12. Oktober '26
Am 17.09.2026 startete im DEMO am Heimatring das kooperative Werkstattverfahren.
Im Fokus stehen dabei der zentrale Bereich im Quartier und die erarbeiteten Reallaborsteckbriefe (siehe unten). Drei Planungsteams aus ganz Deutschland entwickeln gemeinsam mit verschiednen Stakeholder vor Ort im Rahmen von Workshops Ideen und Konzepte für den zentralen Bereich des DEMOs, den so genannten Lupenraum. Die Ergebnisse werden anschließend gemeinsam mit Fachleuten, der Stadtverwaltung und den Menschen vor Ort weiter betrachtet, ausgewertet und in die nächsten Planungs- und Umsetzungsschritte überführt.

DEMO-Quartiert mit ausgewiesenem Lupenraum (c) Stadt Coburg
Die Hochschule Coburg begleitet das Projekt dabei wissenschaftlich, Professoren und Professorinnen bringen ihre Expertise ein, Studierende arbeiten in der Arbeitsgruppen mit und unterstützen eine wissenschaftlich-fundierte und praxisnahe Weiterentwicklung der Konzepte. Dafür bringt sie ein multidisziplinäres Reallabor-Board mit Professorinnen und Professoren verschiedener Disziplinen ein. Im Idealfall entstehen daraus Tandems zwischen Hochschule und Verwaltung, die einzelne Reallabore gemeinsam weiterentwickeln. So werden Forschung, Lehre und kommunale Praxis verbunden. Das DEMO wird zu einem Ort, an dem Studierende, Lehrende und Forschende neue Ansätze direkt im Quartier erproben können.
Im Rahmen der ersten Werkstatt fanden bereits erste Workshops statt. Auch ein Rundgang durch das Quartier stand auf dem Plan. Neben der Grundschule, dem Kindergarten und dem Ladenzentrum wurden auch die verschiedenen Häusertypologien sowie die umfassenden Freiräume des DEMOs besichtigt. Die Ergebnisse aus den themenspezifischen Arbeitsgruppen, an denen seitens der Hochschule sowohl Professoren als auch Studierende teilnahmen, fließen in die weiteren Prozessschritte ein.
Was ist ein Werkstattverfahren?
Ein Werkstattverfahren ist ein dialogorientiertes Planungsverfahren, das vor allem in Städtebau und Architektur eingesetzt wird. Anders als bei einem klassischen Wettbewerb, bei dem Planungsbüros ihre Entwürfe einreichen und eine Jury sie anonym bewertet, arbeiten mehrere Planungsteams hier im direkten Austausch miteinander und mit den Beteiligten.
Typisch sind mehrere Arbeitstreffen (Werkstätten), in denen Zwischenstände vorgestellt und diskutiert werden. Fachleute, Verwaltung, Politik und oft auch die Öffentlichkeit geben dabei Rückmeldungen, die in die Weiterentwicklung der Entwürfe einfließen. Die Planungsteams konkurrieren also nicht im Verborgenen, sondern lernen voneinander und passen ihre Ideen schrittweise an.
Der Vorteil liegt darin, dass lokales Wissen und unterschiedliche Interessen früh einbezogen werden und Konflikte früher sichtbar werden. Das Ergebnis ist meist kein einzelner Siegerentwurf, sondern eine gemeinsam getragene Grundlage für die weitere Planung. Bei „kooperativen“ Verfahren steht genau dieses gemeinsame Erarbeiten im Vordergrund.
Reallaborsteckbriefe anhängen













