20. April '26
(Pressestelle)
Der deutschlandweite Waldputztag wurde in diesem Jahr zum ersten Mal auch im Landkreis Coburg durchgeführt. 14 freiwillige Helferinnen und Helfer – allesamt Studierende und Mitarbeitende der Hochschule Coburg – beteiligten sich an der Sammelaktion, die gemeinsam mit Revierleiter Bernd Lauterbach vom Forstbetrieb Coburg der Bayerischen Staatsforsten im Waldgebiet zwischen Neershof und Rögen durchgeführt wurde.
Im Fokus der diesjährigen Aktion stand das Einsammeln zahlreicher alter und beschädigter Wuchshüllen. Diese Kunststoffröhren schützen junge Bäume in der Anfangsphase ihres Wachstums vor Verbiss, müssen jedoch nach einigen Jahren entfernt werden, um die natürliche Entwicklung des geschützten Baumes und des Waldes nicht zu beeinträchtigen.
Der Waldputztag leistet damit jährlich einen wichtigen Beitrag zur Pflege und ökologischen Qualität der regionalen Waldflächen. Gleichzeitig bietet er Bürgerinnen und Bürgern eine Möglichkeit, sich aktiv für den Naturschutz zu engagieren und einen direkten Beitrag zu einem gesünderen Waldökosystem zu leisten.
Die Aktion wurde im Rahmen des wissenschaftlichen Forschungsprojekts ForestHP von der Hochschule Coburg organisiert. Das von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) geförderte Projekt untersucht das Vorkommen von Mikroplastik in Waldböden sowie unterschiedliche Eintragsquellen, darunter auch Kunststoffmaterialien wie Wuchshüllen. Die praktische Sammelarbeit im Rahmen des Waldputztags liefert daher auch wertvolle Hinweise zu Makro- und voraussichtlich Mikroplastikvorkommen in Wäldern – und sie trägt zum Schutz unserer heimischen Wälder bei.





