig funktionieren und sich in bestehende Unternehmensprozesse integrieren lassen, ist etwas ganz anderes. Dafür braucht es Menschen, die nicht nur wissen, was mit KI möglich ist, sondern auch, wie man es technisch umsetzt. Genau diese Kompetenzen wollen wir gemeinsam mit der Hochschule Coburg in der Region stärken.“
Eine Fortsetzung des Zertifikatskurses ist bereits geplant: Der nächste Durchgang des „AI Solution Architect“ soll Anfang Oktober 2027 zum Start des Wintersemesters beginnen. Damit bieten die Hochschule Coburg und Zukunft.Coburg.Digital auch im kommenden Jahr technisch versierten Fachkräften die Möglichkeit, ihre KI-Kompetenzen gezielt zu vertiefen und eigene KI-Lösungen für den Einsatz im Unternehmen zu entwickeln.










