Hochschulvertrag 2023-2027

Strategie und Erfolg der Hochschule Coburg

Unsere Vereinbarungen für 2023–2027

Der Hochschulvertrag legt verbindlich fest, welche strategischen Ziele und Leistungen die Hochschule Coburg verfolgt. Er beschreibt die Handlungsfelder für Profilbildung, Schwerpunktsetzung und Qualitätssicherung und regelt, wie Fortschritte gemessen und berichtet werden. So schaffen wir Transparenz und Orientierung – für die Hochschule und ihre Partnerinnen sowie Partner.

Hochschulvertrag und Rahmenvereinbarung

Zwischenstand des Hochschulvertrags

Studium und Lehre, Weiterbildung

Attraktivität und Qualität von Studium und Lehre

  • Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Steigerung des Mischparameters, durch z.B. die Projektgruppe InternationalNOW, das Studiengangsportfolio und den „Program Life Cycle".
    • Erschließung weiterer Zielgruppen durch die Einführung fünf englischsprachiger Bachelorstudiengänge zum Wintersemester 2025/26.
    • Einführung des Orientierungssemesters (zum Sommersemester 2023) führt zu einem Zuwachs an Studierenden.
    • Erfolgreiche Etablierung des „Program Life Cycle" zur Einrichtung neuer Studiengänge.
    • Entwicklung eines strategischen Instruments zur Analyse und zielorientierten Ausrichtung des bestehenden und künftigen Studiengangsportfolios an den Bedürfnissen der Studierenden.
  • Etablierung der Projektgruppe „Student Life Cycle" mit dem Fokus auf „Studienerfolg".
  • Sicherung der Employability von nationalen und internationalen Absolventinnen und Absolventen durch regelmäßige Bewerbungsworkshops.
  • Förderung der Interkulturalität, z.B. im Projekt „GastFREUNDschaft" oder durch Partizipation am „Sprachcafe".

Ausbau innovativer Lehrformate

  • Ausweitung innovativer Lehrformate im Rahmen des Lehr- und Lernfestivals IMPACT, welches als integrativer Bestandteil des Studium Generale die projektzentrierte und transferorientierte Lehre in den Mittelpunkt rückt.
  • Seit 2021 engagiert sich die Hochschule im kooperativen Projekt „ii:oo – Digitales kompetenzorientiertes Prüfen" (08/2021 – 12/2025, finanziert durch die Förderlinie Hochschule durch Digitalisierung stärken der Stiftung Innovation in der Hochschule), u.a. mit Schwerpunkt auf die Entwicklung digital gestützter Prüfungen im Bereich der Informatik.
  • Entwicklung des Leitbilds Lehre.
  • Erstellung eines Best-Practice-Pools im Kontext eines hochschulspezifischen Settings für digital gestützte Lehre.

Ausbau von weiterbildenden und weiterqualifizierenden Angeboten im Sinne eines Life-Long-Learning

  • Förderung flexibler Bildungswege durch Bildungsangebote für Personen mit unterschiedlichen akademischen und berufspraktischen Erfahrungen.
  • Intensivierung der Maßnahmen zur Bewerbung und zur Erhöhung der überregionalen Sichtbarkeit von Bachelor- und Masterstudiengängen durch umfangreiche Werbekampagnen, insbesondere in den sozialen Medien.

Forschung

Ausbau des Forschungserfolgs

  • Aufbau einer Grundfinanzierung wird im Forschungsbereich im Referat Forschungs- und Drittmittelservice (FDS) durch die systematische Erfassung von Bedarfen (z. B. über Drittmittelanzeigen oder Gespräche mit Forschenden) unterstützt.
  • Entwicklung eines Forschungsfonds.
  • Einrichtung des Referats für Forschungsstrategie und -qualitätsmanagement (FSQM) im August 2024.
  • Konzeption und geplante Einrichtung eines synchronisierten Forschungsdatenmanagementsystems unter der Leitung des Referats FSQM mit Beteiligung von Bibliothek und IT-Services.
  • Konzeption und Organisation eines jährlich stattfindenden Qualifizierungsprogramms für alle Promovierendengruppen.

Weitere Stärkung der Forschungsreputation

Wirkung in die Gesellschaft und Transfer

Ausbau der Gründungsaktivitäten

  • Überschreitung des Status Quo durch Neugründungen: 2024 wurden zwei Gründungen im Bereich Life Coaching sowie Sozial- und Kinderbetreuung initiiert; bereits 2023 erfolgten drei nicht wissens- bzw. forschungsbasierte Gründungen (Zukunfts-Design/Design, Betriebswirtschaftslehre, Verein Förderung nachhaltiger Entwicklung).
  • Entwicklung eines strategischen Konzepts zum Ausbau der Gründungsaktivitäten über eine Entrepreneurship Governance.
  • Einrichtung (04/2024) einer zentralen Anlaufstelle für Gründungsinteressierte über die Gründungskoordination.

Ausbau der Wissenschaftskommunikation

  • Einrichtung einer „Landing Page" für kooperations- und transferinteressierte Institutionen auf der Hochschul-Website.
  • Etablierung eines Key Account Managements auf Präsidiumsebene.
  • Etablierung einer kostenfreien Hochschul-App.
  • Neukonzeption einer responsiven Hochschul-Website als zentrale Kommunikationsplattform.
  • Durchführung einschlägiger Wissenstransfer-Veranstaltungen, die den den Dialog und den Transfer von Ideen, Wissen und Technologien mit den verschiedenen Stakeholdern in der Region fördern (z.B. Gender- und Diversityday, IMPACT – Das Innovations- und Lernfestival, Vergabe des CREAPOLIS-Awards, 3×3 – Podiumsdiskussion und Vernetzungsabend mit bayme/vbm).

Hochschulpersonal, Nachwuchs- und Begabtenförderung

Attraktivität als Arbeitgeber

  • Begleitung der Promotion durch ein breites Personalentwicklungsangebot.
  • Schaffung von attraktiven Promotionsstellen mit strategischen Kooperationspartnerschaften für ein gemeinsam getragenes Promotionsprojekt durch die Tandem-Offensive (IMPETUS).

Gleichstellung, Chancengerechtigkeit, Inklusion

Förderung von Diversität

  • Benennung von Inklusionsbeauftragten, die durch entsprechende Beratungsangebote die Inklusion von Mitarbeitenden mit Behinderung unterstützen.
  • Einrichtung einer interdisziplinären Projektgruppe „Strategie Diversity".
  • Durchführung des Gender- und Diversitydays, an dem zu Vielfalt und Gleichstellung sachlich diskutiert und informiert wurde.
  • Veröffentlichung von Presseartikeln über den Deutschen Journalisten Dienst sowie Durchführung einschlägiger Veranstaltungen mit dem Ziel die Attraktivität als Arbeitgeberin für Frauen in der Forschung zu steigern, z.B. Praxistag 2024).
  • Beratende Funktion in Berufungsverfahren durch IMPETUS, wodurch auf gendersensible Sprache in Stellenausschreibungen hingewiesen wird.
  • Erhöhung der Forschungsaktivitäten von Professorinnen durch verschiedene Angebote, die das Referat Forschungs- und Drittmittelservice (FDS) bündelt.

Verbesserung der Teilhabe

Internationalisierung

Stärkung des internationalen Austauschs

  • Die Hochschule Coburg befindet sich in einer dynamischen Phase der Internationalisierung, in der die Bedeutung internationaler Studierender, globaler Forschungskooperationen und weltweiter Vernetzung kontinuierlich zunimmt.
  • Fortlaufende Weiterentwicklung der internationalen Ausrichtung der Hochschule, um u.a. auch den demographischen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen.
  • Erschließung weiterer Zielgruppen durch die Einführung fünf englischsprachiger Bachelorstudiengänge zum Wintersemester 2025/26 (Projektgruppe InternationalNOW).

Kooperation und Verbünde

Stärkung der Kooperationen untereinander und mit anderen Forschungs-, Kunst- und Bildungseinrichtungen

  • Konzeptionelle Ausarbeitung einer Strategie zur Stärkung strategischer Forschungspartnerschaften. Bereits jetzt werden entsprechende Kooperationen durch das Referat Forschungs- und Drittmittelservice sowie das Referat Transfer und Entrepreneurship aktiv unterstützt und gefördert.
  • Unterstützung der Forschenden bei der Anbahnung von Konsortien und der Durchführung von Vernetzungsveranstaltungen durch das Referat Forschungs- und Drittmittelservice und das Referat Transfer und Entrepreneurship.
  • Regelmäßige Beteiligung der Forschenden der an der Förderrichtlinie BayIntAn der Bayerischen Forschungsallianz.
  • Strategisches Partnerschaftsmanagements im Forschungsbereich mit folgenden Kooperationen: TAO (Uni Bamberg, Uni Bayreuth, Hochschule für angewandte Wissenschaften Hof), Promotionszentrum NISys (TH Würzburg-Schweinfurt + TH Aschaffenburg), Kooperatives Technologietransferzentrum Oberfranken (TH Nürnberg), FADZ Lichtenfels, BayWISS (Verbundkollegien Gesundheit, Economics and Business, Energie, Sozialer Wandel), Kooperatives Institut Mensch und Ästhetik (Uni Bamberg), BayFIS Konsortium, Coburger Designforum.
  • Weitere neue Schulkooperationen wurden erfolgreich abgeschlossen (Übersicht der Schulkooperationen).
  • Start des kooperativen Masterstudiengangs „Applied Theatre: Theater als Soziale Arbeit" zum Wintersemester 2023/24.
  • Erfolgreiche Beantragung und Bewilligung des Verbundpromotionszentrum „Nachhaltige und intelligente Systeme" (NISys) mit der der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt sowie der Technischen Hochschule Aschaffenburg.
  • Einrichtung einer „Landing Page" für kooperations- und transferinteressierte Institutionen auf der Hochschul-Website.
  • Etablierung eines Key Account Managements auf Präsidiumsebene.

Digitale Transformation, Digitalisierung in Wissenschaft, Lehre und Verwaltung

Digitalisierung als ein Leitprinzip in Lehre, Forschung und Verwaltung

  • Einrichtung des Referats für Forschungsstrategie und -qualitätsmanagement im August 2024.
  • Vollständige Digitalisierung und Optimierung der Prozesse im Bereich des „Student Life Cycle".
  • Digitalisierung der Prozesse auch im Fakultäts-/Personalbereich sowie im digitalen Deputatsmanagement, in der digitalen Verwaltung von Lehranträgen sowie von weiteren Digitalanträgen (z.B. Anträge auf Freistellung).
  • Dauerhafte und strukturierte Weiterführung und Optimierung der Aufgaben im PRIMUSS-Verbund.

Stärkung der IT-Sicherheit

  • Durchgeführte Maßnahmen zur Konzeption, Testung und Etablierung eines Hochschulinformationssicherheitssystems (HISP) entsprechen dem vorgesehenen Zeitplan.
  • Im Rahmen der ISMS-Einführung wurden die Rollen des ISB (Informationssicherheitsbeauf-tragter), ITSB (IT-Sicherheitsbeauftragter) und BCB (Business Continuity Beauftragter) zugewiesen.
  • Flächendeckende Einführung der Multifaktor-Authentifizierung.
  • Verpflichtende Teilnahme aller Beschäftigten an einer jährlichen Datenschutz- sowie IT-Sicherheitsschulung.

Nachhaltigkeit, Klimaschutz

Nachhaltigkeit in allen Leistungsdimensionen

Klimaneutralität

  • Treibhausgasbilanzierung der gesamten Hochschule Coburg ist für 2023 abgeschlossen.
  • Jährliche Fortschreibung der Treibhausgasbilanzierung vorgesehen.
  • Klimaschutzkonzept und dessen Fortschreibung verlaufen im festgelegten Planungshorizont. Ziele werden termingerecht erfüllt.
  • Durchführung von Zertifikatskursen zum Thema „Green Supply Network Management", um in Unternehmen den Ausbau von ökonomisch und ökologisch nachhaltigen Liefernetzwerken voranzutreiben. (Themenschwerpunkte u.a. THG-Bilanzierung, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Risikomanagement).
  • Durchführung curricularer und extracurricularer Angebote zum Thema „Nachhaltiges Denken und Wirtschaften" im Rahmen des drittmittelgeförderten Projekt ERIC „Entrepreneurship Track for Regional Impact on Global Challenges" (03/2022-02/2026, gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wis-senschaft und Kunst).

Qualitätssicherung in Forschung, Lehre und Verwaltung

Regelmäßige Überprüfung der strategischen Schwerpunkt-setzungen

  • Für den Bereich Lehre wurden qualitätssichernde Maßnahmen zum Akkreditierungsverfahren überprüft. Zur Lehrveranstaltungsevaluation von Lehrveranstaltungen sowie zum Monitoring von Studiengängen wurden erforderliche Maßnahmen abgeleitet und sind weitgehend umgesetzt.
  • Evaluation der Forschungsschwerpunkte erfolgte zum 31.03.2025 nach Kriterien der HRK-Forschungslandkarte und resultierte in einer vollständigen Erfüllung der Kriterien.
  • Strukturen, Prozesse und Kultur der Verwaltung werden ganzheitlich analysiert und verbessert.
  • Etablierung und hochschulweite Einführung des Regelprozesses „Program Life Cycle".
  • Alle Studiengänge sind oder werden nach Einführung fristgerecht akkreditiert.

Transparenter Ressourceneinsatz und ordnungsgemäße Bewirtschaftung

  • Erfolgreiche Besetzung der Stelle „Innenrevision".
  • Konzept (inkl. Leitlinien) wurde in Version 0.3 erstellt.