6. Oktober '26
(Pressestelle)
In den Hörsälen der Hochschule Coburg sitzen meistens junge Erwachsene – aber zu Beginn des Wintersemesters 2026 war das wieder einmal anders: Rund 250 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren waren am Campus Friedrich Streib bei der KinderUni zu Gast und durften für einen Tag selbst Studierende sein. Viele von ihnen sind nicht zum ersten Mal da.
Vier Vorlesungen standen bei der KinderUni wieder auf dem Programm – mit allem, was dazugehört: im Hörsaal sitzen, zuhören, und den Professorinnen und Professoren Löcher in den Bauch fragen.
Strom: Woher er kommt und wozu wir ihn brauchen
Prof. Dr. Bernd Hüttl startete seine Vorlesung mit einer Grundfrage: Was ist Energie überhaupt, und wofür brauchen wir sie im Alltag? Gemeinsam mit den Kindern ging er der Frage nach, wie elektrischer Strom entsteht – und warum er dabei helfen kann, den Klimawandel aufzuhalten. Dabei ging es auch darum, welche Erfindungen unser Leben bislang am meisten verändert haben und was als Nächstes kommen könnte.
Ben Böhm (10) von der Hermann-Grosch-Grundschule Weitramsdorf war beeindruckt: Strom sei „cool“ und er wolle unbedingt wissen, „wie Strom aussieht“ – und will bei der nächsten KinderUni wieder dabei sein.
Wie Wind und Sonne das Haus warm machen
Prof. Dr. Wolfram Haupt nahm die Kinder mit in die Welt der erneuerbaren Energien. Er zeigte: Normale Häuser brauchen Öl, Gas oder Fernwärme und eine Menge Strom, damit es nachts hell und im Winter warm ist. Es geht aber auch anders – wie das mit Wind und Sonne funktioniert, erfuhren die Kinder auch durch spannende Experimente.
Das kam an. Anna Maria Hochmuth aus Neuhaus, die schon zum fünften Mal die KinderUni besucht hat, brachte es auf den Punkt: „Sonne und Wind machen das Haus warm“, erklärte die Drittklässlerin. “Ich fand die Experimente sehr gut“, sagte Fabienne Fischer. „Wir haben etwas mit einem Luftballon und einem Windrad gemacht”, erzählt die Neunjährige. Sie besucht die Schule in Heubisch.
Was aus unserem Abfall wird
Die Kinder kamen gerne – auch von weiter weg. Mathilda Josten von der Pulverrasenschule Meiningen war zum ersten Mal dabei und nahm in der Vorlesung zum Thema Müll ein ganz praktisches Detail mit: Benutzte Batterien sammelt man am besten in einer kleinen Dose und bringt sie zum Wertstoffhof oder in den Baumarkt.
Jeden Tag fällt zu Hause Abfall an – aber was passiert eigentlich danach damit? Prof. Dr. Markus Weber erklärte den Kindern Recyclingverfahren und zeigte, welche Verwertungsmöglichkeiten es für ganz alltäglichen Müll gibt. Dem zwölfjährigen Emil Rebhan gefiel besonders, dass in dieser Vorlesung auch ein Spiel gemacht wurde.
Für Smilla Krug (7) von der Themar Schule war das die beste Vorlesung überhaupt: “Der Müll hat mir sehr gefallen”, erzählt sie. “Weil man da auch über Umwelt geredet hat.” Und Spaß habe es außerdem gemacht.
Was die Erde mit unserer Gesundheit zu tun hat
Prof. Dr. Susanne Esslinger zeigte den Kindern einen Zusammenhang, über den viele vorher noch nicht nachgedacht hatten: Warum sollten wir nicht nur auf unsere eigene Gesundheit achten, sondern auch auf die unseres Planeten? Gemeinsam sammelte sie mit den Kindern erste Ansatzpunkte, wie man selbst zukunftsgerichtet handeln kann.
Isabell Pelz sagt, “das mit der Zukunft war cool”. Es war ihr zweiter Besuch bei der KinderUni. Auch Charlotte Kasih (8) fand die Vorlesung „sehr spannend“. Sie war zum ersten Mal bei der KinderUni. “Aber ich war schon mal hier, bei Coburgs klügster Nacht”, erzählt sie. Charlotte hatte die Hochschule Coburg bei der ersten “Langen Nacht der Wissenschaften” kennen gelernt und ist jetzt auf dem besten Weg, auch ein Stammgast zu werden.
Wiederkommen ist Programm
Dass die KinderUni bei vielen Kindern ankommt, zeigt sich daran, wie viele immer wieder kommen. Genau das ist das Ziel: Kindern Freude am Entdecken zu vermitteln, denn in jedem Kind steckt eine Forscherin oder ein Forscher.












































