26. Oktober '26
(Pressestelle)
Welche Auswirkungen Mikroplastik auf das Ökosystem hat, ist bislang kaum bekannt. Für einen Fernsehbeitrag dazu begleitete der Bayerische Rundfunk ein Forschungsteam um Prof. Dr. Matthias Noll von der Fakultät Angewandte Naturwissenschaften und Gesundheit der Hochschule Coburg.
Im Waldboden leisten Mikroorganismen wichtige Arbeit: Sie zersetzen organisches Material und treiben damit die Stoffkreisläufe im Wald an. „Umso mehr Mikroplastik eingetragen wird, umso mehr können die natürlichen Kreisläufe gestört werden“, erklärt Prof. Dr. Matthias Noll. Die Forschenden untersuchen deshalb, welche Auswirkungen die Kunststoffpartikel auf den Waldboden und seine Lebensgemeinschaften haben.
Das Team des Bayerischen Rundfunks sprach mit Prof. Noll und Mikrobiologin Julie Feimer bei der Entnahme von Bodenproben auf einer Waldwiese bei Rödental nahe Coburg. Für eine umfassende Analyse werden im Rahmen des Forschungsprojekts Forest Health & Plastiks (ForestHP) Bodenproben aus Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg untersucht.
Das Projekt ist ein gemeinsames Forschungsvorhaben der Hochschule Coburg und der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Es läuft seit Oktober 2025 und endet im September 2028. Es wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Förderprogramm „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert. Projektträger ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).


Hier geht’s zum Fernsehbeitrag des BR: Wie gefährlich ist Mikroplastik im Waldboden? Projekt „Forest Health & Plastics“ (Forest HP).






