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1. Juni '26

(Pressestelle)

Coburg/München – Die Hochschule Coburg bewirbt sich gemeinsam mit dem Landkreis Coburg um die Ansiedlung eines Technologietransferzentrums (TTZ) im Rahmen der Transfer-Offensive „Hightech Transfer Bayern“ der Bayerischen Staatsregierung. In Begleitung des Landtagsabgeordneten Martin Mittag hat eine gemeinsame Delegation die Antragsunterlagen persönlich an Markus Blume, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, übergeben. 

Das beantragte TTZ trägt den Titel „Human Enhancement“. Dabei geht es nicht um abstrakte Zukunftsvisionen, sondern um konkrete, praxisnahe Lösungen, die direkt in Unternehmen und im Alltag Anwendung finden können. Ziel ist es, Technologien und Innovationen zu entwickeln, die dem Menschen dienen – etwa indem sie seine Gesundheit fördern, körperliche Belastungen reduzieren oder die Interaktion mit Maschinen verbessern.

„Für dieses TTZ bündeln wir als Hochschule Coburg unsere Kompetenzen“, sagt Prof. Dr. Stefan Gast, Präsident der Hochschule Coburg. „Gleichzeitig ist der Antrag Ausdruck eines starken gemeinsamen Gestaltungswillens. Das neue TTZ schafft ideale Voraussetzungen für Wissens- und Technologietransfer in der Region. Entscheidend sind dabei die enge Verbindung von Theorie und Praxis, die Berücksichtigung innovativer Forschungsansätze, interdisziplinäre Expertise sowie ein klarer Fokus auf die praktische Anwendung.“

Dem Antrag gingen intensive, mehr als zweijährige Vorbereitungen zahlreicher Akteure in der Region Coburg voraus – darunter auch die Stadt Coburg sowie die IHK zu Coburg als wichtige Unterstützer. Dadurch ist es gelungen, den für die Förderung entscheidenden regionalen Schulterschluss herzustellen. Neben der Hochschule sowie dem kommunalen Engagement bei der räumlichen Unterbringung ist insbesondere die Unterstützung der heimischen Wirtschaft von zentraler Bedeutung – vor allem durch die in Aussicht gestellte Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung.

Landrat Sebastian Straubel betont die große Geschlossenheit der Region: „In unseren vielen Gesprächen seit 2024 haben wir von den Unternehmen aus unserem starken Wirtschaftsraum das klare Signal erhalten: Wir können auf Zustimmung und finanzielle Unterstützung bauen. Dafür bin ich sehr dankbar. Mit einem Technologietransferzentrum wären wir in der Lage, unsere heimische Wirtschaft mit großer Innovationskraft beim Strukturwandel zu unterstützen.“

Auch der Landtagsabgeordnete Martin Mittag unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens und blickt auf die nächsten Schritte: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Region Coburg in den letzten über zwei Jahren an einem Strang gezogen hat, um dieses wichtige Vorhaben voranzutreiben. Nun blicken wir mit Spannung auf die Prüfung unseres Antrags durch die Bayerische Staatsregierung. Ich bin überzeugt, dass unsere umfassende Vorarbeit und der starke regionale Schulterschluss überzeugen werden. Als Freistaat Bayern liefern wir mit der Anschubfinanzierung für die Technologietransferzentren ein klares Signal für die Innovationskraft unserer Heimat und die nachhaltige Stärkung des ländlichen Raums.“

Mit der Einreichung des Antrags ist ein erster wichtiger Meilenstein erreicht. Derzeit gibt es in Bayern 52 Technologietransferzentren. Für das geplante TTZ steht eine Anschubfinanzierung des Freistaats Bayern für die ersten fünf Jahre in Höhe von rund fünf bis sieben Millionen Euro im Raum. Darüber hinaus übernehmen Landkreis und Standortkommune in diesem Zeitraum die Miet- und Nebenkosten. Über mögliche Standorte im Landkreis Coburg hat es bereits Gespräche mit interessierten Städten und Gemeinden gegeben, eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.

Mit dem geplanten Technologietransferzentrum soll die erfolgreiche Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft in der Region weiter gestärkt werden. Ziel ist es, Innovationen schneller in die Praxis zu überführen, neue Wertschöpfung zu generieren und zukunftsfähige Arbeitsplätze im Coburger Land und darüber hinaus zu schaffen.

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