22. Mai '26
(Pressestelle)
Wenn Katastrophenschutz nicht inklusiv gedacht wird, kann das tödliche Folgen haben. Die neueste Ausgabe des Hochschulmagazins „4you“ auf TV Oberfranken beschäftigt sich mit Stigmatisierung – Gerald Jose und Matthias Scheibe stellen das Projekt MindKat vor. Es trägt dazu bei, dass beispielsweise bei Großbränden oder Flutkatastrophen Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung besser geschützt werden können.
Zwölf Menschen mit intellektueller Einschränkung (MmiE) ertranken bei der Überschwemmung des Ahrtales im Erdgeschoss ihres Wohnheimes – an einem Ort, an dem sie sicher sein sollten. Damit Einsatzkräfte im Katastrophenfall geeignete Evakuierungsmaßnahmen beherrschen, wurde im Forschungsprojekt MindKat Handlungsempfehlungen entwickelt – MmiEs, Einsatzkräfte und Einrichtungsleitungen waren aktiv daran beteiligt. Das Forschungsprojekt wurde von „Aktion Deutschland hilft“ gefördert und gemeinsam vom ASB-Regionalverband Coburg e.V. (Heinz Rembor) sowie der Hochschule Coburg verantwortet.
In der aktuellen Ausgabe des Hochschulmagazins „4you“ auf TV Oberfranken stellen Gerald Jose und Matthias Scheibe von der Hochschule Coburg das Projekt vor und sprechen darüber, warum Katastrophenschutz inklusiver werden muss. Etwa 120.000 Menschen mit geistiger oder seelischer Behinderung leben aktuell in Deutschland – und im Lauf des Lebens betrifft irgendeine Art von Behinderung die meisten von uns.
Fernsehbeitrag
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, 27. Mai, um 18.30 Uhr über Kabel und um 19.30 Uhr über Satellit (FrankenPlus) und ist danach in der Mediathek von TVO verfügbar: http://www.tvo.de/mediathek/kategorie/sendungen/4you/. Unterstützt wird die Sendung von der Rainer Markgraf Stiftung.





