30. Oktober '26
(Andreas T. Wolf)
Was kommt nach dem Bioanalytik-Studium? Und wie lassen sich eigene wissenschaftliche Ergebnisse verständlich präsentieren? Diese Fragen standen beim Bioanalytik-Symposium am 20. Oktober an der Hochschule Coburg im Mittelpunkt. Studierende stellten Arbeiten aus ihrem Praxissemester vor. Gäste aus Unternehmen und Forschung gaben Einblicke in mögliche berufliche Wege.
Organisiert wurde die Veranstaltung von der Studiengangsleitung des Bachelorstudiengangs Bioanalytik, unterstützt von Katharina Trunzer, Anja Scheler, Josefine Schlemmer und Marina Stang. Das Programm richtete sich an Studierende im dritten und fünften Fachsemester. Es verband den Rückblick auf erste Praxiserfahrungen mit der Orientierung für die nächsten Schritte im Studium und im Beruf.
Erfahrungen aus Unternehmen und Forschung
In zwei Postersessions präsentierten Studierende des fünften Semesters Arbeiten aus ihrem Praxissemester in den Bereichen Umweltwissenschaften und Humanbiologie. Dieses hatten sie im vorangehenden Semester in Unternehmen oder Forschungsinstituten absolviert. Die Aufgabe: Fragestellungen, Vorgehen und Ergebnisse auf einem wissenschaftlichen Poster übersichtlich zusammenführen.
Dabei ging es nicht allein um die fachlichen Inhalte. Auch deren verständliche Darstellung spielte eine wichtige Rolle. „Die Erstellung von Postern ist eine wichtige Kernfähigkeit für die zukünftige Darstellung der eigenen Leistung“, erklärt Prof. Dr. Stefan Simm. Neben Vorträgen und Berichten eröffneten Poster einen weiteren Weg, eigene Arbeiten vorzustellen und sich mit anderen Disziplinen auszutauschen.
Die gelungensten Beiträge wurden ausgezeichnet: Den ersten Platz belegte Leann Schmider, gefolgt von Emma Herrmann auf Platz zwei und Julia Hess auf Platz drei. Inhaltlich beschäftigten sich die prämierten Poster mit bioanalytischen Analysen in der Humanmedizin. Vier Masterstudierende und vier Professorinnen und Professoren bildeten die Jury. Sie bewerteten Inhalt, Klarheit der Struktur und Visualisierung. Besonderes Gewicht hatten Übersichtlichkeit und eine nachvollziehbare Gliederung im Sinne guter wissenschaftlicher Praxis.
Orientierung für Studium und Beruf
Am Nachmittag rückten berufliche Perspektiven in den Mittelpunkt. Zum Programm gehörten Beiträge von Dr. Nadine Sossalla von der Econetta AG in der Schweiz, Dr. Janine Garbisch und Tobias Herath von Axolabs in Kulmbach sowie Juniorprofessor Dr. Sven Heiles vom Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS). Außerdem stellten Prof. Dr. Stephan Pflugmacher Lima und Prof. Dr. Gerd-Uwe Flechsig den Studienschwerpunkt „Umweltwissenschaften“ vor.
Für Pflugmacher Lima sind solche Einblicke eine wertvolle Orientierungshilfe: „Für unsere Studierenden ist es wichtig zu sehen, wie später mal potentielle Positionen in Firmen aussehen und die zugehörigen Karrieren.“ Gerade für das dritte Semester steht zudem eine Entscheidung an: die Wahl des Studienschwerpunkts, zwischen Humanbiologie, Umwelt-Data.Science/Umweltwissenschaften. Das Symposium verband damit Erfahrungen aus der Praxis mit Anregungen für den weiteren Studienweg.











