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22. Juni '26

Was verändert sich durch KI bei Banken, Vermögensverwalter und Aufsichtsbehörden? Antworten darauf suchten rund zwei Dutzend internationale Studierende der Masterstudiengänge Financial Management und Betriebswirtschaft während einer dreitägigen Studienreise nach Frankfurt am Main. Sie erhielten Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Finanzbranche und trafen Alumni der Hochschule Coburg, die ihre Erfahrungen aus der Praxis teilten.

Unter dem Motto „Auswirkungen von KI auf Vermögensverwaltung, Innovationsökosysteme und Governance“ hatte FM-Studiengangsleiter Prof. Dr. Victor Randall die Studienreise organisiert. Stationen waren die Deutsche Börse Group, PwC, die Deutsche Bundesbank, Franklin Templeton, Hauck Aufhäuser Lampe sowie J.P. Morgan.

Zum Auftakt erhielten die Studierenden bei der Deutsche Börse Group Einblicke in die Bedeutung moderner Finanzmarktinfrastruktur und die wachsende Rolle von KI bei Marktprozessen und Entscheidungsfindung. FM-Alumna Karmen Margaryan, Senior Associate im Bereich Marktaufsicht der Deutschen Börse verknüpfte das akademische Wissen der Studierenden mit der Praxis in der Branche.

Bei PwC standen KI-Anwendungen im Bankwesen im Mittelpunkt – von Risikoanalysen bis zu Open Banking und neuen Zahlungsmodellen. FM-Alumnus Ansar Ahmad, ist hier Leiter der EMEA FridAI Initiative, und berichtete, wie PwC Geschäftsteams dabei unterstützt, Vertrauen in die Einführung von KI aufzubauen.

Regulierung und digitale Resilienz im Fokus

Bei der Deutschen Bundesbank erhielten die Studierenden Einblicke in die Rolle der Bundesbank innerhalb des Eurosystems und ihre Stellung im Finanzsystem. „Künstliche Intelligenz aus aufsichtsrechtlicher Perspektive“ präsentierte der Leitende Bankdirektor und FM Alumnus Andreas Vogel. Besonderes Augenmerk lag auf den regulatorischen Herausforderungen durch KI sowie auf Themen wie operativer Resilienz, Cyberrisiken und dem europäischen Regelwerk DORA. Außerdem wurden Chancen und Herausforderungen von Distributed-Ledger-Technologien (DLT) diskutiert.

KI in Vermögensverwaltung und Private Banking

Der dritte Tag widmete sich den Auswirkungen von KI auf Vermögensverwaltung und globale Finanzdienstleistungen. Franklin Templeton zeigte, wie KI, Blockchain und Tokenisierung Anlageprozesse und Kundeninteraktion verändern. Christian Machts, Geschäftsführer und Leiter für Deutschland und Österreich, stellte die Rolle der Mensch-Maschine-Zusammenarbeit in Anlageprozessen vor.

Bei Hauck Aufhäuser Lampe lernten die Studierenden den Einsatz von KI im Private Banking kennen. Im Mittelpunkt standen interne KI-Lösungen für Dokumentenmanagement, Wissensbeschaffung und Kundenprozesse.

Bei J.P. Morgan erhielten die Studierenden schließlich Einblicke in den Einsatz von KI in der Finanzberichterstattung. Habib Farah, Executive Direktor, und Desislava Miteva, Vizepräsident, zeigten, wie KI Berichtsprozesse effizienter gestaltet. FM-Alumnus Desmond Bortey Ahia, Legal Entity Controller, berichtete, wie Tools in der Praxis eingesetzt werden. Mit den Studierenden reflektierte er qußerdem seinen beruflichen Werdegang nach dem Abschluss.

Studienreise verbindet Theorie und Praxis

Studiengangsleoiter Prof. Dr. Victor Randall freute besonders die Beteiligung Coburger Alumni als Referenten: „Diese Einbindung wirkte sich auf die TeilnehmerInnen der Exkursion durchweg bereichernd und inspirierend, zeigt sie doch auf, welch vielfältige Berufswege für unsere Absolventinnen und Absolventen im Bereich Finanzen möglich sind.“

Die Exkursion verdeutlichte, dass KI zunehmend zu einer Kernkompetenz in der Finanzbranche wird. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass technologische Innovation allein nicht ausreicht: Regulierung, Vertrauen, operative Widerstandsfähigkeit, Kundenbeziehungen und verantwortungsvolle Governance bleiben zentrale Erfolgsfaktoren.

Für die Studierenden bot die Studienreise die Möglichkeit, akademisches Wissen mit der Praxis eines sich wandelnden Finanzsektors zu verknüpfen.

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