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30. Oktober '26

(Pressestelle)

Goethes Arbeitszimmer darf im Museum nur betrachtet, nicht betreten werden. Studierende der Hochschule Coburg entwickeln deshalb digitale Möglichkeiten, den historischen Raum interaktiv zu erkunden. Das Kooperationsprojekt „CTRL+Goethe: Next Level“ soll am Sonntag, 1. November, auch im ZDF heute journal vorgestellt werden.

Wie lässt sich ein historischer Raum digital erkunden, ohne dass Besucherinnen und Besucher dafür komplizierte Technik bedienen müssen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Studierende des Studiengangs Integriertes Produktdesign der Hochschule Coburg gemeinsam mit der Klassik Stiftung Weimar. Sie entwickeln interaktive Anwendungen, die Goethes Wohn- und Arbeitswelt auf neue Weise zugänglich machen sollen.

Vom virtuellen Raum zur intuitiven Bedienung

Die Studierenden erproben unterschiedliche Möglichkeiten, mit dem digitalisierten Arbeitszimmer zu interagieren. Paul Maier und Tim Schumacher entwickelten zum Beispiel ein anfassbares Modell von Goethes Arbeitszimmer: etwas größer als ein Schuhkarton und mit einer kleinen Figur in der Mitte. Die Figur kann von den Besucherinnen und Besuchern bewegt werden und dabei sieht man ihre Perspektive auf einem Bildschirm. Ein anderer Ansatz stammt von Nils Rohlfs. Seine Anwendung erlaubt es mehreren Personen, auf ihren Smartphones gemeinsam virtuelle Schubladen in Goethes Arbeitszimmer zu öffnen und zu schließen.

Die Beispiele zeigen, worum es bei „CTRL+Goethe“ geht: Die Digitalisierung soll nicht bei einem dreidimensionalen Abbild des historischen Zimmers stehen bleiben. Entscheidend ist, wie Besucherinnen und Besucher sich darin orientieren und mit seiner Einrichtung interagieren können. Die Anwendungen sollen möglichst intuitiv funktionieren und unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen.

Neue Exponate in Weimar geplant

Das Projekt wird gemeinsam mit der Klassik Stiftung Weimar weiterentwickelt. Ab Dezember 2026 soll die interaktive Arbeit „Farbkreis“ von Lilli Blaschke und Luisa Eichfelder, Sahara Wagner und Laura Ankenbauer im Foyer des Goethe-Nationalmuseums zu sehen sein. Für März 2027 ist außerdem ein Exponat im Digitalen Salon des Museums geplant. Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der bevorstehenden, sanierungsbedingten Schließung des Goethe-Wohnhauses. Während dieser sollen unter anderem digitale Angebote im Goethe-Nationalmuseum neue Zugänge zu Goethes Welt eröffnen.

Betreut wird das Projekt an der Hochschule Coburg von Prof. Dr. Michael Markert. Neben dem Studiengang Integriertes Produktdesign ist inzwischen auch der Studiengang Innenarchitektur an der Kooperation beteiligt.

CTRL+Goethe im ZDF

Das ZDF berichtet am Sonntag, 1. November, über das Projekt und die bevorstehende sanierungsbedingte Schließung des Goethe-Wohnhauses in Weimar.

Mehr zum Projekt: CTRL+Goethe: Next Level

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